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Nachrichten

26.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat bei einem Besuch in Bosnien-Herzegowina die Weltgemeinschaft aufgerufen, das Blutvergießen in Syrien endlich zu stoppen. In Syrien würden Dörfer angegriffen und Kinder massakriert, sagte Ban in einer Rede vor dem bosnischen Parlament in Sarajevo. Die gleiche Staatengemeinschaft, die während des Bosnien-Krieges (1992-1995) dabei "versagte, den Völkermord zu verhindern" werde derzeit von Syrien herausgefordert. Die Weltgemeinschaft sei verpflichtet, schwere Verstöße gegen die Menschenrechte zu verhindern, so Ban. Unterdessen teilten die Vereinten Nationen mit, die Hälfte ihrer 300 unbewaffneten Beobachter aus Syrien abzuziehen. Die Arbeit werde jedoch fortgesetzt, sagte der Chef der UN-Blauhelmeinsätze, Hervé Ladsous, in Damaskus. Der UN-Sicherheitsrat hatte das Mandat der Beobachter erst in der vergangenen Woche um 30 Tage verlängert.

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US-Präsident Barack Obama hat sich nach dem sogenannten Kino-Massaker im Bundesstaat Colorado für bessere Kontrollen beim Waffenkauf ausgesprochen. Er werde sich im Kongress in Washington weiter für einen Konsens über Maßnahmen zur Reduzierung der Gewalt stark machen, sagte Obama bei einer Veranstaltung in New Orleans. Bislang seien entsprechende Vorstöße gescheitert, wenn sie das Thema Waffen berührten, erklärte der Präsident. Zwar gebe die Verfassung allen US-Bürgern das Recht Waffen zu tragen, doch dürften auch viele Waffenbesitzer mit ihm übereinstimmen, dass Sturmgewehre nicht in die Hände von Verbrechern gehörten und nichts auf den Straßen der amerikanischen Städte zu suchen hätten, so Obama weiter. Am Freitag vergangener Woche hatte ein Student bei der Premieren-Vorführung des neuen Batman-Films in einem Kino in Aurora bei Denver zwölf Menschen erschossen.

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Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland bleibt trotz der Euro-Krise weiterhin gut. Wie das Marktforschungsunternehmen GfK mitteilte, stieg sein Konsumklimaindex für August um 0,1 Punkte auf 5,9. Grund für die Zuversicht der Bürger seien die sinkende Arbeitslosigkeit und höhere Einkommen aufgrund besserer Tarifabschlüsse. Allerdings seien viele Menschen in Deutschland in Bezug auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung nicht mehr so optimistisch wie im Vorjahr, teilte die GfK weiter mit.

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Die Ratingagentur Moody's legt weiter nach. Nachdem das US-Unternehmen bereits den Ausblick für die Kreditwürdigkeit Deutschlands und mehrerer Bundesländer wegen der Euro-Krise von "stabil" auf "negativ" gesenkt hatte, vollzog es diesen Schritt jetzt auch für 17 deutsche Banken. Es handelt sich meist um Geldhäuser mit staatlicher Rückendeckung wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und Banken der Länder. Die Deutsche Bank ist über ihre Tochter Postbank indirekt betroffen. Moody's begründet die Herabstufung des Bonitätsausblicks mit der Ungewissheit über die weitere Entwicklung der Euro-Krise und den mit ihr verbundenen Risiken für Deutschland.

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Nach dem Nein des Bundesverfassungsgerichts zu der von der schwarz-gelben Regierung verabschiedeten Wahlrechtsreform haben Regierungsparteien und Opposition eine Neuregelung innerhalb weniger Monate angekündigt. Erste Gespräche werde es spätestens Anfang September geben, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Michael Grosse-Brömer. Derzeit ist Deutschland ohne gültige Wahlordnung für die Bundestagswahl im Herbst 2013. Das höchste deutsche Gericht hatte zentrale Bestimmungen des neuen Bundeswahlgesetzes für verfassungswidrig erklärt. Die Richter beanstandeten insbesondere Verzerrungen durch zu viele Überhangmandate und widersinnige Effekte bei der Berechnung der Abgeordnetensitze. Bereits 2008 hatten die Karlsruher Richter das frühere Wahlrecht als nicht mit dem Grundgesetz vereinbar erklärt. Gegen die 2011 verabschiedete Neuregelung hatten SPD, Grüne und mehr als 3000 Bürger geklagt.

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Die Bayreuther Festspiele sind mit einer umjubelten Neuinszenierung der Richard-Wagner-Oper "Der Fliegende Holländer" eröffnet worden. Uneingeschränkten Beifall gab es im Festspielhaus für Sänger, Chor und Orchester unter Dirigent Christian Thielemann. Regisseur Jan Philipp Gloger musste sich neben Beifall auch einige Buh-Rufe gefallen lassen. Der diesjährige Auftakt der Wagner-Festspiele wurde von dem Eklat um den russischen Bassbariton Evgeny Nikitin überschattet. Er hatte sich in früheren Jahren Tätowierungen mit Nazi-Symbolen stechen lassen. Als dies publik wurde, stieg er auf eigenen Wunsch aus der Inszenierung aus. Neben vielen Prominenten war auch die Berliner Politik zahlreich vertreten. Angereist waren Bundeskanzlerin Angela Merkel, Außenminister Guido Westerwelle und Wirtschaftsminister Philipp Rösler. Es sei außerordentlich gut gesungen und sehr gut musiziert worden, sagte die Kanzlerin.

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SPORT: Beim schon vor der feierlichen Eröffnung der Olympischen Sommerspiele am Freitag in London gestarteten Frauen-Fußball-Turnier ist es zu einem Eklat gekommen. Vor dem Spiel Nordkorea gegen Kolumbien wurde auf der Anzeigentafel die Flagge Südkoreas gezeigt. Die Nordkoreanerinnen lehnten es deshalb zunächst ab, zu spielen. Die Olympia-Organisatoren entschuldigten sich. Nordkorea gewann schließlich die mit einstündiger Verspätung angepfiffene Begegnung 2:0.

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