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Nachrichten

26.06.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

A Turkish Air Force F-4 war plane fires during a military exercise in Izmir, in this May 26, 2010 file photo. Turkey lost a F-4 warplane, similar to the one pictured, over the Mediterranean on June 22, 2012, but Turkish Prime Minister Tayyip Erdogan said in his first public comments, he could not say whether the plane had crashed or been shot down. REUTERS/ Osman Orsal/Files (TURKEY - Tags: MILITARY CIVIL UNREST TRANSPORT POLITICS)

Türkei Syrien Angriff auf Kampfjet

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Der NATO-Rat befasst sich an diesem Dienstag in Brüssel mit dem Abschuss eines türkischen Kampfflugzeuges durch Syrien. Schon vor Beginn des Treffens verschärfte die Regierung in Ankara ihre Kritik an der Führung in Damaskus. Der Vorfall sei eine ernste Bedrohung für Frieden und Sicherheit in der Region, hieß es in einem Schreiben an die Vereinten Nationen. Vizeregierungschef Bülent Arinç drohte mit einem Strom-Embargo, das vorerst nur aus humanitären Gründen nicht umgesetzt werde. Syrische Streitkräfte hatten das unbewaffnete türkische Flugzeug am Freitag vor der Küste abgeschossen. Dabei wurden vermutlich beide Piloten getötet. Die EU-Außenminister hatten das syrische Vorgehen scharf verurteilt. Nach türkischen Angaben wurde noch ein weiteres türkisches Flugzeug angegriffen, das den abgestürzten Piloten der ersten Maschine helfen wollte.

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Die US-Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit von 28 spanischen Banken herabgestuft. Die Bonitätsnoten wurden je nach Geldinstitut um ein bis vier Stufen gesenkt, wie Moody's in New York mitteilte. Moody's begründete die Entscheidung mit den zu erwartenden steigenden Verlusten aus der Immobilienkrise sowie der gesunkenen Kreditwürdigkeit Spaniens insgesamt. Das Land hatte am Montag offiziell Finanzhilfen der Eurozone beantragt. Die spanischen Banken befinden sich nach dem Platzen einer Immobilienblase in einer schwierigen Situation. Die Wirtschaft schrumpfte zu Jahresbeginn das zweite Quartal in Folge, womit das Land sich wieder in der Rezession befindet. Die Arbeitslosenrate liegt derzeit bei mehr 24 Prozent.

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US-Präsident Barack Obama hat den neuen griechischen Regierungschef Antonis Samaras bei der Umsetzung von Steuerreformen zur engen Zusammenarbeit mit den internationalen Geldgebern seines Landes aufgefordert. In einem Telefonat erklärte Obama laut griechischen Regierungskreisen zudem, Griechenland müsse daran arbeiten, in der Euro-Zone zu bleiben. Das Weiße Haus teilte mit, Obama habe Samaras zu dessen Wahlsieg gratuliert und ihm nach dessen Augenoperation eine rasche Genesung gewünscht. Unterdessen sah sich die griechische Regierung mit neuen Problemen konfrontiert: Nach der Erkrankung von Ministerpräsident Samaras reichte am Montag der designierte Finanzminister infolge gesundheitlicher Probleme seinen Rücktritt ein. Auf dem EU-Gipfel Ende der Woche in Brüssel will Staatspräsident Karolos Papoulias sein Land vertreten. Deshalb werden dort keine grundlegenden Entscheidungen zu Griechenland erwartet.

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In Japan hat Regierungschef Yoshihiko Noda sein Ziel einer Anhebung der Verbrauchssteuer erreicht, damit aber seine Machtbasis riskiert. Das Unterhaus des Parlaments stimmte mit Hilfe der Opposition einem in Nodas eigener Regierungspartei DPJ sehr umstrittenen Gesetzesantrag zu, die Verbrauchssteuer zu verdoppeln. Mit der stufenweisen Anhebung von fünf auf zehn Prozent bis 2015 sollen angesichts der riesigen Staatsverschuldung die steigenden Sozialkosten bezahlt werden. Nodas größter innerparteilicher Widersacher Ichiro Ozawa hatte gedroht, aus Protest gegen die Steueranhebung zusammen mit anderen Mitgliedern die Demokratische Partei (DPJ) zu verlassen. Damit erscheint nicht ausgeschlossen, dass die Demokraten nur drei Jahre nach Übernahme der Regierungsverantwortung ihre Mehrheit in der mächtigsten Kammer des Parlaments verlieren könnten. Wie sich Ozawa und seine Anhänger am Ende verhalten werden, ist aber noch unklar.

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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) muss wegen des Verhaltens einiger Zuschauer nach dem letzten EM-Vorrundenspiel gegen Dänemark eine Geldstrafe von 25.000 Euro zahlen. Das teilte die Europäische Fußball-Union (UEFA) in Warschau mit. Grund für die Strafe sei das "unangemessene Verhalten" von Fans während der Partie gegen die Dänen am 17. Juni in Lwiw (Lemberg), hieß es in einer Erklärung der UEFA. Weitere Details nannte der Dachverband nicht. Bereits nach dem ersten Spiel gegen Portugal (1:0) hatte der DFB 10.000 Euro zahlen müssen, da deutsche Anhänger mit Papierrollen nach portugiesischen Spielern geworfen hatten. Beim Duell mit Dänemark hatten die deutschen Fans Feuerwerkskörper gezündet. Der DFB kann innerhalb von 24 Stunden Einspruch einlegen.

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