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Nachrichten

27.10.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:54

Nachrichten von Montag, 27. Oktober 2014 – langsam gesprochen als MP3

Prowestliches Lager vor Sieg bei Ukraine-Wahl :

Bei der Parlamentswahl in der Ukraine zeichnet sich ein klarer Sieg des prowestlichen Lagers ab. Denkbar erscheint eine Vierer-Koalition mit bis zu 60 Prozent der Sitze. Nach Auszählung von rund einem Drittel der Stimmen kommen der Block des Präsidenten Petro Poroschenko und überraschend auch die nationalistische Volksfront von Ministerpräsident Arseni Jazenjuk auf jeweils rund 21 Prozent. Auf Platz drei folgt die neue proeuropäische Bewegung Samopomoschtsch (Selbsthilfe) mit mehr als zehn Prozent. In ein mögliches Regierungsbündnis könnte auch die Vaterlandspartei von Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko mit knapp sechs Prozent einbezogen werden. Präsident Poroschenko sprach in einer ersten Reaktion von einem klaren Votum für eine enge EU-Anbindung der Ukraine und kündigte den raschen Beginn von Koalitionsverhandlungen an. Es war die erste Wahl in der Ukraine ohne die von Russland annektierte Krim und Teile der abtrünnigen Gebiete Donezk und Luhansk. Dort konnte mehr als die Hälfte der Berechtigten nicht wählen, weil die Rebellen eine Abstimmung nicht zuließen.

Amtsinhaberin Rousseff bleibt Präsidentin von Brasilien:

Die Linkspolitikerin Dilma Rousseff bleibt Präsidentin von Brasilien. Sie setzte sich in einer Stichwahl knapp gegen den Mitte-Rechts-Kandidaten Aécio Neves durch. Rousseff erreichte nach jüngsten Angaben 51,6 Prozent der Stimmen, ihr Herausforderer kam auf 48,4 Prozent. Damit kann Rousseff weitere vier Jahre im Amt bleiben. In einer ersten Stellungnahme kündigte die 66-Jährige an, oberste Priorität in ihrer zweiten Amtszeit werde der Dialog haben. Sie wolle eine viel bessere Präsidentin werden als bisher. Wahlverlierer Neves gestand seine Niederlage ein. Rousseff war vor allem von der Arbeiterschicht und Menschen aus den armen Amazonasregionen unterstützt worden, Neves galt mit seinem unternehmerfreundlichen Kurs als Favorit der Wirtschaft.

Steinmeier und Fabius zu Gesprächen in Nigeria:

Bei einem gemeinsamen Besuch in Nigeria wollen sich Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und sein französischer Kollege Laurent Fabius an diesem Montag über die Sicherheitslage in der Region informieren. In der Hauptstadt Abuja treffen sie unter anderem mit Präsident Goodluck Jonathan und Außenminister Aminu Wali zusammen. Das bevölkerungsreichste afrikanische Land wird seit Jahren vom islamistischen Terror der Organisation Boko Haram erschüttert. Weiteres Thema der Reise ist die Ebola-Epidemie in Westafrika. Wie Steinmeier im deutschen Fernsehen erklärte, können sich Deutschland und Frankreich vorstellen, in Nigeria Hilfspersonal für das Gesundheitswesen auszubilden, das auch im Kampf gegen Ebola eingesetzt werden kann. In den vergangenen Wochen hatten sich in Nigeria mindestens 20 Menschen mit dem Virus infiziert. Inzwischen gilt das Land aber als ebolafrei.

New York lockert Quarantäne-Regeln gegen Ebola :

Nach einer heftigen Debatte über Quarantäne-Regeln für heimkehrendes Personal nach einem Ebola-Einsatz hat der US-Bundesstaat New York seine Bestimmungen gelockert. Gouverneur Andrew Cuomo erklärte jetzt, wer aus Westafrika zurückkehre und dort Kontakt mit Ebola-Kranken gehabt habe, jedoch keine Symptome zeige, dürfe die Quarantäne zu Hause statt im Krankenhaus ableisten. Gesundheitsexperten würden sich in den drei vorgeschriebenen Isolationswochen täglich um die Betroffenen kümmern. Zuvor hatte die US-Regierung laut einem Bericht der "New York Times" die Staaten New York und New Jersey aufgefordert, die gerade erst eingeführten strengen Auflagen zu lockern. Eine Krankenschwester hatte sich bitter beschwert, bei ihrer Rückkehr von den Behörden "wie eine Kriminelle behandelt" worden zu sein.

Stichwahl um Präsidentenamt in Uruguay:

In Uruguay kommt es zur Stichwahl um das Präsidentenamt. Überraschend deutlich auf Platz eins kam der Kandidat des linken Regierungsbündnisses "Breite Front" und frühere Staatschef Tabaré Vázquez mit etwa 46 Prozent der Stimmen. In der zweiten Runde am 30. November trifft Vázquez auf den Kandidaten der rechtsliberalen Nationalpartei, Luis Lacalle Pou, der rund 31 Prozent erhielt. Der 79 Jahre alte Präsident José Mujica durfte laut Verfassung nicht erneut kandidieren. In Uruguay herrscht Wahlpflicht. Tabaré Vázquez gab sich siegessicher. Der Sozialist hatte das Präsidentenamt bereits von 2005 bis 2009 inne.

Fußball-Bundesliga: Mönchengladbach trotzt Bayern einen Punkt ab:

ZUM SPORT: Im Sonntagsspiel der Fußball-Bundesliga musste sich Tabellenführer Bayern München bei Borussia Mönchengladbach mit einem Unentschieden begnügen. Die Partie endete 0:0. Im ersten Sonntagsspiel hatte Wolfsburg Mainz mit 3:0 besiegt.

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