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Nachrichten

27.04.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Trotz anhaltend gewaltsamen Vorgehens der syrischen Sicherheitskräfte gegen Demonstranten hat sich die internationale Gemeinschaft bislang nicht auf eine gemeinsame Erklärung einigen können. Der UN-Sicherheitsrat beriet zwar über die heikle Situation, vertagte jedoch weitere Gespräche auf heute. Der Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte in New York den Einsatz von Panzern und Scharfschützen gegen friedliche Demonstranten, wodurch hunderte Menschen getötet und verletzt worden seien. Ein internationales Eingreifen wie in Libyen halten Großbritannien und die USA derzeit nicht für möglich. Der amerikanische Verteidigungsminister Robert Gates sagte nach einem Treffen mit seinem britischen Kollegen Liam Fox in Washington, zwar sollten Menschenrechte und Demokratie für alle Länder gelten, ein ausländisches Eingreifen müsse jedoch auf jedes Land zugeschnitten werden.

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Die Nato wird ihre Luftangriffe auf Ziele in Libyen verstärken. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Mitarbeiter der US-Regierung. Demnach sollen vor allem Paläste, Hauptquartiere und Kommandozentralen ins Visier genommen werden, die der libysche Machthaber Muammar el Gaddafi nutze. US-Verteidigungsminister Robert Gates bezeichnete dessen militärische Kommandozentralen als legitime Ziele von Luftangriffen der USA und der NATO. Die Attacken der alliierten Streitkräfte zielten dabei nicht speziell auf die Person des libyschen Machthabers, sagte er. NATO-Bomben hatten zuletzt Gaddafis Militär-Komplex Bab el Asisija in Tripolis getroffen und teilweise schwer beschädigt.

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Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière rechnet derzeit nicht mit einem humanitären Einsatz der Bundeswehr in Libyen. Da sowohl die Truppen von Machthaber Muammar el Gaddafi als auch die Rebellen Hilfslieferungen passieren ließen, erwarte er keine entsprechende Anfrage der Vereinten Nationen, sagte de Maizière zum Auftakt eines dreitägigen USA-Besuches. In New York will er mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zusammenkommen. Vor dem Treffen verlangte der CDU-Politiker ein Ende der Diskussion über die Enthaltung Deutschlands bei der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über den Militäreinsatz in Libyen. Die SPD-Opposition forderte de Maizière dagegen auf, sich in den USA darum zu bemühen, dass keine weitere politische Verstimmung entstehe.

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Im Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha sind die Gespräche über eine Waffenruhe vorerst geplatzt. Die Verteidigungsminister beider Seiten hatten sich dazu in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh treffen wollen. Aus dem thailändischen Bangkok verlautete, die Reise von Minister Prawit Wongsuwon sei aus Ärger über die Medienberichterstattung im Nachbarland abgesagt worden. Die vor sechs Tagen aufgeflammten Kämpfe in einer Urwaldregion nahe zweier umstrittener Hindu-Tempel gehen unterdessen weiter. Mindestens 13 Soldaten sind bislang getötet und mehr als 50 verletzt worden.

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Die Exil-Tibeter werden politisch künftig von einem Juristen aus Harvard angeführt: Der 42-Jährige Völkerrechtler, Lobsang Sangay gewann die Wahl zum neuen Premierminister nach Angaben der Wahlkommission im nordindischen Dharamsala mit 55 Prozent der Stimmen. Etwas mehr als 49.000 der knapp 85.000 Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Das Oberhaupt der Tibeter und Friedensnobelpreisträger der Dalai Lama will seine politischen Aufgaben abgeben, seine Rolle als geistlicher Führer aber beibehalten. Die Macht der Exilregierung ist weitgehend auf die Verwaltung der tibetischen Gemeinde in Indien beschränkt. Trotz weltweiter Sympathien für den Dalai Lama hat sie weltweit bisher kein Staat anerkannt.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In Küstennähe und im Nordwesten längere Zeit heiter und meist trocken. Sonst überwiegend stark bewölkt, gebietsweise schauerartiger Regen oder Gewitter. Höchstwerte 14 bis 21 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag teils aufgelockert, teils stark bewölkt. Gebietsweise Regen oder Gewitter. Am freundlichsten im Nordosten. Tagestemperaturen 13 bis 23 Grad.

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