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Nachrichten

27.03.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:01

Nachrichten von Donnerstag, 27. März 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Angesichts der anhaltenden Spannungen mit Russland rücken EU und USA enger zusammen. US-Präsident Barack Obama warb bei seinem ersten Besuch der Brüsseler EU-Institutionen am Mittwoch dafür, die Zusammenarbeit zu stärken und sich auf die gemeinsamen Werte zu besinnen. Moskau werde es nicht gelingen, einen Keil zwischen die USA und die EU zu treiben, betonte der US-Präsident. Letztendlich gehe es darum, dass Menschen und Nationen selbst über ihr Schicksal entscheiden könnten. Und das stehe in Europa mit dem Ukraine-Konflikt gerade auf dem Prüfstand, erklärte Obama bei einer Grundsatzrede in Brüssel. Man dürfe Russland nicht erlauben, seine politischen Ziele gegenüber seinen Nachbarn durch "brutale Gewalt" durchzusetzen. Nach dem Treffen in Brüssel betonten beide Seiten, dass eine drastische Ausweitung der Sanktionen bevorstehe, sollte Russland weiter vorrücken und tiefer in die Ukraine eindringen.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Südkorea Unterstützung bei der von Seoul angestrebten Wiedervereinigung mit dem Norden zugesagt. Es sei ein Stück weit deutsche Pflicht, andere Länder dabei zu unterstützen, wieder ihre nationale Einheit zu erlangen, sagte Merkel bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Südkoreas Präsidentin Park Geun-Hye in Berlin. Park nannte die deutsche Einheit ein Vorbild für eine friedliche Wiedervereinigung Koreas. Mit Berlin sei ein Austausch über außenpolitische Aspekte einer Wiedervereinigung vereinbart worden. Das kommunistische Nordkorea riefen Merkel und Park zum Verzicht auf sein Atomprogramm auf.

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Wegen eines Streiks ist der Verkehr an deutschen Flughäfen lahm gelegt. Am größten Flughafen in Frankfurt am Main wurden allein von der Lufthansa hunderte Flüge gestrichen. Auch in München, Düsseldorf, Hamburg, Köln/Bonn, Stuttgart und Hannover soll gestreikt werden. Vor allem innerdeutsche und europäische Verbindungen fallen aus, aber auch Langstreckenflüge sind betroffen. Darüber hinaus sind in zahlreichen Bundesländern erneut mehrere zehntausend Beschäftigte in fast allen Bereichen des öffentlichen Dienstes zu Streiks aufgerufen. Die Gewerkschaften fordern für die 2,1 Millionen Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst ein monatliches Lohnplus von 100 Euro sowie eine Gehaltssteigerung von 3,5 Prozent.

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Der ägyptische Verteidigungsminister Abdel Fattah al-Sisi hat seine lange erwartete Kandidatur für das Präsidentenamt jetzt offiziell angekündigt. Um die Vorgaben der Verfassung zu erfüllen, gab er dafür seine Ämter als Armeechef, Verteidigungsminister und Vize-Ministerpräsident auf. Beobachter rechnen mit einem Sieg Al-Sisis bei der Präsidentschaftswahl. Ein Wahltermin steht noch nicht fest. Al-Sisi galt bislang als "starker Mann" der Regierung. Er hatte beim Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Juli 2013 und bei der anschließenden Installierung einer Übergangsregierung eine entscheidende Rolle gespielt.

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Der als "Kim Dotcom" bekannte und von den USA gesuchte deutsche Internet-Unternehmer Kim Schmitz hat in Neuseeland eine eigene Partei gegründet. Er will damit bei der für September geplanten Parlamentswahl antreten. Seine Partei trete ein für eine "freie und faire" Gesellschaft sowie die Freiheit im Internet, erklärte der in Deutschland geborene 40-Jährige in Wellington. Schmitz ist eine der schillerndsten Figuren der Internet-Szene. In den USA wird ihm vorgeworfen, mit der Tauschbörse Megaupload die Film- und Musik-Branche um eine halbe Milliarde Dollar geschädigt zu haben. Seit Jahren wehrt sich Kim gegen seine Auslieferung. Gegen Kaution befindet er sich in Neuseeland auf freiem Fuß.

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Amnesty International beklagt in einer neuen Statistik für das Jahr 2013 einen alarmierenden Anstieg der weltweit vollstreckten, offiziell registrierten Todesstrafen. Die Zahl der Hinrichtungen sei im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr von 682 auf mindestens 778 gestiegen, teilte die Menschenrechtsorganisation in Berlin mit. Die neue Statistik umfasst allerdings nicht Exekutionen in China, da die Führung in Peking die Zahl als Staatsgeheimnis unter Verschluss hält. Amnesty geht davon aus, dass alleine in der Volksrepublik jährlich Tausende Menschen hingerichtet werden, also mehr Personen als in allen anderen Staaten zusammen. Auch aus Nordkorea gibt es keinerlei verlässliche Zahlen. Im Iran wurden laut Amnesty 369 Menschen hingerichtet, im Irak 169. In Saudi-Arabien wurden 79 Todesurteile vollstreckt, in den USA 39 und in Somalia mindestens 34.

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