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Nachrichten

26.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In Pakistan hat der Oberste Gerichtshof Premierminister Yousuf Raza Gilani wegen Missachtung der Justiz verurteilt. Eine Gefängnisstrafe wurde aber nicht verhängt, wie das staatliche Fernsehen berichtete. Gilani musste sich seit Februar vor den Richtern verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, neue Ermittlungen gegen Staatspräsident Asif Ali Zardari wegen Korruption unterbunden zu haben. Die Verurteilung dürfte den Premierminister sein Amt kosten. Gemäß der pakistanischen Verfassung dürfen Verurteilte keine öffentlichen Posten bekleiden.

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Angesichts der täglichen Opferzahlen aus Syrien hat Frankreich eine rasche Entsendung der vereinbarten 300 UN-Beobachter gefordert. Derzeit sind 15 unbewaffnete UN-Mitarbeiter vor Ort. Außerdem sollten die Vereinten Nationen ein militärisches Eingreifen in Erwägung ziehen, falls der Friedensplan des internationalen Vermittlers Kofi Annan scheitern sollte, sagte der französische Außenminister Alain Juppé in Paris. Er empfing dort syrische Oppositionelle. Nach seinen Worten hat seine Regierung bereits mit anderen Ländern die Berufung auf Kapitel VII der UN-Charta erörtert, wonach ein solcher Waffengang zulässig sei. In Syrien wurden bei neuen Verstößen gegen die seit knapp zwei Wochen offiziell geltende Feuerpause am Mittwoch mehr als 65 Menschen getötet. Diese Zahl nannten sowohl Oppositionelle als auch Staatsmedien. Besonders die Protesthochburg Hama und Vororte der Hauptstadt Damaskus lagen unter Beschuss der Regierungstruppen.

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Der letzte Ministerpräsident des Mubarak-Regimes darf nun doch bei der Präsidentenwahl in Ägypten kandidieren. Die Wahlkommission akzeptierte nach Angaben der ägyptischen Nachrichtenagentur Mena den Einspruch von Ahmed Schafik. Am Dienstag hatte die Kommission Schafik aufgrund eines Gesetzes von der Teilnahme ausgeschlossen, das die Kandidatur ehemaliger Top-Funktionäre für politische Ämter für zehn Jahre untersagt. Um das höchste Staatsamt bewerben sich derzeit 13 Kandidaten. Gute Chancen haben nach jüngsten Umfragen der unabhängige Islamist Abdel Moneim Abul Futuh, der frühere Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa, und der Muslimbruder Mohammed Mursi. Die erste Runde der Präsidentenwahl in Ägypten beginnt am 23. Mai.

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Nach der Mordserie durch die Zwickauer Neonazi-Gruppe nimmt nun der Untersuchungsausschuss des Bundestages seine Beweisaufnahme auf. Zunächst werden führende Vertreter der Polizei-Sonderkommission "Bosporus" befragt. Die Parlamentarier wollen wissen, warum die Ermittler nicht zu einem früheren Zeitpunkt von einem rechtsextremen Hintergrund der Taten ausgingen. Der Zwickauer Terror-Truppe werden insgesamt zehn Morde zur Last gelegt.

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Der FC Bayern München steht im Finale der Champions League. Der deutsche Fußball-Rekordmeister setzte sich im Halbfinal-Rückspiel bei Real Madrid mit 3:1 im Elfmeterschießen durch. Nach der regulären Spielzeit und der Verlängerung stand es 2:1 für Real. Das Hinspiel hatten die Münchner mit 2:1 gewonnen. Damit trifft die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes im Endspiel am 19. Mai im eigenen Stadion in München auf den FC Chelsea. Der Club aus London hatte sich gegen Titelverteidiger FC Barcelona durchgesetzt.

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