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Nachrichten

27.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Wegen technischer Probleme stehen heute nur die langsam gesprochenen Nachrichten zur Verfügung. Die Nachrichten im originalen Tempo entfallen leider.

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Eine Woche nach Beginn der Luftangriffe der westlichen Koalition auf die Truppen des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi sind die Aufständischen gegen das Regime auf dem Vormarsch. Nach der Rückeroberung der strategisch wichtigen Stadt Adschdabija brachten die Rebellen am Sonntag mit alliierter Luftunterstützung auch den weiter westlich gelegenen Ölhafen Brega wieder unter ihre Kontrolle. Die Fernsehsender BBC und Al Dschasira zeigten Bilder von zerstörten Panzern, die von Kampfflugzeugen außer Gefecht gesetzt worden waren. Oft hätten die Gaddafi-Truppen ihre Fahrzeuge auch stehen gelassen und seien geflohen, hieß es in den Fernsehberichten. Vor Beginn der Luftangriffe hatten Gaddafis Streitkräfte die Aufständischen bis zu deren Hochburg Bengasi im Osten Libyens zurückgedrängt.

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Papst Benedikt XVI. hat eine Ende der Kämpfe in Libyen und eine diplomatische Lösung des Konflikts gefordert. Angesichts der immer dramatischer werdenden Lage sei er vor allem um die Sicherheit und die Unversehrtheit der Zivilbevölkerung besorgt, sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche vor mehreren tausend Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom. Die internationalen Organisationen sowie alle Verantwortlichen auf politischer und militärischer Ebene müssten deshalb unverzüglich einen Dialog einleiten, um die Gewalt zu beenden, erklärte Benedikt XVI.

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Einen Tag nach den blutigen Zusammenstößen in der syrischen Hafenstadt Latakia versucht die Polizei, neue Proteste und einen angekündigten Generalstreik zu verhindern. Sicherheitskräfte riegelten zentrale Viertel ab, Soldaten patroullieren in der Stadt. Aktivisten der syrischen Bürgerrechtsbewegung hatten zu einem Generalstreik aufgerufen - als Reaktion auf die blutige Unterdrückung einer Protestkundgebung. Nach Oppositionsangaben sollen am Samstag bis zu sieben Menschen getötet worden sein. Dagegen behauptet das syrische Staatsfernsehen, Heckenschützen hätten auf Passanten gefeuert, um Unfrieden zu stiften. Das Regime von Präsident Baschar al-Assad sieht sich seit zwei Wochen Protesten von noch nie dagewesenem Ausmaß gegenüber. In den vergangenen Tagen wurden in Syrien viele Demonstranten getötet, genaue Zahlen gibt es nicht. Assad kündigte an, er werde sich in Kürze an die Nation wenden und Reformen zusagen. Die Nachrichtenagentur AFP meldet, die syrische Führung habe das das seit fast fünf Jahrzehnten geltende Notstandsgesetz aufgehoben.

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Die radioaktive Verseuchung um die Atomruine im japanischen Fukushima steigt immer weiter. In dem Kühlwasser aus Reaktor 2 wurde eine Radioaktivität gemessen, die rund zehn Millionen Mal höher liegt als der zulässige Wert. Möglicher Grund für diese extrem hohe Strahlenbelastung im Kühlwasser des Atomkraftwerkes ist ein undichter Reaktorkern. Die Techniker, die seit mehr als zwei Wochen verzweifelt versuchen, die Krisenmeiler zu reparieren, mussten fluchtartig abgezogen werden. Gestiegen ist auch die Radioaktivität in der Luft rund um das Kraftwerk. Gemessen wurde das Vierfache des Grenzwertes. Die japanische Regierung räumte ein, die Ursache für die steigende radioaktive Belastung sei noch nicht bekannt. Die Lage in dem durch das Erdbeben und den Tsunami beschädigten Kernkraftwerk habe sich aber teilweise stabilisiert.

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Der in Deutschland geplante Atomausstieg darf Wirtschaft und Klima nach Ansicht des Vorsitzenden der Ethik-Kommission zur sicheren Energieversorgung, Klaus Töpfer, nicht massiv belasten. Der ehemalige CDU-Umweltminister sagte der "Bild am Sonntag", Deutschland betrachte als bisher einziges Land die Kernenergie als auslaufende Technik. Überall sonst gelte sie dagegen noch als Zukunft. Deshalb, so Töpfer, sei es wichtig, dass der Ausstieg in Deutschland gelinge, ohne dass die Wirtschaft leide oder das Klima durch mehr Kohlendioxid-Ausstoß beeinträchtigt werde. Scheitere Deutschland damit, werde der Rest der Welt diesen Weg gar nicht erst beschreiten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich der Donau und im Süden Baden-Württembergs gebietsweise Regen, vereinzelt mit Blitz und Donner. In der Mitte bei einem Wechsel von Sonne und Wolken weitgehend trocken. Verbreitet heiter im Norden Deutschlands. Die Höchsttemperaturen reichen von fünf Grad auf Rügen bis 17 Grad im Breisgau.

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