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Nachrichten

27.01.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:06

Nachrichten von Mittwoch, 27. Januar 2016 – langsam gesprochen als MP3

Bundeskabinett berät über Abschiebepraxis:

Die Bundesregierung berät am heutigen Mittwoch über Konsequenzen aus den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln. Grundlage ist ein gemeinsamer Gesetzentwurf von Innenminister Thomas de Maizière und Justizminister Heiko Maas. Er sieht vor, dass die Hürden für die Abschiebung von Ausländern gesenkt werden, die wegen einer Straftat verurteilt wurden. Dazu gehören unter anderem Delikte, die sich gegen das Leben, die körperliche Unversehrtheit oder die sexuelle Selbstbestimmung richten. - In den Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf bereitet die Justiz unterdessen für bestimmte Delikte Schnellverfahren vor. Täter sollten zunächst in Untersuchungshaft genommen und in der darauffolgenden Woche abgeurteilt werden, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Thomas Kutschaty in einem Zeitungsinterview. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Tat leicht beweisbar sei und die dafür vorgesehene Strafe nicht mehr als ein Jahr betrage.

Streit zwischen UN und Israel wegen Siedlungspolitik:

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat Israel für den geplanten Bau neuer Siedlerwohnungen scharf kritisiert. In New York sagte er bei einer Sitzung des Weltsicherheitsrates, es handle sich um "provokative Akte", die den Weg zu einer politischen Lösung des Nahost-Konflikts gefährdeten. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu wies die Kritk zurück und warf den Vereinten Nationen vor, ihre Neutralität und moralische Kraft schon lange verloren zu haben. Die Regierung in Jerusalem hatte jüngst 150 weitere Wohnungen in der von Israel besetzten West Bank genehmigt. Zuvor war auch wegen internationaler Kritik 18 Monate lang auf neue Bauvorhaben verzichtet worden.

Obama ruft zu Bekämpfung des Zika-Virus auf:

US-Präsident Barack Obama hat bei einem Treffen mit Gesundheitsexperten zu größeren Anstrengungen bei der Erforschung des Zika-Virus aufgerufen. Man brauche eine verbesserte Diagnostik, zudem müssten Impfstoffe und Heilungsansätze entwickelt werden, erklärte Obama. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor einer Ausbreitung des Virus auf dem gesamten amerikanischen Kontinent. In Europa wurde der Zika-Erreger erstmals auch bei einem Patienten in Dänemark nachgewiesen, der zuvor in Südamerika war. Das tropische Virus steht im Verdacht, bei Schwangeren Schädelfehlbildungen des Fötus auszulösen. Es grassiert derzeit vor allem in Brasilien.

Nächste TV-Debatte ohne Trump:

Präsidentschaftsbewerber Donald Trump boykottiert die letzte TV-Debatte der Republikaner vor den Vorwahlen im US-Bundesstaat Iowa. Trumps Management bestätigte, diese Entscheidung sei endgültig. Stattdessen plane man eine Konkurrenzveranstaltung zugunsten verwundeter Soldaten. Grund für die Absage ist ein Streit mit dem Sender Fox News, dem Gastgeber der Debatte, die für Donnerstagabend geplant ist. Trump war im Wahlkampf in einer früheren Sendung mit Fox-Starmoderatorin Megyn Kelly aneinandergeraten. Sie soll auch eine der Moderatorinnen der kommenden Debatte sein. - In Iowa beginnen am 1. Februar die Vorwahlen im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf.

Ein Toter bei Schießerei mit US-Bürgerwehr:

Bei einem Schusswechsel zwischen der Polizei und Besetzern eines Naturparks im US-Bundesstaat Oregon ist ein Mensch getötet worden. Sieben Besetzer, darunter der Anführer der Gruppe, seien festgenommen worden, teilte die Bundespolizei FBI mit. Bis zu hundert Mitglieder einer regierungsfeindlichen Bürgerwehr, Rancher und andere Aktivisten hielten das Verwaltungsgebäude des Parks im Bezirk Harney seit drei Wochen besetzt. Anlass für die Aktion war ein Bundesgerichtsurteil gegen zwei Landwirte. Die Männer, die wegen Brandstiftung bereits eine Haftstrafe abgesessen hatten, müssen demnach erneut ins Gefängnis.

Angelique Kerber erreicht erstmals Halbfinale der Australian Open:

Angelique Kerber hat zum ersten Mal in ihrer Karriere das Halbfinale der Australian Open erreicht. Nach einer starken Leistung besiegte sie Victoria Asarenka in zwei Sätzen mit 6:3 und 7:5. Kerber zeigte eine starke Leistung und wehrte im zweiten Satz fünf Satzbälle der Weißrussin ab. In der Runde der letzten Vier trifft Deutschlands derzeit beste Tennisspielerin am Donnerstag auf die Siegerin aus der Begegnung der Engländerin Johanna Konta und Uhang Shuai aus China.

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