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Nachrichten

26.10.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Ungeachtet einer zugesagten Waffenruhe in Syrien haben sich nach Angaben oppositioneller Kämpfer Regierungstruppen und Rebellen schwere Gefechte geliefert. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von Kämpfen in den Provinzen Homs, Deir el Sur sowie der Stadt Aleppo. Ursprünglich hatten beide Seiten auf Initiative des UN-Sondergesandten Lakhdar Brahimi vereinbart, während des an diesem Freitag beginnenden viertägigen Opferfestes die Kämpfe einzustellen. Zwar hatte die syrische Regierung die Einigung akzeptiert, zugleich aber angekündigt, sie würde Angriffe der Rebellen nicht unbeantwortet lassen. Auf Seiten der Regimegegner wollten sich zudem nicht alle Gruppen an die Feuerpause halten.

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Israel steht vor einer Fusion der beiden wichtigsten Regierungsparteien zu einer neuen nationalistischen Rechtspartei. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Außenminister Avigdor Lieberman verständigten sich darauf, die von ihnen geführten Parteien zu fusionieren und gemeinsam in die vorgezogene Parlamentswahl im Januar zu ziehen. Netanjahu steht an der Spitze der konservativen Likud-Partei und Lieberman ist Chef der nationalistischen Partei Israel Beiteinu. Gemeinsam könnte eine neue Likud-Beiteinu-Partei Umfragen zufolge mit großem Abstand stärkste Partei in der neuen Knesset werden. Umweltminister Gilad Erdan, einer der jüngeren Hoffnungsträger des Likud, sagte im israelischen Fernsehen, die Fusion stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Parteigremien. Umfragen zufolge kann Netanjahu mit einer Wiederwahl rechnen.

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In Birma sind bei Zusammenstößen zwischen Buddhisten und Muslimen mindestens 56 Menschen getötet worden. Nach Behördenangaben wurden im westlichen Staat Rakhine zudem fast 2.000 Häuser niedergebrannt. Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in Birma, Ashok Nigam, sagte, die Vereinten Nationen seien wegen der Zusammenstöße in großer Sorge. Bereits im Juni waren bei derartigen Ausschreitungen 90 Menschen getötet und etwa 3.000 Häuser in Brand gesteckt worden. Zehntausende Menschen leben seither in Flüchtlingslagern. Die Welle der Gewalt brach aus, nachdem Männer der Minderheit der muslimisch geprägten Rohingya beschuldigt wurden, ein Mädchen aus der Volksgruppe der buddhistischen Rakhine vergewaltigt zu haben. Die Bevölkerung in Birma ist zu 89 Prozent buddhistisch, es gibt rund vier Prozent Muslime. Obwohl viele Rohingya seit mehreren Generationen in Birma leben, gelten sie vielerorts weiter als Fremde. Birma erkennt sie als eigene Volksgruppe nicht an.

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Hurrikan "Sandy" hat bei seinem zerstörerischen Zug durch die Karibik eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mindestens 21 Menschen wurden getötet - elf auf Kuba, neun in Haiti und einer in Jamaika. Allein im Osten Kubas mussten sich 330.000 Menschen in Sicherheit bringen. Bei Windgeschwindigkeiten von 175 Kilometern pro Stunde kam es zu Überflutungen in Küstengegenden, Flüsse traten über die Ufer und Häuser stürzten ein. Inzwischen tobt der Hurrikan auf den Bahamas und bewegte sich weiter in Richtung Florida.

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Nach dem Verkaufsstopp für Grippeimpfstoffe des Schweizer Pharmakonzerns Novartis in Italien, Österreich und der Schweiz ziehen die deutschen Behörden nach. Wegen möglicher Nebenwirkungen hat das für die Zulassung von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut die Freigabe von vier Chargen des Grippe-Impfstoffs Begripal und einer Charge des Impfstoffs Fluad zurückgenommen. Der Schritt diene dem Schutz der Patienten erklärte der Instituts-Präsident. Bedenkliche Ausflockungen des Impfstoffs seien in Deutschland allerdings bislang nicht beobachtet worden. Europaweit geht es um mehrere Millionen Impfdosen mit teils je nach Land unterschiedlichen Markennamen.

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