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Nachrichten

27.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die internationale Gemeinschaft will mehr tun, um Nuklearmaterial auf der Welt zu sichern und Missbrauch dieser Substanzen durch Terroristen zu verhindern. US-Präsident Barack Obama warnte bei einem Gipfeltreffen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul vor einer anhaltenden Gefahr durch nuklearen Terrorismus. Es gebe immer noch Nuklearmaterialien, die in die Hände von Terroristen gelangen und das Leben Tausender Menschen gefährden könnten. Außenminister Guido Westerwelle warb dafür, nicht nur atomwaffenfähiges Material in den Blick zu nehmen, sondern auch zivil genutzte Substanzen aus Medizin und Forschung besser zu sichern. Noch an diesem Dienstag wollen die Staats- und Regierungschefs aus mehr als 50 Ländern eine entsprechende Erklärung verabschieden.

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Papst Benedikt XVI. ist in Kuba eingetroffen. Das kommunistische Land ist nach Mexiko die zweite und letzte Station seiner Lateinamerikareise. Benedikt wurde von Staatsoberhaupt Raúl Castro auf dem Flughafen von Santiago de Cuba begrüßt. In einer Ansprache forderte der Papst mehr Gestaltungsmöglichkeiten für die katholische Kirche im Land. Bei einer Messe vor rund 200.000 Teilnehmern rief er die Kubaner anschließend zum Aufbau einer neuen Gesellschaft auf. Diese solle "besser und menschenwürdiger sein". An diesem Dienstag ist in der Hauptstadt Havanna ein Gespräch Benedikts mit Staatschef Raúl Castro geplant. Auch mit dessen Vorgänger und Bruder Fidel will der Papst nach Möglichkeit reden. Mit Vertretern der Opposition trifft Benedikt nicht zusammen. Die Führung Kubas soll in den vergangenen Tagen mehr als 150 Regierungsgegner festgenommen haben.

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Bundespräsident Joachim Gauck setzt seinen Besuch in Polen fort. Auf seinem Programm stehen unter anderem Gespräche mit Staatsoberhaupt Bronislaw Komorowski und Regierungschef Donald Tusk. Gauck war am Montagabend in der Hauptstadt Warschau eingetroffen. Bei der Begrüßung im Präsidentenpalast sagte er, der Aufenthalt in Polen sei für ihn eine "Herzenssache". Schon zuvor hatte er betont, dass es ihm ein besonderes Anliegen sei, dem Land den ersten Auslandsbesuch nach seiner Wahl zum Präsidenten abzustatten. Begleitet wird Gauck von seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt.

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Im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes sind jetzt auch die großen deutschen Flughäfen von Warnstreiks betroffen. In Köln/Bonn legten nach Mitternacht die ersten Beschäftigten die Arbeit nieder, um fünf Uhr schlossen sich Mitarbeiter der Flugabfertigung in Frankfurt am Main an. Auch an den Flughäfen in Düsseldorf, Hannover, Stuttgart und München traten die Beschäftigten in den Ausstand. Passagiere müssen sich daher überall auf Beeinträchtigungen einstellen. Die Fluggesellschaften haben bereits hunderte Verbindungen gestrichen. Die Gewerkschaften fordern im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes eine Einkommenssteigerung von 6,5 Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr im Monat. Speziell für die Beschäftigten an den Flughäfen wollen sie eine Zulage in Höhe von 90 Euro im Monat durchsetzen, mit der die in den vergangenen Jahren gestiegenen Anforderungen und Belastungen durch verschärfte Sicherheitsmaßnahmen ausgeglichen werden sollen. Die Tarifverhandlungen sollen am Mittwoch in Potsdam in die nächste Runde gehen.

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Die französische Justiz hat ein Ermittlungsverfahren gegen den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wegen seiner Beteiligung an illegalen Sex-Partys in Lille eingeleitet. Sein Anwalt sagte nach der mehrstündigen Vernehmung durch den Ermittlungsrichter, sein Mandant werde der Zuhälterei und der Beteiligung an einer organisierten Bande beschuldigt. Strauss-Kahn bestreitet die Vorwürfe. Gegen eine Kaution von 100.000 Euro sei Strauss-Kahn auf freien Fuß gesetzt worden, teilte ein Vertreter der französischen Justiz mit. Es sei ihm untersagt, Kontakt zu den anderen Angeklagten in dem Fall aufzunehmen, hieß es weiter.

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