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Nachrichten

27.06.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Vor dem EU-Gipfel in Brüssel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel einer gemeinschaftlichen Haftung für Schulden europäischer Staaten abermals eine deutliche Absage erteilt. Solange sie lebe werde es eine gesamtschuldnerische Haftung nicht geben, sagte sie in einer Fraktionssitzung des Koalitionspartners FDP. Auch Bundesbankpräsident Jens Weidmann warnte vor einer raschen Einführung der gemeinschaftlichen Schuldverschreibungen. Der Versuch, den letzten Schritt einer vertieften Integration zuerst zu machen und die anderen zu unterlassen, gefährde die Währungsunion, sagte er der "Süddeutschen Zeitung". - EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, Kommissionspräsident José Manuel Barroso, EZB-Präsident Mario Draghi und Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hatten sich zuvor für ein engeres europäisches Zusammengehen in der Finanzpolitik ausgesprochen. Sie forderten unter anderem eine gemeinsame Einlagensicherung. Die Vorschläge sollen ab Donnerstag auf dem EU-Gipfel diskutiert werden.

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Spanien gerät im Kampf gegen sein Haushaltsdefizit zunehmend in Verzug. Wie das Madrider Finanzministerium mitteilte, betrug die Neuverschuldung der spanischen Regierung in den ersten fünf Monaten 2012 fast soviel, wie eigentlich für das gesamte Jahr vorgesehen war. Demnach lag das Haushaltsdefizit bei 3,4 Prozent der Wirtschaftsleistung und damit nur knapp unter der Vorgabe der EU von 3,5 Prozent für das Gesamtjahr. Spanien hat EU-Hilfen für seinen maroden Bankensektor beantragt und gerät an den Finanzmärkten immer stärker unter Druck, weil das Land deutlich höhere Zinsen bezahlen muss, um sich frisches Geld zu besorgen. Am Montag wertete die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit von 28 spanischen Banken teils massiv ab.

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Bei einem Angriff auf einen regierungsnahen Fernsehsender in Syrien sind nach Angaben des dortigen Staatsfernsehens drei Menschen getötet worden. Bewaffnete hätten die Studios des Satelliten-Senders Al-Ichbarija gestürmt. Die Nachrichtenredaktion und zahlreiche Büros seien zerstört worden. Die Angreifer hätten auch Sprengstoff eingesetzt. Wie die drei Fernsehmitarbeiter ums Leben kamen blieb zunächst unklar. Zuvor hatte Syriens Präsident Baschar al-Assad nochmals von einem "Kriegszustand" in seinem Land gesprochen. Sein Kabinett wies er an, die gesamte Politik in den - so wörtlich - "Dienst des Sieges" zu stellen. - Syriens Präsident Baschar al-Assad lässt seit März 2011 eine Protestbewegung blutig niederschlagen. Menschenrechtsaktivisten zufolge wurden seither mehr als 15.000 Menschen getötet.

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Knapp eine Woche nach dem Untergang eines Flüchtlingsbootes zwischen Indonesien und Australien ist an fast gleicher Stelle nochmals ein Boot verunglückt. An Bord seien vermutlich 150 Menschen gewesen, berichteten australische Medien unter Berufung auf die Seesicherheitsbehörde. Zwei Handelsschiffe seien den Ertrinkenden zur Hilfe geeilt - nördlich der zu Australien gehörenden Weihnachtsinsel. Vergangenen Donnerstag war ein überfülltes Flüchtlingsboot mit 200 Menschen dort gesunken. Nur 110 konnten gerettet werden. - Jedes Jahr versuchen Tausende Menschen, mit Booten illegal nach Australien zu gelangen. Die Küstenwache versucht, sie abzufangen. Sie unterhält auf der Weihnachtsinsel ein Auffanglager.

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Die amerikanische Regisseurin und Autorin Nora Ephron, die Komödien wie "Harry und Sally" und "Schlaflos in Seattle" ins Kino brachte, ist tot. Nach US-Medienberichten starb Ephron in einem Krankenhaus in New York. Der Sender ABC News berichtet unter Berufung auf Freunde, dass die 71-Jährige an Leukämie litt. Ephron war als Spezialistin für romantische Komödien bekannt geworden.

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