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Nachrichten

27.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die US-Metropole New York wird angesichts des herannahenden Hurrikans "Irene" erstmals in großem Umfang evakuiert. Etwa 300.000 Bürger müssen ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Weil der Wirbelsturm einen Durchmesser von rund 820 Kilometern hat, bedroht er fast ein Drittel der gesamten US-Ostküste. Präsident Barack Obama warnte vor einem Hurrikan historischen Ausmaßes. Von "Irene" mit Spitzengeschwindigkeiten von 160 Stundenkilometern könnten bis zu 65 Millionen Menschen betroffen sein. Der Sturm erreichte unterdessen die Ostküste und traf im Bundesstaat North Carolina auf Land. Dort hatte er bereits für meterhohe Wellen, Regen und heftige Windböen gesorgt. - Ab Samstagmittag (Ortszeit) dürfen keine Flugzeuge mehr auf den drei New Yorker Airports John F. Kennedy, La Guardia und Newark landen. US-Fluggesellschaften haben bereits fast 7000 Verbindungen gestrichen. Die Lufthansa sagte für diesen Samstag alle Flüge nach New York und für Sonntag zusätzlich auch die Verbindungen nach Philadelphia und Boston ab.

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Sechs Tage nach ihrem Einmarsch in Tripolis haben die libyschen Rebellen die vollständige Eroberung der Hauptstadt gemeldet. Die Truppen des langjährigen Machthabers Muammar al Gaddafi seien im Vorort Kasr bin Ghaschir besiegt und vertrieben worden, sagte ein Rebellenoffizier. Mit Unterstützung von NATO-Kampfflugzeugen konzentrierte sich die Suche nach dem untergetauchten Gaddafi auf dessen Heimatstadt Sirte. Nach der Einnahme der Hauptstadt und anderer Orte im Westen ist Sirte die letzte große Bastion der Gaddafi-treuen Truppen. In Tripolis war es am Samstag weitgehend ruhig. Allerdings waren mehrere Stadtteile ohne fließendes Wasser und ohne Strom. Lebensmittel werden ebenfalls knapp. Vor den wenigen Geschäften, die noch frische Waren verkauften, bildeten sich lange Schlangen. Bewohnern zufolge geht zudem das Benzin aus.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Einsatz der NATO-Verbündeten in Libyen gewürdigt. Sie habe "tiefen Respekt" für diesen Beitrag, sagte die CDU-Politikerin der "Bild am Sonntag". Deutschland stehe fest zu den Verbündeten und zur NATO. Zugleich verteidigte Merkel die deutsche Nicht-Beteiligung am NATO-Einsatz in Libyen. Die deutsche Enthaltung im UN-Sicherheitsrat zum NATO-Einsatz im März dürfe nicht mit Neutralität verwechselt werden, sagte sie. Die Teilnahme Deutschlands an einer möglichen UN-Mission in Libyen will die Kanzlerin prüfen. Wenn die Deutschen gefragt würden, werde man selbstverständlich prüfen, was getan werden könne, sagte die CDU-Politikerin. Vorrangig seien jedoch die Vereinten Nationen, die Arabische Liga und die Afrikanische Union in der Pflicht. - Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle bekundete Respekt für den NATO-Militäreinsatz. Er sei froh, dass es den Libyern auch mit Hilfe des internationalen Militäreinsatzes gelungen sei, das Gaddafi-Regime zu stürzen, schrieb Westerwelle in einem Gastbeitrag für die "Welt am Sonntag".

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In Birma stehen die Zeichen weiter auf Entspannung: Das Parlament des südostasiatischen Staates sprach sich für eine Generalamnestie für politische Gefangene aus. Diesen "klaren Wunsch" hätten die Abgeordneten an Staatschef Thein Sein gerichtet, hieß es in Berichten staatlicher Medien. In Birmas Gefängnissen sitzen etwa 2000 politische Gefangene, viele von ihnen wurden noch zu Zeiten der Militärjunta festgenommen. In dem Land war im vergangenen November erstmals seit 1990 wieder eine Volksvertretung gewählt worden. Im Frühjahr wurde dann die Macht von der bislang herrschenden Militärjunta an eine vom Parlament gewählte Regierung übergeben. Der neue Staatschef Thein Sein traf sich kürzlich erstmals mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi.

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Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Kaserne in Algerien sind mindestens 20 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Wie die Behörden mitteilten, sprengten sich zwei Attentäter kurz hintereinander am Eingang des Militärkomplexes in Cherchell - etwa 100 Kilometer westlich der Hauptstadt Algier - in die Luft. Dabei rissen sie 16 Soldaten und zwei Zivilisten mit in den Tod. Der Anschlag, einer der schwersten in Algerien seit Jahren, ereignete sich am Freitagabend kurz nach dem Fastenbrechen. Bislang bekannte sich niemand zu der Bluttat. Anschläge gegen algerische Sicherheitskräfte werden in der Regel aber islamistischen Gruppen zugeschrieben.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist bewölkt und vielerorts Schauer oder Gewitter, in der Westhälfte einzelne Auflockerungen. Mit Höchstwerten zwischen 13 und 23 Grad ist es erheblich kühler als an den vergangenen Tagen. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag vorwiegend freundliches Wetter mit viel Sonne. Im Nordwesten mehr Wolken und einzelne Schauer. Höchsttemperaturen 17 bis 22 Grad.

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