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Nachrichten

27.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die syrische Millionenmetropole Aleppo steht womöglich vor entscheidenden Kämpfen. In der Stadt liefern sich Aufständische und Regierungstruppen seit Tagen heftige Gefechte. Die USA warnten die Regierung von Präsident Baschar al-Assad angesichts der massiven Truppenkonzentration vor einem Massaker in der Stadt. Außenministeriumssprecherin Victoria Nuland sagte, die Regierungstruppen hätten Panzer vor Aleppo stationiert, auch Hubschrauber und Flugzeuge seien mobilisiert worden. Eine Bodenoffensive des Militärs stehe offenbar bevor. Das Vorrücken der Assad-Truppen in Aleppo bezeichnete Nuland als verzweifelten Versuch des Regimes, die schwindende Kontrolle im Land wiederzuerlangen. Bundesaußenminister Westerwelle appellierte im ZDF-Morgenmagazin eindringlich an China und Russland, ihre Blockadehaltung aufzugeben und härtere Sanktionen gegen das Assad-Regime zu ermöglichen.

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Griechenlands Regierungschef Antonis Samaras empfängt heute Vertreter der sogenannten Troika aus Europäischer Kommission, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank. Die Troika prüft derzeit vor Ort den Fortschritt beim Spar- und Reformprogramm des Landes, das einer Staatspleite nahe ist. Von ihrem Bericht hängt ab, ob Athen weiter internationale Finanzhilfen bekommt. Samaras betonte, sein Land werde in den beiden kommenden Jahren 11,5 Milliarden Euro einsparen, um die Staatsverschuldung zu senken. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hatte die griechische Regierung bei einem Besuch in Athen eindringlich zur Umsetzung ihrer geplanten Sparmaßnahmen aufgefordert. Versprechen allein seien nicht genug.

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Zum Abschluss der New Yorker Waffenkontroll-Konferenz hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Teilnehmerländer aufgefordert, sich auf ein Abkommen zum Waffenhandel zu einigen. Ban sagte, am Ende müsse es ein "robustes und rechtlich bindendes Vertragswerk" geben. Es solle das Leben von Millionen Menschen erleichtern, die unter den Folgen von Konflikten, Unterdrückung und Waffengewalt litten, so der UN-Chef weiter. Leider habe es bisher auf der Konferenz nur "geringe Fortschritte" gegeben, räumte er ein. Auf der UN-Konferenz, die am Freitag zu Ende geht, verhandeln die UN-Mitgliedsstaaten über einen internationalen Vertrag, der den Handel mit Waffen weltweit reguliert und begrenzt. Zwar haben sich die Vereinten Nationen schon 2006 prinzipiell für einen solchen Vertrag ausgesprochen. Damit er in Kraft treten kann, müssen ihn am Ende aber alle UN-Mitglieder unterstützen. Das macht die Verhandlungen schwierig.

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Das erste Quartal als börsennotiertes Unternehmen hat für Facebook mit einem dicken Verlust geendet. Unterm Strich verlor das soziale Netzwerk 157 Millionen Dollar oder 128 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Der Fehlbetrag war wegen Sonderausgaben im Zusammenhang mit dem Börsendebüt im Mai allerdings erwartet worden. Im Vorjahreszeitraum hatte Facebook noch 240 Millionen Dollar verdient. Die Aktie des weltgrößten sozialen Netzwerks stürzte nach Vorlage der Quartalszahlen auf ein neues Rekordtief. Das Papier wurde nachbörslich mehr als elf Prozent tiefer bei rund 24 Dollar gehandelt. Dennoch hielt der Zustrom bei den Mitgliedern an: Ende Juni hatte Facebook 955 Millionen monatliche Nutzer nach 901 Millionen Ende März. Darüber hinaus stiegen die Werbeeinnahmen um 28 Prozent auf 992 Millionen Dollar. Insgesamt kam Facebook so auf einen Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar und damit 32 Prozent mehr als vor einem Jahr.

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Toyota hat sich im ersten Halbjahr 2012 die Stellung als größter Autohersteller der Welt zurückerobert. Mit 4,97 Millionen verkauften Fahrzeugen lag der japanische Konzern wieder deutlich vor seinem US-Konkurrenten General Motors, der 4,67 Millionen Autos absetzte. Toyota konnte sich damit schnell von den Auswirkungen des schweren Erdbebens im vergangenen Jahr erholen. Auf Platz 3 folgt Volkswagen mit 4,64 Millionen Fahrzeugen. Der Wolfsburger Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2018 der weltgrößte Hersteller zu werden.

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