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Nachrichten

27.05.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:09

Nachrichten von Dienstag, 27. Mai 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Nach dem Erfolg des rechtsextremen Front National (FN) in Frankreich setzt die angeschlagene Regierung auf Durchhalteparolen. "Europa kann ohne Frankreich nicht vorankommen", kommentierte Staatschef François Hollande in einer Fernsehansprache zum Wahlsieg des EU- und Euro-feindlichen FN. Es brauche nun Kontinuität, Hartnäckigkeit und Mut, um auf dem eingeschlagenen Reformweg für mehr Arbeit und Wachstum voranzukommen. Bei der Europawahl hatte der rechtsextreme Front National 24,9 Prozent erzielt (2009: 6,3%). Die Partei lag damit erstmals bei einer nationalen Wahl vorn. Die konservative UMP wurde mit 20,8 Prozent zweitstärkste Kraft. Die Sozialisten von Präsident Hollande landeten abgeschlagen bei knapp 14 Prozent.

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Einen Tag nach der Präsidentenwahl in der Ukraine haben die Streitkräfte im Osten des Landes eine neue "Anti-Terror-Operation" begonnen. In der Stadt Donezk sollen nach inoffiziellen Angaben von Separatisten mindestens 35 Menschen getötet worden sein. Ein Lastwagen mit verletzten Kämpfern sei von regierungstreuen Truppen beschossen worden, teilte Separatisten-Anführer Pawel Gubarew mit. Der selbst ernannte Gouverneur der nicht anerkannten "Volksrepublik Donezk" sprach von 15 Verletzten. Die Gesundheitsbehörden bestätigten lediglich, dass es Tote und Verletzte bei Kämpfen in der Millionenstadt gegeben habe. Der am Sonntag gewählte neue prowestliche Präsident Petro Poroschenko bezeichnete die Separatisten als Banditen und Terroristen, mit denen man nicht verhandele. In der Industrieregion, in der viele Russischstämmige leben, haben Separatisten mehrere "Volksrepubliken" ausgerufen.

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Die nigerianische Armee hat nach eigenen Angaben Informationen über den Aufenthaltsort der über 200 verschleppten Schülerinnen. "Die gute Nachricht für die Mädchen ist, dass wir wissen, wo sie sind", sagte Armeechef Alex Badeh. Allerdings könne das Militär nichts über den Ort verraten. Der Sucheinsatz sei ein "Militärgeheimnis". Klar sei aber, dass es keine gewaltsame Befreiungsaktion geben dürfe, das Leben der Entführten müsse geschützt werden. Die Mädchen waren Mitte April in Chibok im Nordosten des Landes von der Islamistengruppe Boko Haram verschleppt worden, noch immer sind mehr als 220 von ihnen in ihrer Gewalt. International war die Massenentführung verurteilt worden, mittlerweile erhält Nigeria unter anderem militärische Unterstützung aus den USA.

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Begleitet von strengen Sicherheitsvorkehrungen wird in Ägypten die Präsidentenwahl fortgesetzt. Die zweitägige Abstimmung endet am Dienstagabend. Klarer Favorit ist der frühere Armeechef Abdel Fattah al-Sissi. Sein einziger Gegenkandidat ist Hamdin Sabahi aus dem linken politischen Lager, der aber als chancenlos gilt. Drei Jahre nach der Revolution gegen den Autokraten Hosni Mubarak greift das Militär damit nach dem höchsten politischen Amt des nordafrikanischen Landes am Nil. Die verbotene Muslimbruderschaft des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi hat zu einem Wahlboykott aufgerufen. Der erste Wahltag verlief weitgehend ruhig.

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Fünf Tage nach dem blutigen Anschlag mit 43 Toten in Chinas Unruheregion Xinjiang hat die Polizei nach eigenen Angaben eine Terrorzelle ausgehoben. In Hotan im Süden der von Uiguren bewohnten Provinz beschlagnahmte die Polizei 1,8 Tonnen Sprengstoff und nahm fünf Verdächtige fest, teilte die Regionalregierung mit. Die Gruppe habe einen ähnlichen Anschlag wie in der Regionshauptstadt Ürümqi geplant, bei dem vergangene Woche Attentäter Autos in einen Straßenmarkt gesteuert und Bomben in die Passanten geschleudert hatten. Wegen der Spannungen zwischen der muslimischen Minderheit der Uiguren und den Han-Chinesen gilt die Region Xinjiang schon lange als Konfliktherd. Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen. Das muslimische Turkvolk fühlt sich wirtschaftlich, politisch und kulturell von den herrschenden Han-Chinesen unterdrückt.

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Vietnam hat China vorgeworfen, im Südchinesischen Meer ein Fischerboot gerammt und versenkt zu haben. Die zehn Fischer seien in Sicherheit, sagte ein Vertreter der vietnamesischen Küstenwache. Der Vorfall ereignete sich in einem Gebiet, das beide Länder beanspruchen. Der Konflikt hatte sich Anfang Mai zugespitzt, als Peking eine Öl-Plattform vor der vietnamesischen Küste installiert hatte. Anschließend war es in Vietnam zu Ausschreitungen gegenüber Chinesen gekommen.

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