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Nachrichten

26.05.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Staats- und Regierungschefs der acht größten Industriestaaten (G 8) kommen an diesem Donnerstag im französischen Badeort Deauville zu einem zweitägigen Gipfeltreffen zusammen. Dabei geht es zunächst um die Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima. Angesichts des Wandels in Nahost und in Nordafrika wollen sich die G 8 außerdem als Partner anbieten, um die Demokratiebewegungen zu unterstützen. Auch sind Finanzhilfen und ein Schuldenerlass für Ägypten und Tunesien vorgesehen. In Deauville werden ferner Gespräche über die Nachfolge an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) erwartet. Die französische Finanzministerin Christine Lagarde will für die Nachfolge von Dominique Strauss-Kahn kandidieren. Derzeit gibt Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundestag eine Regierungserklärung zum G-8-Gipfel ab. - Zur G-8-Gruppe gehören die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan und Russland.

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Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen soll nach dem Willen mehrerer europäischer Staaten das gewaltsame Vorgehen syrischer Sicherheitskräfte gegen Demonstranten verurteilen. Ungeachtet einer drohenden Ablehnung durch Russland hätten Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Portugal einen entsprechenden Entwurf für eine UN-Resolution eingebracht, erklärten Diplomaten in New York. In dem Papier wird eine systematische Verletzung von Menschenrechten in Syrien beklagt. Sanktionen oder ein Militäreinsatz wie in Libyen soll es aber nicht geben. Nach Angaben von UN-Diplomaten wird über den Entwurf nicht vor kommender Woche abgestimmt. Die syrischen Behörden gehen seit Monaten gegen die Protestbewegung vor. Nach Darstellung von Menschenrechtlern wurden bislang mindestens 1100 Zivilisten getötet.

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Das amerikanische Außenministerium hat wegen der sich verschlechternden Lage im Jemen US-Diplomaten zum Verlassen des Landes aufgefordert. Von der Anordnung sind die meisten der nicht unbedingt für die Arbeit der US-Botschaft in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa erforderlichen Mitarbeiter betroffen, sowie Familienangehörige der Mitarbeiter der Botschaft. Auch privaten US-Bürgern im Jemen wurde eine Ausreise nahegelegt. Die Warnung des Außenministeriums ist ein Zeichen zunehmender Sorgen der USA mit Blick auf die eskalierende Lage im Jemen. Dort kam es am Mittwoch den dritten Tag in Folge zu blutigen Straßenkämpfen zwischen Anhängern und Gegnern von Präsident Ali Abdullah Saleh. Mindestens 69 Menschen wurden seit Montag bei den Gefechten getötet. Saleh trotzte weiter den gegen ihn erhobenen Rücktrittsforderungen und erklärte, er werde die Macht nicht abgeben und das Land nicht verlassen.

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Die USA verringern auf Wunsch Pakistans ihre Militärpräsenz in dem südasiatischen Staat. Dort sind rund 200 US-Soldaten stationiert, wie ein Pentagonsprecher in Washington mitteilte. Sie sind vor allem als Ausbilder und Berater der pakistanischen Armee im Einsatz. Wie viele davon auf Bitten der Regierung in Islamabad bereits abgezogen worden sind, sagte der Sprecher nicht. Eine US-Spezialeinheit hatte Anfang Mai bei einer geheimen Militäraktion Al-Kaida-Chef Osama bin Laden in der pakistanischen Stadt Abbottabad getötet. Das unangekündigte Vorgehen der USA führte zu Spannungen zwischen Washington und Islamabad.

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In der georgischen Hauptstadt Tiflis ist es wieder zu blutigen Ausschreitungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten gekommen. Dabei wurde ein Polizist getötet. Mindestens 20 Personen seien verletzt worden, berichten einheimische Medien. Es gab zahlreiche Festnahmen, darunter sollen auch Journalisten sein. Mit Tränengas und Wasserwerfern waren Truppen des Innenministeriums in der Nacht gegen eine Kundgebung von tausenden Gegnern von Präsident Michail Saakaschwili vorgegangen. Die Opposition fordert seit langem den Rücktritt des Präsidenten, dem sie einen diktatorischen Führungsstil vorwirft. Der Russland-Gegner Saakaschwili will die Kaukasus-Republik nach eigenen Angaben in die Europäische Union und in die NATO führen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Am Donnerstag im Osten viel Sonne, zum Abend einzelne Wärmegewitter. Im Westen nur anfangs heiter, danach wolkiger mit gebietsweisen Schauern und Gewittern. Die Tagestemperaturen steigen auf 20 bis 30 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Freitag häufige Schauer, Richtung Alpen ergiebiger Regen. Deutlich kühler.

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