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Nachrichten

26.08.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der ehemalige US-Astronaut Neil Armstrong ist tot. Der erste Mensch, der den Mond betrat, starb im Alter von 82 Jahren kurz nach einer Herzoperation. Als Kommandant der Apollo-11-Mission war Armstrong zusammen mit Buzz Aldrin auf dem Mond gelandet. 400.000 Kilometer von der Erde entfernt setzte er im Juli 1969 vor mehr als einer halben Milliarde TV-Zuschauer als erster Mensch seinen Fuß auf einen fremden Himmelskörper. Dabei sprach er die legendär gewordenen Worte: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit." US-Präsident Barack Obama würdigte Armstrong als größten amerikanischen Helden, dessen Leistung niemals vergessen werde.

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Die syrische Armee hat nach Angaben der Opposition erneut ein Massaker unter der Zivilbevölkerung angerichtet. In Daraja seien mehr als 200 Leichen gefunden worden, berichteten Regierungsgegner. Die Menschen seien regelrecht hingerichtet worden. Rund 80 Tote seien bereits identifiziert, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte im Londoner Exil mit. Daraja ist eine Slumstadt vor den Toren von Damaskus, die die Regierungstruppen nach blutigen Kämpfen am Freitag zurückerobert hatten. Insgesamt sollen in Syrien bei blutigen Auseinandersetzungen allein am Samstag mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen sein. Überprüfen lassen sich die Angaben allerdings nicht. Keine Bestätigung gibt es bislang für einen Bericht des Nachrichtensenders Al-Arabija, wonach sich Syriens Vizepräsident Faruk al-Scharaa nach Jordanien abgesetzt haben soll.

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Die Bundesregierung drängt nach einem "Spiegel"-Bericht auf einen neuen EU-Vertrag. Um die europäische Integration voranzutreiben, solle der bereits beschlossene Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin um eine politische Union erweitert werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel wolle Europa angesichts der Schuldenkrise auf ein neues Fundament stellen, heißt es in dem Magazin. Der europapolitische Berater der Kanzlerin, Nikolaus Meyer-Landrut, werbe in Brüssel dafür, dass die Staats- und Regierungschefs der EU noch vor Jahresende einen Konvent beschließen. Dieser solle dann die Grundlagen für einen neuen EU-Vertrag ausarbeiten. Ziel sei es, die einzelnen Staatshaushalte künftig enger zu koordinieren. In den meisten Mitgliedstaaten stoße der deutsche Vorstoß jedoch auf wenig Gegenliebe, schreibt das Blatt weiter.

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Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat die Pläne der Europäischen Zentralbank für ein neues Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen kritisiert. Eine solche Politik sei ihm zu nah an einer Staatsfinanzierung durch die Notenpresse, sagte Weidmann dem Magazin "Der Spiegel". In Demokratien sollten über eine so umfassende Vergemeinschaftung von Risiken die Parlamente entscheiden und nicht die Zentralbanken. Die grundlegenden Probleme der Schuldenkrise würden auf diese Weise nicht gelöst. Im Gegenteil, der Geldsegen der Zentralbanken würde anhaltende Begehrlichkeiten wecken, erklärte der frühere Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Wir sollten die Gefahr nicht unterschätzen, dass Notenbankfinanzierung süchtig machen könne wie eine Droge, warnte er. EZB-Präsident Mario Draghi hatte Anfang des Monats ein zweites, schlagkräftigeres Anleihekaufprogramm angekündigt, um den Euro zu retten und überschuldeten Ländern zu helfen.

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Rostock steht an diesem Wochenende ganz im Zeichen des Gedenkens an die ausländerfeindlichen Ausschreitungen im Stadtteil Lichtenhagen vor 20 Jahren. Bei der zentralen Gedenkveranstaltung am Sonntagmittag wird Bundespräsident Joachim Gauck, selbst gebürtiger Rostocker, eine Rede halten. Bereits am Samstag hatten Tausende Menschen vor dem Asylbewerberheim, das im August 1992 unter dem Applaus von Anwohnern von Neo-Nazis in Brand gesteckt worden war, für Toleranz und Mitmenschlichkeit und gegen Gewalt demonstriert. Rund 150 Menschen, die meisten Vietnamesen, konnten sich erst in letzter Minute aus dem Gebäude retten. Vorausgegangen waren mehrtägige Krawalle. Die Ausschreitungen sorgten weltweit für Schlagzeilen. Es waren die schlimmsten fremdenfeindlichen Ausschreitungen der deutschen Nachkriegsgeschichte.

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