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Fußball

27. Spieltag: Ciao Meisterschaft!

Die Spreu trennt sich vom Weizen. Aus dem Vierkampf um die Meisterschaft ist ein Dreikampf geworden. Berlin ist nach der dritten Pleite in Folge wohl chancenlos. Auch Hamburg patzt. Im Abstiegskampf holt Cottbus auf.

Der Hannoveraner Mike Hanke grätscht Berlins Patrick Ebert den Ball ab (FOTO: picture-alliance)

Abgegrätscht: Ebert (li.) und Berlin scheinen raus aus dem Titelrennen

Hertha BSC Berlin musste am 27. Spieltag die dritte Pleite in Folge hinnehmen und wird bei jetzt fünf Punkten Rückstand auf den Tabellenführer wohl keine Rolle mehr spielen. Berlin unterlag bei Hannover 96 0:2. Neben den Punkten verlor die Hertha zu allem Überfluss auch noch ihren Top-Torjäger: Andrej Voronin sah die Rote Karte.

Zweikampf um den Ball zwischen dem Stuttgarter Mario Gomez und dem Hamburger Dennis Aogo (Foto: AP)

Machte den Unterschied: Gomez (re.) schoss das 1:0

Einen Rückschlag im Titelrennen musste auch der Hamburger SV hinnehmen. Der HSV wirkte beim VfB Stuttgart nach dem UEFA-Cup-Sieg gegen Manchester City (3:1) unter der Woche etwas müde. Trotzdem erspielte sich die Mannschaft von Trainer Martin Jol einige gute Torchancen und verlor am Ende etwas unglücklich – der Treffer zum 1:0-Sieg für Stuttgart fiel erst in der Nachspielzeit. "Wir waren heute vielleicht nicht so stark. Ich war eigentlich mit einem Punkt zufrieden und dann passiert in der letzten Minute so etwas", war HSV-Coach Martin Jol über den Last-Minute-Treffer von Mario Gomez geschockt. Stuttgart hat mit dem Sieg den UEFA-Cup-Platz gefestigt.

Wolfsburg bleibt Spitze – mit Glück

Wolfsburgs Sascha Riether jubelt nach dem späten 2:1-Siegtreffer gegen Mönchengladbach. (Foto: picture-alliance)

"Wolf" Riether jubelt über sein spätes Siegtor

Ernüchterung in Berlin und Hamburg, weiterhin Partystimmung in Wolfsburg. Der Meistertraum geht weiter. Nicht souverän, aber effektiv hat der VfL Wolfsburg seine Tabellenführung verteidigt. Die "Wölfe" gewannen 2:1 bei Borussia Mönchengladbach, hatten dabei allerdings viel Glück. Das musste auch Wolfsburgs Trainer, Felix Magath, zugeben: "Da zeigt sich halt, dass eine Mannschaft, die oben steht, Moral hat. Wir sind nach dem Ausgleich noch einmal zurückgekommen." Der Siegtreffer sei dann aber durchaus etwas glücklich gewesen, so Magath weiter. Die Meisterschaft bleibt also ein Thema in Wolfsburg.

Nach den desolaten Vorstellungen in Wolfsburg und Barcelona betrieb der FC Bayern München die erwartete Wiedergutmachung. Das Team von Trainer Jürgen Klinsmann schickte Eintracht Frankfurt mit 4:0 nach Hause. Klinsmann war von seinen viel gescholtenen Spielern angetan: "Die Art und Weise wie sie auf dieses schmerzliche Debakel in Barcelona reagiert haben, das war wirklich toll. Das hat Spaß gemacht und glättet natürlich einige Wogen." Zumindest die Pflicht – aus bayerischer Sicht –, der Meistertitel, ist also weiterhin erreichbar. Sieben Spiele vor Saisonende sind die Münchner wieder Zweiter, drei Zähler hinter Wolfsburg.

Hoffenheimer Talfahrt hält an

Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick hält die Hand an die Stirn und blickt in die Ferne. (Foto: picture-alliance)

Rangnick hält ausschau: Wo ist die Form?

Überhaupt nicht mehr in Tritt zu kommen scheint 1899 Hoffenheim. Der Herbstmeister unterlag dem VfL Bochum im eigenen Stadion 0:3 und verlor nach Roten Karten auch noch Carlos Eduardo und Keeper Daniel Haas. Coach Ralf Rangnick war sauer: "Wir hatten uns zur zweiten Halbzeit noch mal einiges vorgenommen, kriegen dann direkt das zweite Tor, dezimieren uns danach selber und dann war es natürlich auch kein normales Fußballspiel mehr." Die UEFA-Cup-Plätze rücken für den Aufsteiger in immer weitere Ferne.

Im Rücken der Hoffenheimer hat sich der FC Schalke 04 herangepirscht. Der Aufwärtstrend unter dem Trainer-Trio Mike Büskens, Youri Mulder und Oliver Reck hält an. Schalke besiegte den Karlsruher SC 2:0 und hat weiter einen internationalen Startplatz im Visier. Der KSC bleibt hingegen abgeschlagenes Schlusslicht. Auch für Borussia Dortmund ist nach dem 3:1-Heimsieg gegen den 1. FC Köln der UEFA-Cup noch in Reichweite.

Bundesliga Leverkusen gegen Bremen

Blieb ohne Tor: Bremens Almeida (mi.) gegen Leverkusens Friedrich (li.) und Kroos

Das Erreichen des internationalen Wettbewerbs ist auch das Saisonziel von Bayer Leverkusen. Doch im Moment sieht es nicht gut aus für die Bayer-Elf. Der Tabellenneunte schaffte auch im siebten Heimspiel in Folge keinen Sieg. In einer ausgeglichenen Partie stand es gegen den Zehnten der Tabelle, Werder Bremen, am Ende 1:1. Jetzt sind es sechs Punkte bis zum ersten UEFA-Cup-Platz – da hilft Leverkusen nur eine Serie. "Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen. Jetzt müssen wir die Minimalchance, die wir noch haben, nutzen", sagte Bayer-Coach Bruno Labbadia nach dem Remis.

"Big Point" für Cottbus

Im Tabellenkeller stemmt sich der FC Energie Cottbus wieder mit Macht gegen den Abstieg. Cottbus beendete seine fünf Spiele andauernde Pleitenserie mit einem 2:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld und schöpft nun wieder ein wenig mehr Hoffnung. Mit 23 Zählern bleibt Cottbus Vorletzter, hat jetzt aber genauso viele Punkte auf dem Konto wie Mönchengladbach auf Relegationsplatz 16. Einen Punkt mehr hat Bielefeld auf dem rettenden 15. Platz.

Autor: Benjamin Wüst

Redaktion: Wolfgang van Kann

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