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Nachrichten

26.06.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die US-Regierung besteht auf der unverzüglichen Auslieferung des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden durch Moskau. Eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates in Washington räumte zwar ein, dass es kein Auslieferungsabkommen mit Russland gebe. Snowdens Reisepapiere und die Anschuldigungen gegen ihn seien aber Anlass genug. Der 30-Jährige hatte vertrauliche Informationen zu den Telefon- und Internetüberwachungsprogrammen der US-Geheimdienste und ihrer britischen Kollegen öffentlich gemacht. Die US-Justiz sucht ihn nun wegen Spionage. Der russische Präsident Wladimir Putin lehnte eine Auslieferung aber ab. Snowden befinde sich im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo und sei ein freier Mann, sagte Putin.

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US-Präsident Barack Obama hat einen neuen Plan vorgelegt, um den Klimawandel zu bekämpfen. In einer Rede an der Georgetown-Universität in Washington kündigte er an, die Emissionen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid durch Kohlekraftwerke zu begrenzen. Bis 2014 sollen neue Höchstgrenzen stehen. Kohlekraftwerke sind in den USA für fast ein Drittel des Treibhausgas-Ausstoßes verantwortlich. Außerdem kündigte Obama Investitionen in erneuerbare Energien wie Solarenergie und Windkraft an sowie in Energiesparmaßnahmen. Die konservativen Republikaner sowie die Industrie kritisierten Obamas Ankündigungen. Dadurch würden der wirtschaftliche Aufschwung und Arbeitsplätze gefährdet. EU-Kommissions-Präsident Jose Manuel Barroso erklärte dagegen, nun bekomme der Kampf gegen den Klimawandel neuen Schwung.

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Bei Unruhen in der chinesischen Region Xinjiang sind 27 Menschen getötet worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die Regionalbehörden. Die dünn besiedelte Wüstenregion im Westen Chinas ist die Heimat der muslimischen Volksgruppe der Uiguren. Diese fühlen sich durch die Han-Chinesen, die von Peking systematisch in der rohstoffreichen Grenzprovinz angesiedelt werden, zunehmend an den Rand gedrängt. Seit Jahren kommt es in Xinjiang immer wieder zu blutigen Konflikten zwischen den beiden Volksgruppen. Während Peking "Terroristen" für die Gewalttaten verantwortlich macht, sprechen uigurische Exilorganisationen von der Niederschlagung legitimer Proteste.

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Die EU-Landwirtschaftsminister haben sich auf eine Reform der europäischen Agrarpolitik geeinigt. EU-Diplomaten bestätigten den Kompromiss in Luxemburg. Ziel ist es, die Landwirtschaft umweltfreundlicher zu machen. Es soll mehr Geld aus Brüssel für umweltfreundliches Wirtschaften und mehr für kleinere Bauernhöfe geben. Die Unterstützung soll sich hauptsächlich nach der bewirtschafteten Fläche richten und weniger nach der produzierten Nahrungsmittelmenge. Außerdem soll Nachwuchsbauern der Einstieg erleichtert werden. Beschlossen ist das Gesetzespaket mit der Einigung der EU-Staaten aber noch nicht, das Europapaparlament muss noch zustimmen. Bei den Agrarausgaben der EU geht es um einen riesigen Posten im Haushalt der Gemeinschaft. Jährlich fließen rund 60 Milliarden Euro aus den EU-Töpfen an die Landwirtschaftsbetriebe, das sind fast 40 Prozent aller EU-Ausgaben.

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Der Internationale Gerichtshof in Den Haag verhandelt von heute an über eine Klage Australiens gegen das japanische Walfang-Programm. Der australische Generalstaatsanwalt Mark Dreyfus begründete die Klage damit, dass sein Land sich mehr als 20 Jahre lang vergeblich bemüht habe, auf diplomatischem Wege ein Ende des Walfangs der Japaner zu erreichen. Der kommerzielle Walfang ist seit 1986 - abgesehen von wenigen Ausnahmen - weltweit verboten. Erlaubt ist der Walfang lediglich zur Erforschung der selten gewordenen Meeressäuger. Japan beteuert, sich an diese Regeln zu halten. Kritiker bezweifeln das. Zudem lehne inzwischen ein Großteil der Japaner den Verzehr von Walfleisch ab. Das führe dazu, dass sich das Fleisch in Kühlhallen türme. Jedes Jahr würden außerdem hunderte Tonnen zu Tierfutter verarbeitet.

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