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Nachrichten

27.02.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:04

Nachrichten von Freitag, 27. Februar 2015 – langsam gesprochen als MP3

Bundestag stimmt über griechisches Hilfsprogramm ab:

Der Bundestag stimmt an diesem Freitag über eine Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland um vier Monate ab. Eine breite Mehrheit gilt als sicher. Neben Union und SPD haben auch Linke und Grüne mehrheitlich Zustimmung signalisiert. Allerdings wächst die Kritik am Vorgehen der griechischen Regierung. Diese hatte erneut einen Schuldenschnitt ins Gespräch gebracht und damit einen Teil der jüngsten Vereinbarungen mit der Euro-Gruppe infrage gestellt. Griechenland und die Eurogruppe hatten sich nach langen Verhandlungen geeinigt, das Ende Februar auslaufende Programm bis Ende Juni zu verlängern. Bedingung dafür war eine Reformliste mit Maßnahmen wie Verkäufen von Staatseigentum und eine effizientere Steuererhebung. Bis Ende April sollen diese Vorhaben nun unter der Aufsicht von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds konkretisiert werden.

Schwere Ausschreitungen bei Demonstrationen in Athen:

In Athen ist es am Donnerstagabend am Rande der ersten Demonstration gegen die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras zu schweren Ausschreitungen gekommen. Zahlreiche Vermummte lieferten sich im Zentrum der griechischen Hauptstadt Auseinandersetzungen mit Bereitschaftspolizisten, schlugen Schaufenster ein, warfen Benzinbomben und setzten Autos in Brand. Zuvor hatten rund 450 linke Demonstranten friedlich gegen die Links/Rechts-Koalition von Tsipras protestiert. Tsipras war mit dem Wahlversprechen angetreten, das Rettungsprogramm aufzukündigen, das an Reformen und Sparmaßnahmen gekoppelt ist. Letztendlich einigte er sich aber doch mit den Euro-Partnern auf eine Verlängerung des Hilfsprogramms.

UNESCO beantragt wegen IS-Terror Sondersitzung:

Nach der Zerstörung von antiken Kulturschätzen im Nordirak durch die Terrorgruppe IS hat die Kulturorganisation UNESCO eine Krisensitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen beantragt. Dieser Angriff sei weit mehr als eine kulturelle Tragödie, erklärte die UNESCO-Direktorin Irina Bokova. In einem am Donnerstag veröffentlichten Video sind Extremisten des "Islamischen Staates" zu sehen, wie sie im Museum von Mossul und an der Grabungsstätte Ninive einzigartige Kulturgüter aus altorientalischer Zeit mit Vorschlaghämmern und Bohrern zerstören. Darunter ist eine assyrische Türhüterfigur, die mehr als 2600 Jahre alt ist. Experten bestätigten, dass es sich bei vielen der zerstörten Stücke um Originale handelt.

Bin-Laden-Vertrauter al-Fauwas schuldig gesprochen:

Ein US-Bundesgericht in New York hat einen Vertrauten des getöteten Al-Kaida-Führers Osama bin Laden für schuldig befunden. Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass der 52-jährige Saudi-Araber Chalid al-Fauwas an den Anschlägen auf zwei US-Botschaften in Ostafrika 1998 beteiligt war. Demnach war er Teil einer Verschwörung zur Tötung von US-Bürgern. Al-Fauwas droht lebenslange Haft. Das Strafmaß soll am 21. Mai festgelegt werden. Bei den Bombenanschlägen auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam waren mehr als 220 Menschen getötet und über 5000 weitere verletzt worden. Al-Fauwas soll bis zu seiner Festnahme im September 1998 den Londoner Ableger von Al-Kaida geführt haben. Er hatte in dem Prozess seine Unschuld beteuert.

US-Behörde beschließt neue Regeln zur Netzneutralität:

Die US-Regulierer haben die bislang schärfsten Vorschriften zur Sicherung eines gleichberechtigten Internet-Zugangs und zur Gleichbehandlung von Datenpaketen im Netz verhängt. Die zuständige Aufsichtsbehörde FCC stimmte für neue Regeln zur Stärkung der so genannten Netzneutralität. Die Einrichtung von kostenpflichtigen Überholspuren auf der Datenautobahn wurde ebenso verboten wie das gezielte Ausbremsen von Datenverkehr. Breitband-Dienste wurden stattdessen wie öffentliche Versorger eingestuft. Eine Bevorzugung einzelner Nutzer - etwa gegen Bezahlung - ist nicht erlaubt. Die Entscheidung der FCC dürfte auf wenig Gegenliebe bei den Anbietern stoßen. Mehrere Kabel- und Telekomfirmen haben bereits im Vorfeld mit Klagen gedroht. US-Präsident Barack Obama befürwortet dagegen die FCC-Entscheidung ausdrücklich.

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