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Nachrichten

27.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Kurz vor der russischen Präsidentenwahl wird über ein angeblich von ukrainischen und russischen Geheimdiensten vereiteltes Attentat auf Kandidat Wladimir Putin berichtet. Der vom Kreml kontrollierte TV-Sender Erster Kanal meldete ohne Angaben von Quellen, in der ukrainischen Schwarzmeerstadt Odessa seien zur internationalen Fahndung ausgeschriebene islamistische Terroristen gefasst worden, die einen Anschlag auf Putin vorbereitet hätten. Gezeigt wurden zwei festgenommene Männer. Sie hätten ausgesagt, dass sie im Auftrag des tschetschenischen Rebellenführers Doku Umarow handelten. Rebellenführer Umarow wurde in der Vergangenheit für mehrere blutige Anschläge in der russischen Hauptstadt verantwortlich gemacht. - Der Ex-Geheimdienstchef Putin will am 4. März nach 2000 und 2004 erneut zum Präsidenten gewählt werden.

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Bei einem Autobomben-Anschlag auf den Flughafen der ostafghanischen Stadt Dschalalabad sind mindestens neun Menschen getötet worden. Nach offiziellen Angaben der Provinz Nangarhar handelt es sich um sechs Zivilisten, zwei Wachmänner und einen Soldaten. Die Taliban erklärten, es handele sich um eine Vergeltungsaktion wegen der Koranverbrennung durch US-Soldaten. In Kundus wurden bei erneuten Protesten gegen die Koranverbrennungen zwei Menschen getötet, als eine Demonstration vor einem US-Stützpunkt in Gewalt umschlug. -- Als Reaktion auf die Eskalation der Gewalt in Afghanistan zieht die Bundesregierung ihre Berater in den afghanischen Ministerien ab. Es handelt sich um etwa 50 Personen. Sie sollen erst wieder ihre Arbeit aufnehmen, wenn die Tötung von zwei NATO-Beratern im Kabuler Innenministerium geklärt sei, so das Ministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Auch die NATO, Frankreich und Großbritannien zogen ihre Berater aus den Behörden zurück.

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Überschattet von neuer Gewalt ist in Syrien in einer umstrittenen Volksabstimmung über eine neue Verfassung abgestimmt worden. Mehr als 14 Millionen Bürger waren aufgerufen, über den Entwurf zu befinden, mit dem das Machtmonopol der seit fünf Jahrzehnten regierenden Baath-Partei beendet und die Amtszeit des Präsidenten auf zweimal sieben Jahre begrenzt werden soll. Nach Angaben von Aktivisten wurde die Abstimmung in weiten Teilen des Landes boykottiert. Selbst in der Hauptstadt Damaskus seien viele Wahllokale nur spärlich besucht gewesen. Ein Ergebnis steht noch aus. Die Opposition kritisiert vor allem, dass die Macht des Präsidenten kaum beschnitten werde. --Unterdessen gingen Regierungstruppen mit unverminderter Gewalt gegen die Opposition vor. Nach Angaben von Aktivisten lag ein Stadtteil der Oppositionshochburg Homs wieder unter Beschuss. Dabei seien mehrere Menschen getötet worden. Nach Angaben von Menschenrechtlern waren allein am Sonntag mindestens 30 Menschen bei Angriffen der Armee getötet worden.

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Der Bundestag stimmt an diesem Montag über das zweite Hilfspaket für Griechenland ab. Eine Zustimmung gilt als sicher, da auch SPD und Grüne bereits Zustimmung signalisiert haben. Mehrere Abgeordnete der schwarz-gelben Koalition wollen gegen das Paket stimmen. Es hat ein Volumen von 130 Milliarden Euro, die der Euro-Rettungsschirm EFSF bis 2014 in mehreren Tranchen auszahlen soll. Ziel ist es, mit den Nothilfen und einem scharfen Reform- und Sparprogramm den Schuldenstand Griechenlands bis 2020 auf 120,5 Prozent der Wirtschaftsleistung zu drücken. Derzeit sind es 160 Prozent. Bundeskanzlerin Angela Merkel will zu Beginn der Debatte die Notwendigkeit des Rettungspakets in einer Regierungserklärung erläutern.

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Der französische Stummfilm "The Artist" ist der beste Film des Jahres. Das Werk des französischen Regisseurs Michel Hazanavicius wurde in Hollywood mit dem Oscar ausgezeichnet, dem wichtigsten Kinopreis der Welt. Insgesamt vergab die amerikanische Filmkunst-Akademie fünf Preise an die Geschichte über einen Stummfilmstar, der an der Einführung des Tonfilms scheitert. Darunter war auch der Preis für den Hauptdarsteller Jean Dujardin. Der 39-Jährige gewann als erster Franzose überhaupt den Oscar als bester Schauspieler. Der Kanadier Christopher Plummer nahm mit 82 Jahren die Trophäe als bester Nebendarsteller in "Beginners" entgegen. Meryl Streep triumphierte als beste Hauptdarstellerin. Die 62-jährige US-Amerikanerin gewann den Oscar für ihre Rolle in dem Film "Die Eiserne Lady". Es ist der dritte Oscar für Streep. Beste Nebendarstellerin wurde Octavia Spencer für ihre Leistung in dem Rassendrama "The Help". Bester fremdsprachiger Film wurde die iranische Produktion "Nader und Simin - Eine Trennung". - Der Deutsche Wim Wenders war für seine Dokumentation "Pina" nominiert. Er ging wie der Hamburger Kurzfilmer Max Zähle leer aus.

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