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Nachrichten

26.08.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:03

Nachrichten von Dienstag, 26. August 2014 – langsam gesprochen als MP3

Poroschenko macht mit Auflösung von Parlament Weg für Neuwahlen frei:

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat das Parlament aufgelöst und damit den Weg für Neuwahlen am 26. Oktober freigemacht. Dies sei Teil seines Friedensplanes, erklärte Poroschenko. Er strebt seit längerem die Auflösung der Obersten Rada an, um bei vorgezogenen Neuwahlen eine solide Mehrheit zu erreichen. Das Parlament in Kiew wird noch immer von Anhängern des gestürzten prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch dominiert. An diesem Dienstag trifft Poroschenko in Weißrusslands Hauptstadt Minsk mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin zusammen. Sie wollen dabei über eine politische Lösung des Ukraine-Konflikts beraten, ein Durchbruch wird jedoch nicht erwartet. Vor dem Treffen telefonierte der ukrainische Präsident mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er habe Merkel über die Verschlechterung der Lage in der Ostukraine informiert und mit ihr über Wege für eine friedliche Lösung des Konflikts geredet, hieß es aus Kiew.

Wieder Tote bei Anschlag in Schiiten-Viertel in Bagdad:

In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens acht Menschen bei einem Autobombenanschlag in einem überwiegend von Schiiten bewohnten Stadtteil getötet worden. 20 weitere wurden nach Angaben der Polizei verletzt. Sie geht davon aus, dass die Zahl der Toten noch steigen wird. Erst am Montag waren mehr als 20 Menschen bei einer Anschlagsserie in Bagdad ums Leben gekommen. Im Irak kämpft die sunnitische Miliz "Islamischer Staat" seit Monaten gegen die Truppen der schiitisch dominierten Regierung in Bagdad. Die Organisation hat große Teile des Landes sowie des Nachbarn Syrien unter ihre Kontrolle gebracht.

Beschuss aus dem Gazastreifen:

Militante Palästinenser haben am Dienstagmorgen Raketen auf mehrere Städte in Israel abgefeuert. Nach Angaben der israelischen Armee gab es seit Mitternacht 15 Angriffe. Ein Geschoss sei über dem Großraum von Tel Aviv abgefangen worden. In der Küstenstadt Aschkelon wurde demnach ein Haus schwer beschädigt. Der bewaffnete Arm der Hamas erklärte, die Raketen seien die Antwort auf die israelischen Luftangriffe in der Nacht, bei denen zwei Menschen getötet wurden. Bei den Luftschlägen war unter anderem ein 13-stöckiges Wohnhaus fast dem Erdboden gleichgemacht worden. Zur Warnung der 70 Familien in dem Gebäude hatte Israel zuvor zwei Raketen ohne Sprengsatz vorausgeschickt. Am Montag waren bei israelischen Luftattacken neun Palästinenser getötet worden. In Israel schlugen am Montagabend zwei aus dem Libanon abgefeuerte Raketen ein, zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Tagen.

Politikneuling Cerar zum neuen Regierungschef Sloweniens gewählt:

In Slowenien hat das Parlament den Juraprofessor Miro Cerar zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Seine Regierung werde sich auf wirtschaftliches Wachstum, den Erhalt und die Schaffung von Jobs sowie die Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit konzentrieren, versprach Cerar in seiner Antrittsrede. Der 51-jährige Politikneuling hatte die vorgezogenen Neuwahlen am 13. Juli gewonnen, obwohl er seine Mitte-Links-Partei SMC erst einen Monat zuvor gegründet hatte. Die Partei hat bereits die Absicht erklärt, eine Koalition mit der Rentnerpartei Desus und den Sozialdemokraten zu bilden. Slowenien galt aufgrund seiner Bankenprobleme lange Zeit auch als eines der EU-Länder, das Rettungshilfen benötigt. Dies konnte die Regierung in Ljubljana im vergangenen Jahr jedoch abwehren. Wegen seiner Exportabhängigkeit steckt Slowenien derzeit allerdings tief in der Rezession.

Amazon schnappt Google Spieleportal Twitch weg:

Der Internet-Handelsriese Amazon kauft für 970 Millionen Dollar die Online-Spieleplattform Twitch. Die Transaktion soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Damit hat Amazon den Internet-Konzern Google ausgestochen, der sei Monaten ebenfalls als möglicher Käufer gehandelt worden war. Google mit seiner mächtigen Videoplattform YouTube sei aber wegen möglicher Probleme mit Wettbewerbshütern besorgt gewesen, berichtete das Magazin "Forbes". Für Amazon ist Twitch einer der größten Zukäufe überhaupt. Auf dieser Internetseite können Internetnutzer live gezeigte Spiele verfolgen und untereinander kommunizieren. Twitch war vor drei Jahren als Nischenangebot gestartet. Der Dienst gewann aber schnell Popularität und kam zuletzt auf rund 55 Millionen - meist junge - Nutzer. Das hohe Interesse bringt Twitch immer mehr Werbeeinnahmen ein.

Kultserie "Breaking Bad" triumphiert bei den Emmy Awards:

Die US-Fernsehserie "Breaking Bad" hat bei der Verleihung der Emmy Awards in Los Angeles triumphiert. Die Geschichte über einen biederen Chemielehrer, der sich zu einem skrupellosen Drogenkriminellen entwickelt, erhielt die Auszeichnung als beste Serie, Schauspieler Bryan Cranston wurde als bester Hauptdarsteller geehrt. Anna Gunn und Aaron Paul konnten den Emmy für die besten Nebenrollen in Empfang nehmen. Die hoch gehandelte Serie "Game of Thrones", die in 19 Kategorien nominiert war, ging dagegen leer aus. Ebenfalls ohne Emmy musste die Deutsche Heidi Klum die Feier verlassen. Ihre Mode-Show konnte die Jury nicht überzeugen.

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