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Nachrichten

26.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hält die Auswirkungen der Griechenland-Krise auch im Falle einer Staatspleite für beherrschbar. Die Staaten der Euro-Zone würden bereits Vorsorge für den Fall treffen, dass das griechische Parlament am Mittwoch entgegen aller Erwartungen das Sparpaket ablehnt und das Land zahlungsunfähig wird, sagte Schäuble der "Bild am Sonntag". Der CDU-Politiker warnte die Abgeordneten in Athen dennoch eindringlich davor, die Sparmaßnahmen scheitern zu lassen. In einem solchen Fall könnten der Internationale Währungsfonds, die Euro-Länder und die EU die nächste Tranche der Hilfsgelder in Höhe von zwölf Milliarden Euro nicht freigeben. Damit wäre auch die Stabilität der Eurozone als Ganzes in Gefahr, so Schäuble weiter. - Die in Griechenland regierenden Sozialisten verfügen im Parlament lediglich über eine knappe Mehrheit. Aus Protest gegen die Sparpolitik haben die Gewerkschaften für Dienstag und Mittwoch erneut zu landesweiten Streiks aufgerufen.

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Unionsparteien und SPD haben die Zustimmung der Grünen zu den Atomausstiegs-Plänen der Bundesregierung begrüßt. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe erklärte, er freue sich über das Votum des Grünen-Sonderparteitags in Berlin. Allerdings werde sich erst beim Bau neuer Netze oder Gaskraftwerke zeigen, ob die Partei auch unpopuläre Maßnahmen beim Umstieg in eine neue Energieversorgung mittrage. Der parlamentarische SPD-Geschäftsführer im Bundestag, Thomas Oppermann, kündigte eine rot-grüne Initiative zur Förderung erneuerbarer Energien im Fall eines Regierungswechsels 2013 an. Hier seien die Vorlagen der schwarz-gelben Koalition nicht befriedigend. Dagegen erklärte Linken-Fraktionschef Gregor Gysi, die Grünen hätten mit ihrem Ja zu einem Atomausstieg bis 2022 ihre Ziele verraten. Tatsächlich hatten diese bisher verlangt, das letzte Kernkraftwerk 2017 abzuschalten.

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Einen Tag vor dem Deutschland-Besuch von Chinas Regierungschef Wen Jiabao hat die Volksrepublik den bekannten Menschenrechtsaktivisten Hu Jia freigelassen. Der 37-Jährige wurde nach Verbüßung seiner mehr als dreijährigen Haftstrafe entlassen. Hu war unmittelbar vor den Olympischen Spielen in Peking im April 2008 wegen -wie es hieß- "Untergrabung der Staatsgewalt" zu gut drei Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte zuvor immer wieder auf seinem Blog sowie in E-Mails und Interviews mit ausländischen Journalisten Menschenrechtsverstöße in China angeprangert. Im Dezember 2008 erhielt er für seinen Einsatz für Bürgerrechte vom Europaparlament den Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit. Hus Freilassung erfolgte vier Tage, nachdem der Künstler und Regierungskritiker Ai Weiwei aus der Polizeihaft entlassen worden war. Es wird vermutet, dass Hu ähnlich wie Ai und andere Aktivisten unter Hausarrest gestellt wird.

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Vietnam und China wollen Medienberichten zufolge ihre Auseinandersetzungen über strittige Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer auf dem Verhandlungsweg beilegen. Das meldet die chinesische Agentur Xinhua nach Gesprächen des chinesischen Staatsrats Dai Bingguo mit dem stellvertretenden vietnamesischen Außenminister Ho Xuan Son in Peking. Beide Seiten wollten alles unternehmen, um Frieden und Stabilität in der Region zu bewahren. Nähere Einzelheiten nannte die Agentur nicht. Die beiden kommunistischen Staaten streiten seit Jahren um die Spratley- und die Paracel-Inseln, bei denen große Öl- und Gasvorkommen vermutet werden.

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Jemenitische Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben mehrere aus einem Gefängnis ausgebrochene Kämpfer des Terror-Netzwerks Al Kaida getötet. Die Männer, die vor ihrer Flucht auf die Vollstreckungen ihrer Todesstrafen gewartet hätten, seien während einer Verfolgungsjagd erschossen worden, teilten die Behörden mit. Am vergangenen Mittwoch waren fast 60 Insassen einer Haftanstalt in der Stadt Mukalla entkommen, nachdem sie ihre Aufseher überwältigt und deren Waffen entwendet hatten. Jüngste Ermittlungen führten zu der Erkenntnis, dass die Häftlinge vor ihrem Ausbruch über Mobilfunkgeräte sowie über Werkzeug zum Graben eines Tunnels verfügten.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Südwesten freundlich und trocken. Sonst zunächst noch dichte Wolkenfelder und vor allem nach Norden und Osten hin gebietsweise etwas Regen. Tageshöchstwerte zwischen 18 Grad an der Ostsee und bis zu 30 Grad am Oberrhein.

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