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Nachrichten

26.12.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:01

Nachrichten von Samstag, 26. Dezember 2015 – langsam gesprochen als MP3

Erdbeben erschüttert Afghanistan und Pakistan :

Ein Erdbeben der Stärke 6,3 hat in der Nacht zum Samstag die Erde in Afghanistan für rund eine Minute erzittern lassen. Tausende Menschen rannten auf die Straßen, in Erinnerung an das heftige Beben Ende Oktober. Bei den Erdstößen der Stärke 7,5 waren damals in Afghanistan und Pakistan mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen. Auch dieses Mal lag das Epizentrum im Norden des Landes, in der gebirgigen Provinz Badachschan, und war somit auch im benachbarten Pakistan und in Indien zu spüren. Nach ersten Berichten wurden in der ostafghanischen Stadt Dschalalabad fünf Menschen ins Krankenhaus gebracht. In der südpakistanischen Stadt Peshawar gab es mehr als 40 Verletzte.

Einflussreicher Rebellenchef in Syrien bei Luftangriff getötet :

Einer der wichtigsten Anführer radikal-islamischer Rebellen in Syrien, Sahran Allusch, ist bei einem Luftangriff nahe der Hauptstadt Damaskus getötet worden. Der 44-jährige Chef der sunnitischen Miliz Dschaisch al-Islam (Armee des Islam) starb zusammen mit fünf wichtigen Kommandeuren im östlichen Vorort Ghuta, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete. Unklar ist, wer die Angriffe ausführte. Während die Syrische Nationalkoalition und die Freie Syrische Armee die Russen der Tat bezichtigten, erklärte die syrische Armee, sie selbst habe die Angriffe geflogen. Zu Alluschs Nachfolger wurde einer seiner Stellvertreter, Abu Hamam al-Bujdani, ernannt.

IS-Kämpfer wollen Damaskus verlassen :

Ein bisher einzigartiges Abkommen zwischen der syrischen Führung um Machthaber Baschar al-Assad und der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" ermöglicht den Abzug hunderter IS-Kämpfer und anderer Extremisten aus dem Süden der Hauptstadt Damaskus. Die von den Vereinten Nationen vermittelte Einigung sieht vor, dass die Kämpfer und ihre Familien an diesem Samstag das Palästinenserlager Jarmuk und die benachbarten Viertel Al-Kadam und Al-Hadschar al-Aswad verlassen. Die etwa 4000 Betroffenen, darunter auch Anhänger der Al-Nusra-Front, des syrischen Ablegers des Terrornetzwerkes Al-Kaida, sollen mit Bussen unter anderem in die IS-Hochburg Raka und nach Marea gebracht werden.

Steinmeier fordert mehr Kontrollen über Ein- und Ausreisen :

Nach Hinweisen auf falsche Reisepässe in der Hand von IS-Kämpfern hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier einen effektiveren Grenzschutz angemahnt. Es sei wichtig, dass man wieder mehr Kontrolle darüber habe, wer nach Europa ein- und ausreise, sagte er der Funke Mediengruppe. Gleichzeitig warnte der SPD-Politiker davor, Flüchtlinge mit mutmaßlichen Terroristen "in einen Topf zu werfen". Die Mehrzahl der Attentäter komme aus Europa selbst, sagte er mit Blick auf die verheerenden Anschläge von Paris, bei denen am 13. November 130 Menschen getötet und mehr als 350 weitere verletzt worden waren.

Flüchtlingszustrom aus der Türkei nach Griechenland hält an :

Im griechischen Hafen von Piräus sind am Freitag rund 1700 Migranten und Flüchtlinge angekommen. Nach Angaben der Küstenwache hatten sie zuvor von der Türkei aus in kleinen Booten die griechischen Inseln Lesbos, Chios und Samos erreicht. Damit wurden seit Montag in Piräus mehr als 12.000 Menschen gezählt, die laut eigenen Angaben weiter nach Westeuropa wollen. Die italienische Küstenwache rettete 99 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer. Sie waren in einem Schlauchboot vor Sizilien entdeckt worden.

Türkischer Präsident präsentiert sich als Lebensretter :

Um das Image des türkischen Präsidenten zu stärken, hat das Büro von Staatschef Recep Tayyip Erdogan eine besondere Geschichte verbreitet, untermauert von Fotos und einem Video. Es geht um einen angeblich lebensmüden Mann, der sich in Istanbul von der 64 Meter hohen Brücke über den Bosporus stürzen wollte. Als Polizisten auf den Verzweifelten - der depressiv sei und familiäre Probleme habe - eingeredet hätten, sei der Konvoi des Staatschefs vorbeigekommen, berichteten türkische Medien. Erdogans Bodyguards hätten den schluchzenden Mann zum Präsidenten gebracht. Binnen fünf Minuten habe dieser aus seinem Auto heraus den "Lebensmüden" davon überzeugt, von seinem Vorhaben abzulassen. Die Nachrichtenagentur Dogan verbreitete ein Video, auf dem zu sehen ist, wie der Mann zum Dank die Hand des Präsidenten küsst.

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