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Nachrichten

26.04.2011 - Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist mit 25 symbolischen Glockenschlägen an das Reaktor-Unglück von Tschernobyl vor genau 25 Jahren erinnert worden. Der russisch-orthodoxe Patriarch Kirill sagte während eines Gedenkgottesdienstes, die Welt habe in friedlichen Zeiten keine Katastrophe erlebt, die mit dem verglichen werden könne, was in Tschernobyl passiert sei. Die Explosion des dortigen Atommeilers am 26. April 1986 setzte krebserregenden radioaktiven Niederschlag über weiten Teilen Europas frei. Hunderttausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. In der verstrahlten Sperrzone werden die Präsidenten der am stärksten betroffenen ehemaligen Sowjetrepubliken Ukraine und Russland an die vielen Strahlenopfer erinnern. Nach Schätzungen starben zwischen 10.000 und mehr als 100.000 Menschen an den Folgen der Katastrophe. Der provisorisch abgedichtete Reaktorblock droht seit Jahren einzustürzen. Ein etwa 1,6 Milliarden Euro teurer Sarkophag soll den brüchigen Schutzmantel ersetzen.

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Wegen der Unruhen in Syrien haben die USA ihre Staatsbürger zur schnellen Ausreise aufgefordert. Das Außenministerium riet zudem von allen Besuchen in dem Land ab. Auch der Betrieb der US-Botschaft in Damaskus werde eingeschränkt, hieß es aus Washington. Die jüngsten blutigen Militäreinsätze in Syrien verurteilte die amerikanische Regierung scharf und drohte der Führung in Damaskus zudem mit gezielten Sanktionen. Die USA prüften eine Reihe von Möglichkeiten als Reaktion auf die nicht zu akzeptierende Gewalt gegen Demonstranten, verlautete aus dem Weißen Haus. Die Regierung des syrischen Präsidenten Baschir el Assad war zuletzt immer härter gegen ihre innenpolitischen Gegner vorgegangen. Nach Angaben aus der Protestbewegung wurden erneut mindestens 39 Menschen getötet, als mehrere tausend Soldaten unterstützt von Panzerfahrzeugen in Daraa einrückten. Die Stadt im Süden des Landes gilt als eines der Zentren des Aufstandes.

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Nach den jüngsten NATO-Luftangriffen auf die Residenz von Libyens Machthaber Muammar el Gaddafi ist die Hauptstadt Tripolis erneut von heftigen Explosionen erschüttert worden. Einwohner berichteten von fünf Explosionen, es seien Rauch und Flammen aufgestiegen. Gaddafi selbst befindet sich nach Angaben eines Regierungssprechers an einem sicheren Ort. Inzwischen erklärte sich auch Italien zu Luftangriffen in Libyen bereit. In einer in Rom veröffentlichten Erklärung teilte Ministerpräsident Silvio Berlusconi mit, die Luftwaffe seines Landes werde sich künftig bei Angriffen gegen militärische Ziele mitmachen, um zum Schutz der libyschen Zivilbevölkerung beizutragen. Bislang hatten die italienische Kampfflugzeuge lediglich an Aufklärungs- und Überwachungsaktionen teilgenommen.

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Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy kommen an diesem Dienstag in Rom zusammen, um über den künftigen Umgang mit Flüchtlingen zu beraten. Aufgrund der Entscheidung Italiens, den in den vergangenen Monaten ins Land gekommenen tunesischen Migranten Sondervisa zu geben und sie damit nach Frankreich weiterreisen zu lassen, war es zuletzt zu Spannungen zwischen beiden Staaten gekommen. Seit dem Sturz von Präsident Zine el Abidine Ben Ali im Januar sind mehr als 23.000 Tunesier illegal nach Italien eingereist.

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Der frühere US-Präsident Jimmy Carter und drei weitere ehemalige Staats- und Regierungschefs sind in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang eingetroffen. Sie versuchen, im Konflikt zwischen Nord- und Südkorea zu vermitteln und die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu verringern. Der 86-jährige Carter wird vom früheren finnischen Präsidenten Martti Ahtisaari, der ehemaligen norwegischen Ministerpräsidentin Gro Brundtland und der einstigen irischen Präsidentin Mary Robinson begleitet. Die Delegation will sich bei ihren Gesprächen auf Nordkoreas umstrittenes Atomwaffenprogramm und die Nahrungsmittelknappheit des international isolierten Landes konzentrieren. Von Nordkorea wird die Vierer-Gruppe nach Südkorea weiterreisen.

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Das Wetter in Deutschland: In Sachsen stark bewölkt mit Schauern und Gewittern. Sonst meist sonnig und trocken. Höchstwerte 14 bis 20 Grad.

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