1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

27.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

***

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao wird an diesem Montag mit mehreren Ministern zu einem zweitägigen Besuch in Deutschland erwartet. Dabei finden in Berlin deutsch-chinesische Regierungskonsultationen statt. Es ist das erste Mal, dass China mit einem anderen Land eine gemeinsame Kabinettssitzung abhält. Bei den Gesprächen, an denen mehr als 20 Minister beider Seiten teilnehmen, soll vor allem über die politische, wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit beraten werden. Deutschland ist Chinas wichtigster Handelspartner in Europa. Die Bundesregierung will aber auch das Thema Menschenrechte ansprechen. Außenminister Guido Westerwelle kündigte an, er wolle den chinesischen Gästen verdeutlichen, wie wichtig der Bundesrepublik die Meinungs- und Pressefreiheit und die Achtung der Menschenrechte sind. - In China waren in den letzten Tagen zwei bekannte Regierungskritiker aus der Haft entlassen worden, der Bürgerrechtler Hu Jia und der Künstler Ai Weiwei.

***

Die avisierte Steuersenkung der schwarz-gelben Regierung stößt in der SPD weiter auf starke Ablehnung. Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sieht darin eine Wahlhilfe für die FDP und bezeichnete das Vorhaben als "dreist". In der "Bild"-Zeitung sagte er, die Koalition wolle mit neuen Milliarden-Schulden eine Mini-Steuerreform finanzieren. Unionsfraktionschef Volker Kauder betonte in einem Fernsehinterview, bisher seien in der Koalition weder Größenordnung noch Zeitpunkt der geplanten Erleichterungen vereinbart worden. Zuversichtlich zeigte Kauder sich jedoch, die so genannte kalte Progression noch in dieser Legislaturperiode abzuschaffen. Dabei werden Lohnzuwächse durch höhere Einkommensteuersätze zum großen Teil wieder aufgezehrt.

***

Vor dem UN-Sondertribunal in Kambodscha hat der zweite Prozess gegen Verantwortliche der Roten Khmer begonnen. Mehr als 30 Jahre nach dem Ende des Regimes müssen sich Ex-Staatschef Khieu Samphan sowie der Chef-Ideologe der Bewegung, der Außenminister und die Sozialministerin vor dem Gericht verantworten. Ihnen werden Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord in dem südostasiatischen Land in den Jahren 1975 bis 1879 vorgeworfen. Schätzungsweise zwei Millionen Menschen, knapp ein Viertel der Gesamtbevölkerung, kamen damals durch Erschöpfung, Hunger, Krankheit, Folter und Hinrichtungen ums Leben. Die Roten Khmer hatten versucht, das Land zu einem kommunistischen Bauernstaat zu machen und sämtliche Stadtbewohner zur Landarbeit gezwungen. Im vergangenen Jahr war in einem ersten Prozess der einstige Folterchef zu 35 Jahren Haft verurteilt worden.

***

Bei einem Anschlag im Nordosten Nigerias sind nach Polizei-Angaben mindestens 25 Menschen getötet worden, zahlreiche Personen wurden verletzt. Ziel des Anschlags am Sonntagabend war eine überfüllte Gaststätte in der Stadt Maiduguri. Augenzeugen berichteten, die Attentäter hätten auf die Besucher geschossen und Sprengsätze geworfen. Das Militär machte die islamistische Sekte Boko Haram für den Anschlag verantwortlich. Sie hatte 2009 im muslimisch geprägten Norden Nigerias einen Aufstand entfacht, der von Polizei und Armee niedergeschlagen wurde. Dabei waren mehrere hundert Menschen ums Leben gekommen.

***

Im Jemen hat der Sohn des umstrittenen Staatspräsidenten Ali Abdullah Saleh seine Bereitschaft signalisiert, mit der Opposition zu verhandeln. Er unterstütze die Bemühungen, eine Lösung für die gegenwärtige Krise zu finden, erklärte Ahmed Saleh. Er ist Befehlshaber der Republikanischen Garde, die maßgeblich an der Niederschlagung von Protesten der Demokratiebewegung im Jemen beteiligt war. Dabei sollen seit Januar mehr als 200 Menschen getötet worden sein. Präsident Ali Abdullah Saleh befindet sich seit Anfang Juni zur medizinischen Behandlung in Saudi-Arabien, nachdem er bei einem Anschlag verletzt worden war.

***

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonne und hochsommerlich warm. Die Temperaturen steigen auf Maximalwerte zwischen 26 und 35 Grad. Die weiteren Aussichten: Auch am Dienstag wird es wieder sonnig und sehr warm. Im Tagesverlauf steigt die Gewitterneigung. Im Westen und Südwesten werden teils heftige Gewitter erwartet. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 24 und 36 Grad.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema