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Nachrichten

26.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In Japan hat Ministerpräsident Naoto Kan erwartungsgemäß seinen Rücktritt erklärt. Der 64-Jährige reagierte damit auf den massiven Ansehensverlust, den er in Folge der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in der Bevölkerung erlitten hat. Allerdings hatten schon zuvor innerparteiliche Widersacher gegen ihn offen rebelliert. Kan hatte das Amt des Tokioter Regierungschefs erst vor gut einem Jahr übernommen. Am kommenden Montag will die regierende Demokratische Partei einen neuen Vorsitzenden wählen. Dieser wird voraussichtlich am Tag darauf auch neuer Ministerpräsident. Als möglicher Nachfolger Kans wird der ehemalige Außenminister Seiji Maehara gehandelt.

 

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Die politische Vertretung der libyschen Aufständischen hat allen Kämpfern des untergetauchten Diktators Muammar al-Gaddafi Straffreiheit versprochen. Es werde keine Rache an Soldaten oder freiwilligen Kämpfern geben, sagte der Vize-Chef des Exekutivkomitees des Nationalen Übergangsrats, Ali al-Tarhuni, in Tripolis. Allerdings gibt es Hinweise auf Gräueltaten auf beiden Seiten. Nach Berichten des britischen Senders BBC wurden im Bezirk Mitiga die Leichen von 17 Rebellen gefunden, die offenbar von Gaddafi-Truppen gefoltert und erschossen worden seien. Zudem hätten Korrespondenten die Leichen von zwei Gaddafi-Kämpfern gesehen, deren Hände auf dem Rücken zusammengebunden gewesen seien. Der Übergangsrat hatte am Donnerstag seinen Sitz von Bengasi nach Tripolis verlegt. In einigen Vierteln der Hauptstadt gab es weitere schwere Gefechte zwischen Aufständischen und Soldaten Gaddafis. Auch aus anderen Landesteilen wurden Kämpfe gemeldet. Die von den Aufständischen gehaltene Stadt Suara im Westen Libyens wurde von Gaddafi-Truppen umstellt.

 

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Der Weltsicherheitsrat in New York hat die Freigabe von umgerechnet einer Milliarde Euro (1,5 Milliarden US-Dollar) aus dem eingefrorenen Auslandsvermögen des Gaddafi-Regimes beschlossen. Die Entscheidung fiel auf Druck der USA. Mit dem Geld soll der Übergangsrat der Aufständischen den Wiederaufbau Libyens und die Bildung einer Interimsregierung finanzieren. Zuvor hatte die internationale Libyen-Kontaktgruppe bei einem Treffen im türkischen Istanbul eine entsprechende Forderung an das höchste UN-Gremium gerichtet. - Die Aufständischen hoffen, noch im August insgesamt umgerechnet 1,7 Milliarden Euro ( 2,5 Milliarden Dollar) aus blockierten Finanzmitteln zu erhalten, wie Fatih Baja vom nationalen Übergangsrat nach den Beratungen in Istanbul mitteilte. Die italienische Regierung kündigte für die kommende Woche die Freigabe von 350 Millionen Euro an.

 

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Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere erwartet nicht, dass Deutschland zur Beteiligung an einer eventuellen internationalen Stabilisierungstruppe für Libyen aufgefordert wird. Der CDU-Politiker sagte dem "Tagesspiegel" aus Berlin, er gehe davon aus, dass die künftige libysche Regierung selbst für Sicherheit in dem Land sorgen könne und dazu keine Hilfe von außen benötige. Ein jahrelanger Bürgerkrieg in dem nordafrikanischen Land drohe wohl nicht. Dagegen sagte de Maizieres Parlamentarischer Staatssekretär Christian Schmidt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", es könne sein, dass die UN, die EU oder die NATO eine Stabilisierungshilfe mit militärischen Elementen in Libyen für notwendig hielten. Dann könne Deutschland nicht abseits stehen.

 

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Bei einem Überfall auf ein Spielcasino in der mexikanischen Stadt Monterrey sind mindestens 53 Menschen getötet worden. Nach Augenzeugenberichten war eine Gruppe Schwerbewaffneter in das Bingo-Kasino "Royal" eingedrungen, hatte auf die Anwesenden geschossen und Feuer gelegt. Die meisten der Opfer seien in den Flammen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere Menschen hätten Verletzungen erlitten, teilten die Behörden mit. Die Hintergründe der Bluttat sind noch unklar. Die nordmexikanische Millionenstadt Monterrey ist in den vergangenen Jahren zu einem der Brennpunkte des Kampfes von Polizei und Armee gegen die Drogenkartelle geworden. Mexikos Präsident Felipe Calderon sprach von einem "barbarischen Akt des Terrors". Es werde alles getan, um die Schuldigen zu bestrafen.

 

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem in der Osthälfte zunächst noch sonnig, im Tagesverlauf von Westen aufkommende Schauer und teils unwetterartige Gewitter. Höchstwerte 24 bis 34 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Samstag insgesamt wechselhaft und neben Auflockerungen mit Sonnenschein gebietsweise Regen und Gewitter. Tagestemperaturen 14 bis 24 Grad.

 

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