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Nachrichten

26.11.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:44

Nachrichten von Donnerstag, 26. November 2015 – langsam gesprochen als MP3

China verringert Haftstrafe für kritische Journalistin auf fünf Jahre:

China hat die Haftstrafe für die Journalistin Gao Yu von sieben auf fünf Jahre reduziert. Das teilte ihr Anwalt mit. Menschenrechtsorganisationen kritisierten das Urteil. Dieses zeige zwar, dass Druck helfe, erklärte Human Rights Watch. Doch müssten ausländische Regierungen nun auf eine Freilassung aus gesundheitlichen Gründen drängen. Yu leidet unter Herzproblemen. Auch die Deutsche Welle hatte eine Aufhebung der Haftstrafe für ihre ehemalige Mitarbeiterin gefordert. Die 71-Jährige gehört zu den renommiertesten Journalisten ihres Landes. Sie wurde im April 2014 festgenommen und ein Jahr später verurteilt. China wirft ihr einen "Verrat von Staatsgeheimnissen" vor. Unter Druck hatte Yu gestanden, später dann aber widerrufen.

Russland dringt auf internationale Koalition gegen Terrorismus:

Trotz des Abschusses eines russischen Kampfflugzeugs durch die Türkei strebt Moskau eine internationale Koalition im Kampf gegen den Terrorismus an. Dazu gebe es keine Alternative, erklärte der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow vor einem Treffen des französischen Präsidenten François Hollande mit Russlands Staatschef Wladimir Putin in Moskau. Russland bewertet den Abschuss im türkisch-syrischen Grenzgebiet als geplante Provokation. Ein Ziel könnte gewesen sein, die Bildung einer internationalen Anti-Terror-Front zu torpedieren, meinte Rjabkow. Dies dürfe nicht gelingen. Putin empfängt Hollande am Nachmittag zu Gesprächen über ein gemeinsames Vorgehen gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat". Am Mittwoch berieten auch die Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow und John Kerry, über die Lage. In dem Telefonat rief Kerry zur Deeskalation auf. Der Vorfall dürfe nicht dazu führen, dass die Spannungen zwischen Russland und der Türkei größer würden.

Berlin will Paris im Anti-Terror-Kampf unterstützen:

Paris wünscht sich einen größeren Einsatz Deutschlands im Kampf gegen den Terror in Syrien. Falls Deutschland hier noch mehr tun könnte, wäre das ein sehr gutes Signal, sagte Staatspräsident François Hollande am Rande eines Treffens mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Paris. Diese hatte zuvor eine mögliche Ausweitung des Engagements in Syrien und im Irak angedeutet. Auf Details ging sie allerdings nicht ein. Neben der Ausweitung des Bundeswehrmandats in Mali geht es auch um den Einsatz deutscher Tornado-Aufklärungsflugzeuge. Der Terrorismus sei ein gemeinsamer Feind und müsse mit aller Kraft bekämpft werden, betonte Kanzlerin Merkel.

Papst verurteilt in Kenia religiöse Gewalt:

Papst Franziskus hat in Kenia mehrere Religionsvertreter zur gemeinsamen Abwehr von Extremismus und Terror aufgerufen. Dies sei angesichts der Konflikte in der Welt entscheidend, betonte Franziskus vor Vertretern des Islam, christlicher Konfessionen sowie animistischer Glaubensrichtungen in der Vatikan-Botschaft in Nairobi. Der Name Gottes, den alle monotheistischen Religionen als einen Gott des Friedens verehrten, dürfe niemals missbraucht werden, um Hass und Gewalt zu rechtfertigen, mahnte das 78 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche. Im Anschluss an das Treffen zelebrierte der Papst auf dem Universitäts-Campus in Nairobi eine Messe vor zahlreichen Gläubigen. Zu Beginn seiner ersten Afrika-Reise hatte Papst Franziskus am Mittwoch einen stärkeren Einsatz bei der Bekämpfung der Armut gefordert. Diese sei der Nährboden für Gewalt, Konflikte und Terrorismus, sagte er bei einer Rede vor Kenias Präsidenten Uhuru Kenyatta und weiteren Regierungsmitgliedern.

Hunderttausende machen bei Google vom "Recht auf Vergessen" Gebrauch:

Der Internetkonzern Google hat seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes zum "Recht auf Vergessen" knapp 350.000 Löschanträge erhalten. Die meisten kämen aus Deutschland und Frankreich, teilte das US-Unternehmen mit. Insgesamt seien 1,23 Millionen Internetadressen überprüft worden. Von diesen habe man knapp die Hälfte aus den Google-Suchergebnissen in Europa entfernt. Der EuGH hatte entschieden, dass europäische Internetnutzer grundsätzlich das Recht haben, Ergebnisse aus Suchmaschinen löschen zu lassen. Seit Ende Mai 2014 können Betroffene bei Google entsprechende Anträge stellen.

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