1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

27.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Spaniens um zwei Stufen gesenkt. Es gebe erhebliche Risiken für das Wirtschaftswachstum und den Haushalt, teilten die Bonitätswächter in New York mit. S&P setzte den Ausblick auf negativ und senkte die Bewertung auf BBB-plus von zuvor A. Weiter hieß es, man glaube nicht, dass die Arbeitsmarktreformen in absehbarer Zeit neue Jobs schaffen würden. Spanien gilt seit längerem an den Finanzmärkten als Wackelkandidat. Die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy ist dennoch zuversichtlich, mit Einsparungen von mehr als 27 Milliarden Euro das Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf 5,3 Prozent reduzieren zu können. Ende 2011 lag es noch bei 8,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

***

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Kritik am europäischen Fiskalpakt zurückgewiesen. Die Vereinbarung für mehr Haushaltsdisziplin sei von 25 europäischen Regierungschefs unterzeichnet worden und "nicht neu verhandelbar", sagte sie in einem Interview mit der WAZ-Mediengruppe. Merkel reagierte damit auf Äußerungen des französischen Präsidentschaftskandidaten François Hollande. Der Sozialist hatte sich gegen Sparmaßnahmen um jeden Preis ausgesprochen und damit die Krisenpolitik des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und der deutschen Bundeskanzlerin kritisiert. Merkel sagte, sie werde mit jedem französischen Präsidenten "gut zusammenarbeiten". Nach einer neuen Umfrage liegt Hollande im Rennen um die französische Präsidentschaft deutlich vor Amtsinhaber Sarkozy. In Frankreich wird am 6. Mai ein neuer Präsident gewählt.

***

Drei Tage nach dem Rücktritt der Minderheitsregierung in den Niederlanden hat der amtierende Ministerpräsident Mark Rutte sein Sparpaket dennoch im Parlament durchgesetzt. Die Koalition aus Ruttes rechtsliberaler VVD-Partei und den Christdemokraten sicherte sich die Unterstützung dreier kleiner Oppositionsparteien. Rutte will 14 bis 16 Milliarden Euro einsparen, um das Staatsdefizit von derzeit 4,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts unter die von der EU festgesetzte Grenze von drei Prozent zu drücken. Die EU-Kommission hat den Niederlanden eine Frist bis zum 30. April gesetzt, um ein entsprechendes Sparkonzept vorzulegen. Um das Sparziel zu erreichen, soll die Mehrwertsteuer um zwei Prozentpunkte auf 21 Prozent erhöht werden. Laut Medienberichten sollen zudem die Abgaben auf Alkohol und Tabak steigen und die stufenweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre beschleunigt werden.

***

Die USA und Japan haben sich darauf geeinigt, die Zahl der Soldaten auf dem US-Militärstützpunkt Okinawa zu halbieren. Gemäß einer Vereinbarung sollen rund 9000 amerikanische Marineinfanteristen unter anderem nach Guam, Australien und Hawaii verlegt werden. Etwa 10.000 Marines sollen auf der japanischen Insel verbleiben. Auf Okinawa gibt es seit Jahren Proteste der Bevölkerung gegen die US-amerikanische Militärpräsenz, unter anderem wegen der Vergewaltigung einer Zwölfjährigen durch drei US-Soldaten im Jahre 1995. In Japan sind rund 47.000 US-Soldaten stationiert.

***

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) hat die sofortige Entsendung von Truppen nach Mali und Guinea-Bissau beschlossen, um dort die Übergangsphase nach den jeweiligen Militärputschs zu überwachen. Die Staatschefs forderten bei ihrem Sondergipfel in Abidjan in der Elfenbeinküste zudem die Putschisten zum vollständigen Rückzug auf. Das Militär in Mali hatte am 22. März den bisherigen Präsidenten Amadou Toumani Touré aus dem Amt geputscht und damit dem Vormarsch von Tuareg-Rebellen und Islamisten im Norden des Landes Vorschub geleistet. Vor zehn Tagen wurde in Mali Parlamentspräsident Dioncounda Traoré als Übergangs-Staatschef vereidigt. In Guinea-Bissau hatten Militärs am 12. April geputscht. Der Militärjunta stellte die ECOWAS ein Ultimatum von 72 Stunden, um die verfassungsmäßige Ordnung wiederherzustellen. Die bei dem Putsch Festgenommenen, darunter Ministerpräsident Carlos Gomes Junior und Übergangspräsident Raimundo Pereira, müssten sofort und bedingungslos freigelassen werden.

***

Die spanischen Clubs Atletico Madrid und Athletic Bilbao bestreiten das Endspiel der Fußball-Europa-League am 9. Mai in Bukarest. Atletico gewann nach dem 4:2 im Hinspiel das Halbfinal-Rückspiel beim Liga-Konkurrenten FC Valencia mit 1:0. Bilbao besiegte Sporting Lissabon mit 3:1. Das erste Duell hatten die Portugiesen noch mit 2:1 für sich entschieden.


 

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema