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Nachrichten

27.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In einer gemeinsamen Erklärung haben UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und der internationale Syrien-Beauftragte Kofi Annan auf das Blutbad im syrischen Hula reagiert. Der Angriff der Armee sei "eine krasse Verletzung des Völkerrechts und der von der syrischen Regierung gegebenen Zusage, auf den Einsatz schwerer Waffen in Städten und auf sämtliche Gewalt zu verzichten", so Ban und Annan. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Nach Angaben der UN-Beobachtermission in Syrien wurde die Stadt Hula am Samstag mit Kanonen und Raketenwerfern beschossen. Mindestens 92 Menschen wurden getötet, darunter 32 Kinder unter zehn Jahren. Auch das Weiße Haus, Bundesaußenminister Guido Westerwelle und die Arabische Liga verurteilten die Tat.

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Bei Bombenexplosionen sind im Süden Afghanistans mindestens vier NATO-Soldaten getötet worden. Die Schutztruppe ISAF teilte mit, die Soldaten seien Sprengfallen zum Opfer gefallen. Sie machte keine Angaben zur Herkunft der Soldaten. Das Verteidigungsministerium in London teilte mit, in der Provinz Helmand sei ein britischer Soldat zu Tode gekommen. Das Innenministerium in Kabul erklärte, dass bei Gefechten in vier Ostprovinzen sechs Aufständische getötet worden seien. Drei Rebellen starben, als ihre Sprengfallen in den Provinzen Helmand und Kandahar vorzeitig hochgingen. Am Samstag hatte das afghanische Parlament das Abkommen über eine strategische Partnerschaft mit den USA gebilligt. Die Präsidenten Barack Obama und Hamid Karsai hatten das Papier bereits Anfang Mai unterzeichnet. Der Vertrag regelt die Kooperation beider Länder nach dem geplanten Abzug der internationalen Truppen im Jahr 2014 für zehn Jahre.

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Der Bruder des chinesischen Bürgerrechtlers Chen Guangcheng ist nach Angaben eines Anwalts in sein Heimatdorf im Osten Chinas zurückgekehrt. Der Anwalt Ding Xikui erklärte, ein Freund von Chen Guangfu habe ihm mitgeteilt, dass dieser wieder in dem Dorf Dongshigu sei. Unklar ist, ob Chens älterer Bruder freiwillig zurückkam oder dazu gezwungen wurde. Chen Guangfu war Anfang der Woche aus dem Dorf nach Peking geflohen, um mit einem Anwalt über den Fall seines ältesten Sohnes zu beraten, der unter dem Vorwurf des versuchten Mordes in Haft sitzt. Der junge Mann hatte drei Beamte verletzt, die in das Haus der Familie eingedrungen waren, nachdem seinem Onkel die Flucht gelungen war. Der blinde Bürgerrechtler Chen Guangcheng war Ende April in die US-Botschaft in Peking geflüchtet. Am 19. Mai reiste er mit seiner Familie in die USA aus. Nach seiner Flucht äußerte er mehrmals Sorgen um die Sicherheit seiner Angehörigen.

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Nach ihrem Sieg im Norden Malis haben sich die Tuareg-Rebellen mit ihren Verbündeten, der radikal-islamischen Rebellengruppe Ansar Dine, auf die Bildung eines eigenen unabhängigen Staates geeinigt. Der Führer von Ansar Dine, Alghabass Ag Intalla, erklärte, eine entsprechende Vereinbarung sei am Samstagabend in der Stadt Gao unterzeichnet worden. Das Abkommen sehe vor, dass sich seine Bewegung mit den säkularen Tuareg-Rebellen vereinen wolle. Dafür solle in dem neuen Staat das islamische Recht gelten. Die Tuareg hatten für einen eigenen Staat namens Azawad gekämpft. Das islamische Recht hatte die säkulare Gruppierung bislang abgelehnt.

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Mit einem Festgottesdienst im Ratzeburger Dom und einem großen Bürgerfest wird an diesem Sonntag die Gründung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland gefeiert. Als prominentester Gast wird Bundespräsident Joachim Gauck erwartet. Es ist sein erster Besuch als Staatsoberhaupt in Schleswig-Holstein. In der Nordkirche schließen sich die nordelbische, die mecklenburgische und die pommersche Kirche zusammen. Es ist die erste Fusion von Landeskirchen der früheren DDR und der alten Bundesrepublik. Mit 2,3 Millionen Mitgliedern in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ist die Nordkirche die fünftgrößte unter den deutschen Landeskirchen. Juristisch ist die Fusion bereits um Mitternacht in Kraft getreten.

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Die Schwedin Loreen hat den diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) gewonnen. In der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku setzte sich die 28-jährige Sängerin mit ihrem Song "Euphoria" deutlich gegen ihre 25 Konkurrenten durch. Sie war schon vor dem Wettbewerb als Favoritin gehandelt worden. Zweiter wurden die ebenfalls zu den Favoriten gezählten Großmütter aus Russland, Platz drei ging an Serbien. Der deutsche Teilnehmer, der 21-jährige Roman Lob, kam mit seinem Lied "Standing Still" auf den achten Platz. Aserbaidschan war als Austragungsort des Eurovision Song Contest umstritten, weil das Land seit der Unabhängigkeit 1991 autoritär regiert wird.

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