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Nachrichten

26.04.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:54

Nachrichten von Dienstag, 26. April 2016 – langsam gesprochen als MP3

Pressefreiheit in der Türkei beschäftigt Bundestag:

Die Grünen haben eine aktuelle Stunde des Bundestages zum Umgang der Türkei mit Medienvertretern beantragt. Meinungs- und Pressefreiheit würden dort immer weiter eingeschränkt, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Britta Haßelmann, der "Bild"-Zeitung. Kritik am türkischen Präsidenten Erdogan führe zu Repressionen, ausländische Journalisten würden abgewiesen, Zeitungen unter staatliche Aufsicht gestellt. EU-Parlamentspräsident Schulz (SPD) sagte dem Blatt, sollte die Türkei tatsächlich schwarze Listen mit den Namen unerwünschter Reporter führen, müssten diese offengelegt werden. Solche Listen hätten in Demokratien nichts zu suchen. Zuvor hatten die türkischen Behörden mehrere Vertreter deutscher Medien an der Einreise gehindert.

Ukraine gedenkt der Atomkatastrophe von Tschernobyl:

In der Ukraine wird an diesem Dienstag der Opfer der Atomkatastrophe von Tschernobyl vor 30 Jahren gedacht. Schon in der Nacht legten zahlreiche Menschen Blumen am Denkmal für die Opfer in der Kleinstadt Slawutitsch nahe des Unglücksortes nieder und zündeten Kerzen an. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko wird zu einer Gedenkveranstaltung am Unglücksreaktor erwartet und will dort einen Kranz niederlegen. Auf den Tag genau vor 30 Jahren war im Atomkraftwerk von Tschernobyl ein Reaktor explodiert. Es wurden große Mengen Radioaktivität freigesetzt, die weite Gebiete der damaligen Sowjetunion und Europas verstrahlten. Die Zahl der Todesfälle, die langfristig auf den Super-GAU zurückzuführen sind, ist umstritten: Ein UN-Gutachten rechnete 2005 mit bis zu 4000 Strahlentoten, die Umweltorganisation Greenpeace geht langfristig eher von 100.000 Toten aus.

Kanadische Geisel von Abu Sayyaf ermordet:

Ein auf den Philippinen von der Islamistengruppe Abu Sayyaf gekidnappter Kanadier ist von seinen Entführern enthauptet worden. Premierminister Justin Trudeau sprach in der Hauptstadt Ottawa von einem "kaltblütigen Mord". Die Terroristen hatten den Kanadier zusammen mit einem Landsmann im September aus einer Hotelanlage entführt. Die andere Geisel befindet sich weiterhin in der Hand der Abu Sayyaf. Auf einem zuvor übermittelten Video waren die Männer mit einem ebenfalls verschleppten Norweger und einer philippinischen Frau zu sehen. Für jede Geisel hatten die Täter 20 Millionen Euro Lösegeld verlangt. Die Islamistengruppe Abu Sayyaf kämpft für einen sogenannten Gottesstaat im Süden der Philippinen. Sie hat mehrfach Ausländer in ihre Gewalt gebracht, darunter auch Deutsche.

ThyssenKrupp entgeht australisches U-Boot-Geschäft:

ThyssenKrupp hat das Rennen um einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag der australischen Regierung verloren. Premierminister Malcolm Turnbull teilte mit, der französische Schiffbaukonzern DCNS habe den Zuschlag erhalten. Das Projekt unter Beteiligung einer U-Boot-Werft in Australien soll sich über mehrere Jahrzehnte erstrecken. Mit einem Volumen von etwa 35 Milliarden Euro wäre es für ThyssenKrupp einer der größten Aufträge der Unternehmensgeschichte gewesen. Ebenfalls beworben hatte sich ein japanisches Konsortium mit Mitsubishi und Kawasaki. Australien will seine U-Boot-Flotte von derzeit sechs Schiffen ersetzen und ausbauen. Im März hatte die Regierung angekündigt, bis 2025 rund 134 Milliarden Euro in ein Rüstungsprogramm zu investieren.

Medien: Viele VW-Führungskräfte in Dieselaffäre verwickelt:

Bei den internen Untersuchungen der Volkswagen-Abgasaffäre gibt es laut Medienberichten bisher keine Belege für eine Beteiligung des früheren Vorstands. Fast alle Top-Manager unterhalb dieser Ebene, die in die Motorenentwicklung eingebunden waren, seien dagegen belastet. Das melden der Westdeutsche und der Norddeutsche Rundfunk ohne Angaben von Quellen. Die von VW beauftragte Anwaltskanzlei, die die Affäre untersucht, habe umfangreiche Aussagen protokolliert. Darunter sei auch ein Geständnis des ehemaligen Bereichsleiters für Antriebselektronik. Den beiden Sendern zufolge fiel der Entschluss zum Betrug im Jahr 2006. Der damalige Chef der Motorenentwicklung soll den Einbau der Manipulationssoftware gebilligt haben. An diesem Dienstag beginnen die Tarifverhandlungen für die rund 120.000 VW-Mitarbeiter. Die Gewerkschaft IG Metall will fünf Prozent mehr Lohn.

Schauspieler Rudolf Wessely gestorben:

Der Schauspieler Rudolf Wessely ist tot. Der gebürtige Wiener starb im Alter von 91 Jahren, wie das Residenztheater in München mitteilte. Als Dramaturg, Regisseur und Schauspieler hatte Wessely in den vergangenen Jahrzehnten prägenden Einfluss auf die Theaterlandschaft. Als Schauspieler war er unter anderem am Wiener Burgtheater und an den Münchner Kammerspielen engagiert. Zu seinen Paraderollen gehörten der Narr in Shakespeares "König Lear" und Nathan in Lessings "Nathan der Weise". Beim breiten Publikum wurde Wessely durch zahlreiche Film- und Fernsehrollen bekannt.

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