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Nachrichten

26.05.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:18

Nachrichten von Montag, 26. Mai 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Bei den Wahlen zum Europaparlament haben EU-kritische und rechtsorientierte Parteien in vielen der 28 EU-Staaten deutlich hinzugewonnen. Stärkste Kraft blieb trotz deutlicher Verluste die konservative Europäische Volkspartei (EVP). Nach EU-weiten Hochrechnungen kommt das Bündnis der konservativen europäischen Parteien mit dem Luxemburger Jean Claude Juncker als Spitzenkandidat auf gut 28 Prozent der Stimmen. Auch die Sozialdemokratische Partei Europas (SPE) mit dem Deutschen Martin Schulz als Spitzenmann verliert und kommt mit knapp 25 Prozent auf Platz zwei. Drittstärkste Kraft werden mit rund neun Prozent die Liberalen. Die Grünen kommen auf gut sieben Prozent. Nur die europafeindlichen beziehungsweise europakritischen Parteien sind künftig deutlich stärker im EU-Parlament in Straßburg vertreten. Rechtsaußen-Parteien kommen insgesamt auf etwa ein Fünftel der Sitze. In Frankreich löste der Wahlsieg des rechtsextremen Front National (FN) mit knapp 25 Prozent ein politisches Erdbeben aus. In Großbritannien kam der Rechtspopulist Nigel Farage mit seiner UKIP vermutlich auf rund 28 Prozent. Auch in Dänemark und Österreich legten die Rechtspopulisten deutlich zu. In Griechenland setzte sich die Linksallianz Syriza mit über 26 Prozent an die Spitze. In Italien kann die euroskeptische Fünf-Sterne-Bewegung des Komikers Beppe Grillo mit bis zu 28 Prozent rechnen.

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Der prowestliche Milliardär Petro Poroschenko hat die Präsidentenwahl in der Ukraine nach ersten offiziellen Teilergebnissen bereits im ersten Wahlgang gewonnen. Diese sehen den Schokoladenunternehmer bei etwa 54 Prozent der Stimmen. Die frühere Ministerpräsidentin Julia Timoschenko rangierte demnach mit etwa 13 Prozent weit abgeschlagen. Poroschenko ließ sich bereits von seinen Anhängern feiern. Dabei erklärte der 48-Jährige die Schaffung von Frieden in dem zwischen europäisch und prorussisch orientierten Kräften gespaltenen Land zu seiner wichtigsten Aufgabe. Als erstes werde er in den Osten des Landes reisen, um "Krieg und Chaos" dort zu beenden. Zugleich sprach sich Poroschenko für einen Dialog mit Russland aus. Allerdings werde die Ukraine niemals das illegale Referendum und die Okkupation der Krim anerkennen.

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Papst Franziskus hat am letzten Tag seiner Nahostreise an der Klagemauer in der Altstadt von Jerusalem gebetet, der heiligsten Stätte der Juden. Auf dem Programm stand anschließend ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Auf dem Tempelberg war Franziskus vom Großmufti der Stadt, Mohammed Hussein, empfangen worden. Der Papst rief dabei zur Versöhnung zwischen Moslems, Juden und Christen auf und mahnte, niemand dürfe "im Namen Gottes Gewalt anwenden". Als Überraschung der Papstreise gilt seine Einladung an den israelischen Präsidenten Schimon Peres und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu einem Gebetstreffen in den Vatikan. Beide nahmen die Einladung an.

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Vier Tage nach dem Militärputsch in Thailand hat König Bhumibol Armeechef Prayut Chan-ocha offiziell zum neuen Regierungschef ernannt. Der Monarch habe den General "zum Vorsitzenden des Nationalen Rates für Frieden und Ordnung" ernannt, um das Land zu führen, heißt es in einer königlichen Order, aus denen Nachrichtenagenturen zitieren. Der Armeechef drohte ein scharfes Vorgehen gegen alle Proteste an. Nach monatelangen Unruhen hatte die Armee am Dienstag das Kriegsrecht verhängt und zwei Tage später die Macht im Land übernommen. Die bereits zuvor von der Justiz abgesetzte Regierungschefin Yingluck Shinawatra und andere führende Politiker waren vorübergehend festgenommen worden.

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In Ägypten haben die Präsidentenwahlen begonnen. Als klarer Favorit gilt der frühere Armeechef Abdel Fattah al-Sissi. Er ist seit dem Sturz des islamistischen Staatschefs Mohammed Mursi vor knapp einem Jahr unbestritten der starke Mann des Landes und genießt in der Bevölkerung großen Rückhalt. Einziger Gegenkandidat ist der Linkspolitiker Hamdin Sabahi, dem aber keine Chancen eingeräumt werden. Die zweitägige Wahl wird von einem massiven Sicherheitsaufgebot überwacht, es werden Anschläge militanter Mursi-Anhänger befürchtet.

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Russland ist zum 27. Mal Eishockey-Weltmeister. Der Rekord-Champion sicherte sich den Titel mit einem 5:2 Sieg gegen Finnland im Endspiel in Minsk. Das russische Team gewann alle zehn Spiele bei dem Turnier in Weißrussland. Im Februar noch hatten die Finnen die Eishockey-Übermacht aus Russland gedemütigt. Ausgerechnet bei den Olympischen Spielen in Sotschi warfen die Finnen die Gastgeber schon im Viertelfinale aus dem Turnier.

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