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Nachrichten

27.08.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:24

Nachrichten von Mittwoch, 27. August 2014 – langsam gesprochen als MP3

Unbefristete Waffenruhe im Gazastreifen scheint zu halten :

Die zwischen Israel und radikalen Palästinensern im Gazastreifen vereinbarte Waffenruhe hält bisher. Nach Angaben der israelischen Armee hat es keine Luftangriffe mehr im Gazastreifen gegeben. Es seien auch keine Raketen mehr auf Israel abgefeuert worden, hieß es. Nach siebenwöchigen Gefechten hatten sich die beiden Konfliktparteien am Dienstagabend unter Vermittlung Ägyptens auf eine unbefristete Waffenruhe geeinigt. Außerdem wurde vereinbart, die Grenzübergänge von Israel zum Gazastreifen sollten umgehend geöffnet werden, um humanitäre Hilfe, medizinisches Personal und Baumaterial hineinlassen zu können. Tausende Menschen im Gazastreifen feierten die Einigung auf den Straßen. Die blutige Konfrontation hatte am 8. Juli mit einer israelischen Militäroffensive begonnen, die den anhaltenden Raketenbeschuss aus dem Palästinensergebiet beenden sollte. Mehr als 2100 Palästinenser wurden seither getötet, auf israelischer Seite starben 68 Menschen.

Poroschenko fordert "konkrete Taten" für den Frieden:

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat einen Fahrplan für eine Waffenruhe im Osten des Landes angekündigt. Nach einem Vier-Augen-Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin erklärte Poroschenko am Mittwochmorgen, dass alle Seiten – also auch Moskau – einen von ihm vorgelegten Friedensplan unterstützt hätten. Es müssten nun aber "konkrete Taten" folgen, sagte Poroschenko weiter. Die Feuerpause müsse von beiden Seiten eingehalten werden. Putin erklärte seinerseits, die Verhandlungen über eine Waffenruhe mit den Separatisten seien Sache der Ukraine. Sobald der Friedensprozess beginne, werde Russland seinen Beitrag leisten. Putin verständigte sich nach eigenen Angaben aber mit Poroschenko darauf, die Gespräche über Gaslieferungen von Russland an die Ukraine wieder aufzunehmen. Die beiden Politiker trafen sich am Dienstag bei einer Konferenz der von Russland geführten Eurasischen Zollunion in der weißrussischen Hauptstadt Minsk.

Merkel: Entscheidung über Waffenlieferungen spätestens Sonntag:

Die Bundesregierung wird nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel bis spätestens Sonntag über Waffenlieferungen an den Irak entscheiden. Dies sagte Merkel dem Sender MDR Info. Am Montag will sie im Bundestag eine Regierungserklärung abgeben. Das Parlament könne dann über das Thema debattieren, es werde aber keine formale Abstimmung geben. Die Opposition fordert dagegen eine Entscheidung des Bundestags über eine Waffenlieferung. Die Bundeswehr will an diesem Mittwoch eine Liste mit Waffen vorlegen, die an die Kurden im Norden des Iraks abgegeben werden könnten. Im Gespräch sind unter anderem panzerbrechende Waffen, mit denen Militärfahrzeuge der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekämpft werden können. Derweil wird die Liste der Staaten immer länger, die die Kurden mit Waffen unterstützen wollen. Nach US-Angaben haben nun auch Kanada, Dänemark, Kroatien und Albanien entsprechende Lieferungen beschlossen.

Türkische Regierungspartei AKP bestimmt Nachfolger Erdogans:

In der Türkei bestimmt die islamisch-konservative Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) an diesem Mittwoch den Nachfolger von Recep Tayyip Erdogan an der Partei- und Regierungsspitze. Bei einem außerordentlichen Parteitag in Ankara soll der bisherige Außenminister Ahmet Davutoglu als Parteivorsitzender gewählt und damit als Regierungschef nominiert werden. Davutoglu gilt als loyaler Gefolgsmann Erdogans und ist bei dem AKP-Treffen der einzige Kandidat. Erdogan hatte die erste Wahl eines türkischen Staatsoberhauptes durch das Volk am 10. August mit knapp 52 Prozent der Stimmen gewonnen. Deshalb muss er seine beiden bisherigen Ämter aufgeben.

1400 Fälle von Kindesmissbrauch in englischer Stadt aufgedeckt:

Rund 1400 Kinder sind in der nordenglischen Stadt Rotherham Opfer von Sexualverbrechen geworden. Das ist das Ergebnis einer unabhängigen Untersuchung, die Fälle aus den Jahren 1997 bis 2013 aufgearbeitet hat. Die Täter hätten Mädchen und Jungen vergewaltigt, entführt, geschlagen und teils in andere englische Städte geschleust, sagte die Autorin des Berichts, Alexis Jay. Auch Fälle von Gruppenvergewaltigungen werden geschildert. Jay warf der Kommunalverwaltung in Rotherham kollektives Versagen vor. Einige Missbrauchsopfer hätten sich an die Polizei gewandt und ihre Peiniger als "Asiaten" beschrieben. Doch seien die Ordnungskräfte diesen Hinweisen auf die ethnische Herkunft der Täter nicht oder nur zögerlich nachgegangen, so Jay. Stattdessen sei den teils schon bei den Jugendschutzbehörden bekannten Geschädigten mit Geringschätzung begegnet worden. 2010 war eine fünfköpfige Bande mit Wurzeln in Pakistan zu langen Haftstrafen wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden. Dies hatte die Untersuchung ausgelöst.

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