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Nachrichten

26.12.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:52

Nachrichten von Freitag, 26. Dezember 2014 – langsam gesprochen als MP3

Tausende gedenken der Tsunami-Opfer:

Mit Gedenkgottesdiensten und anderen Zeremonien haben Tausende Menschen rund um den Indischen Ozean der Opfer des Tsunamis vor zehn Jahren gedacht. Die Riesenwellen hatten in 14 Ländern etwa 230.000 Menschen in den Tod gerissen. Die indonesische Provinz Aceh war die am schlimmsten betroffene Region. In der Provinzhauptstadt Banda Aceh erinnerte Indonesiens Vizepräsident Jusuf Kalla zugleich an die außergewöhnliche Hilfe aus aller Welt nach der Katastrophe. In Thailand, am Strand von Khao Lak, kamen Überlebende zu einer Zeremonie mit deutschsprachigen Seelsorgern zusammen. Unter den Tsunami-Todesopfern waren auch 539 deutsche Touristen. In Sri Lanka fuhr ein restaurierter Zug mit Überlebenden bis zu der Stelle in Peraliya, wo damals eine Welle den Zug traf und ins Landesinnere spülte. 1600 Fahrgäste kamen ums Leben. In Indien trafen sich die Menschen zu interreligiösen Gebeten, etwa auf den schwer getroffenen Andamanen und Nikobaren. Oft warfen Bewohner Süßigkeiten und Blumen ins Meer - Wie Kalla dankte auch Bundespräsident Joachim Gauck für die weltweite Hilfsbereitschaft nach der Katastrophe. Bei aller Traurigkeit sei der 26. Dezember 2004 doch zum Symbol dafür geworden, welche Kraft aus Zusammenhalt erwachsen könne, sagte Gauck.

Ukraine-Kontaktgruppe trifft sich erneut in Minsk:

In Minsk gehen die Friedensverhandlungen zwischen ukrainischer Regierung und prorussischen Separatisten weiter. Bislang tun sich beide Seiten jedoch schwer mit einer Annäherung. So wurde nach Angaben der Separatisten bislang lediglich beschlossen, alle Gefangenen auszutauschen. Und auch das wurde von Seiten der ukrainischen Regierung nicht bestätigt. Die Separatisten wollen bei den Minsker Gesprächen außerdem erreichen, dass die ukrainische Regierung ihre Wirtschaftsblockade im Donbass aufgibt. Beide Seiten werfen sich vor, die Waffenruhe nicht einzuhalten, die vor mehr als drei Monaten in Minsk vereinbart worden war. Deshalb geht es bei den Verhandlungen, an denen auch Vertreter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) teilnehmen, um weitere Schritte zur Umsetzung der Feuerpause.

Fünf Verletzte bei Brandanschlag auf Moschee in Schweden:

Bei einem Brandanschlag auf eine Moschee in Schweden sind fünf Menschen verletzt worden. Der Sprengsatz entfachte einen Brand in dem Gotteshaus in Eskilstuna, rund 90 Kilometer westlich von Stockholm. In der Moschee, die sich im Erdgeschoss eines Wohnhauses befindet, hielten sich laut Polizei zum Zeitpunkt des Anschlags 15 bis 20 Menschen auf. Die Verletzten wurden mit Rauchvergiftungen, Schnittwunden und Knochenbrüchen ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung ein. Der Vorsitzende der Vereinigung der Muslime in Schweden, Omar Mustafa, sagte, das Land erlebe einen zunehmenden "Hass gegen Muslime". Schweden beherbergt besonders viele Flüchtlinge. Das skandinavische Land erlebt zugleich ein Erstarken ausländerfeindlicher Kräfte.

Jordanische Regierung will Piloten aus den Händen des IS befreien:

Die jordanische Regierung hat sich entschlossen gezeigt, den von der Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) gefangen genommenen Piloten zu befreien. Die Regierung bemühe sich um die Befreiung des 26-jährigen Jordaniers, berichtet die Regierungszeitung "Al-Rai". Der Vater des Piloten bat den IS um Gnade für seinen Sohn. "Wir gehen davon aus, dass er ein Gast in den Händen von Brüdern ist", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Militärkreise hatten am Mittwoch berichtet, dass der IS einen jordanischen Kampfjet nahe der ostsyrischen Stadt Raka abgeschossen und den Piloten als Geisel genommen habe. Auch die Dschihadisten erklärten, für den Abschuss verantwortlich zu sein. Die USA dementierten dies jedoch. Jordanien beteiligt sich an der US-geführten Offensive gegen den IS, der mittlerweile weite Teile in Syrien und im Irak kontrolliert. Es ist das erste Mal seit Beginn der Luftangriffe gegen den IS im August, dass die internationale Koalition ein Kampfflugzeug verliert.

Kinobesucher strömen in Nordkorea-Komödie:

Die umstrittene Nordkorea-Komödie "The Interview" hat bei ihrer Premiere in den USA zahlreiche Zuschauer in die Kinos gelockt. Viele Vorstellungen waren ausverkauft, nachdem das Hollywood-Studio Sony Pictures nach einem Cyberangriff und Drohungen von Hackern die Premiere zunächst abgesagt hatte. Nach scharfer Kritik von US-Präsident Barack Obama und der Filmbranche hatte Sony in dieser Woche jedoch eine Kehrtwende vollzogen und den Film doch noch in die Kinos gebracht. Mehr als 300 Kinos zeigten die Komödie ohne Zwischenfälle. In dem Film geht es um fiktive Pläne zur Ermordung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un. In den USA ist "The Interview" zu einem Symbol für die Meinungsfreiheit geworden.

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