27.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 27.01.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

27.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Samstag, 27. Januar 2018 – langsam gesprochen als MP3

Holocaust-Gedenktag: Außenminister Gabriel "gegen das Vergessen":

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel dazu aufgerufen, weltweit gegen Ausgrenzung, Hass und Antisemitismus einzutreten. Das sei der Auftrag, der aus dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus erwachse, sagte der Vizekanzler in Berlin. Kulturstaatsministerin Monika Grütters forderte mehr Aufklärung über den Nationalsozialismus angesichts der aktuellen antisemitischen und antiisraelischen Hetze in den Sozialen Medien und des Aufschwungs rechtspopulistischer Parteien. Der 27. Januar ist seit 1996 in Deutschland offizieller Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und seit 2005 Internationaler Holocaust-Gedenktag. An diesem Tag war im Jahr 1945 das Konzentrationslager Auschwitz von sowjetischen Soldaten befreit worden. Am Holocaust-Gedenktag wird an die sechs Millionen ermordeten Juden sowie an die ermordeten Sinti und Roma, Zwangsarbeiter, Menschen mit Behinderungen und alle anderen NS-Opfer erinnert.

 

Zahl der Fälle von sexueller Belästigung in der Bundeswehr drastisch gestiegen:

Die Zahl der Fälle von sexueller Belästigung in der Bundeswehr ist im vergangenen Jahr drastisch gestiegen. Einem Bericht der Funke Mediengruppe zufolge wurden 234 Sexualstraftaten gemeldet. Darunter seien auch 14 Fälle von Vergewaltigung oder versuchter Vergewaltigung. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte den Anstieg der Zahlen auch damit, dass sich die Sensibilität erhöht habe, dass Verdachtsfälle vermehrt und früher gemeldet und Altfälle neu aufgerollt würden. Die Erstmeldungen von Übergriffen beträfen die gesamte Bandbreite von Belästigungen, vom Berühren an der Schulter oder eines bekleideten Oberschenkels bis hin zu Vergewaltigung, so der Sprecher.

 

Grüne ändern für Robert Habeck die Satzung:

Die Grünen haben durch eine Satzungsänderung dem schleswig-holsteinischen Umweltminister Robert Habeck die Kandidatur für den Parteivorsitz ermöglicht. Künftig wird Mitgliedern des Bundesvorstands eine achtmonatige Übergangsfrist gewährt, in der sie zusätzlich noch auf Landes- oder Bundesebene als Minister oder Fraktionsvorsitzende tätig sein dürfen. Der über seine Partei hinaus populäre Habeck hatte sich diese Frist erbeten, weil er nach eigenen Worten noch wichtige Projekte in Schleswig-Holstein beenden wolle, ehe er sich ganz dem Bundesvorsitz seiner Partei widmen könne. Der 48-Jährige war federführend an der Bildung einer Jamaika-Koalition im Kieler Landtag beteiligt. Außer Habeck bewerben sich die niedersächsische Fraktionschefin Anja Piel und die brandenburgische Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock um die Nachfolge der bisherigen Vorsitzenden Simone Peter und Cem Özdemir. Die Abstimmung ist für Samstagvormittag geplant.

 

Tschechien wählt noch bis 14 Uhr:

In Tschechien sind die Wahllokale noch bis 14 Uhr geöffnet. Rund 8,4 Millionen Menschen sind aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Umfragen sagen ein äußerst knappes Rennen zwischen dem Amtsinhaber und entschiedenen Zuwanderungsgegner Milos Zeman und dem liberalen Chemieprofessor und Politikneuling Jiri Drahos voraus. Mit dem Wahlergebnis wird am späten Nachmittag gerechnet, vorher werden auch keine Hochrechnungen veröffentlicht.

 

US-Handelskommission kippt Strafzölle gegen Flugzeugbauer Bombardier:

Die US-Handelskommission hat die Strafzölle gegen den kanadischen Flugzeughersteller Bombardier für unzulässig erklärt. Das Gremium zur Kontrolle unfairer Praktiken im internationalen Handel votierte einstimmig dafür, die Zölle von 300 Prozent auf die sogenannte "CSeries" von Bombardier wieder abzuschaffen. Es liege keine unrechtmäßige Subventionierung der Maschinen durch die kanadische Regierung vor, so die Kommission. Der US-Konkurrent Boeing hatte Bombardier vorgeworfen, die "CSeries" für rund 19 Millionen US-Dollar an amerikanische Fluggesellschaften zu verkaufen, obwohl die tatsächlichen Kosten bei über 33 Millionen Dollar pro Maschine lägen. Die Entscheidung ist auch eine Niederlage für US-Präsident Donald Trump und sein Handelsministerium. Sie hatten die Zölle im Dezember verhängt. Der Konflikt hatte zu Spannungen im Verhältnis der USA zu Kanada geführt.

 

Offene Stellen vor allem bei der Zeitarbeit:

Vollzeitstellen gibt es derzeit vor allem bei Leiharbeitsfirmen. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet von den rund 524.000 offenen Vollzeitstellen mehr als 216.000 der sogenannten Arbeitnehmerüberlassung zu. Damit ist fast jede zweite bei Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldete Vollzeitstelle ein Job in der Zeitarbeit. Keine andere Branche komme auf einen höheren Anteil, heißt es in einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl, aus der das Redaktionsnetzwerk Deutschland zitiert. Die Zahlen stammen vom November.

 

Frankfurt nach Bundesliga-Sieg gegen Mönchengladbach Tabellenzweiter:

In der Fußball-Bundesliga hat Eintracht Frankfurt zum Auftakt des 20. Spieltags 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen. Durch den Sieg steht das Team von Trainer Niko Kovac vorübergehend auf Tabellenplatz zwei hinter Bayern München. Allerdings können Schalke, Leverkusen und Leipzig am Wochenende wieder an den Frankfurtern vorbeiziehen.

 

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