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Nachrichten

26.03.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:46

Nachrichten von Donnerstag, 26. März 2015 – langsam gesprochen als MP3

Medien: Ein Pilot vor Germanwings-Absturz nicht im Cockpit:

Einer der beiden Piloten des in Frankreich verunglückten Germanwings-Flugzeugs war vor dem Absturz offenbar nicht an seinem Platz. Wie aus französischen Ermittlerkreisen verlautete, verließ der Pilot nach dem Start der Maschine das Cockpit und gelangte später nicht wieder hinein. Dies gehe aus den Daten des ausgewerteten Stimmenrekorders hervor, meldet die Zeitung "New York Times". Inzwischen konnten in den südlichen Alpen die ersten Todesopfer geborgen werden. Inmitten der Trümmer suchen Helfer weiter nach dem zweiten Flugschreiber. Eine Explosion in der Luft schlossen die Experten aus. Der Airbus sei geflogen, bis er an einem Berg zerschellt sei. Die Ursache des Unglücks, das keiner der 150 Insassen an Bord überlebt hat, ist weiterhin unklar.

Saudi-Arabien beginnt Militäreinsatz im Jemen:

Kurz nach dem Beginn saudischer Luftangriffe im Nachbarland Jemen melden die Einheiten von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi erste Erfolge. Hadi-treue Kräfte hätten die Kontrolle über den Flughafen Aden im Süden des Landes zurückgewonnen, berichten örtliche Medien. Zuvor hatten Einheiten, die mit den schiitischen Huthi-Rebellen verbündet sind, den Flughafen erobert. Im Nachrichtensender Al-Arabija hieß es, Saudi-Arabien habe nach einer Reihe von Bombardements gegen die Rebellen die Lufthoheit über den Jemen erlangt. Andere arabische Staaten waren an den saudischen Angriffen beteiligt. Die USA gewähren logistische und geheimdienstliche Unterstützung. Die aufständischen Huthi hatten in den vergangenen Monaten große Teile des Landes eingenommen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Präsident Hadi war deshalb nach Aden geflohen. Sein jetziger Aufenthaltsort ist unklar.

UN: Deutschland hat höchste Asylbewerberzahl:

In den Industriestaaten haben 2014 so viele Menschen Asyl gesucht, wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Wie das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) mitteilte, ist Deutschland das bevorzugte Zielland: Hier wurde rund ein Fünftel von insgesamt fast 900.000 Asyl-Erstanträgen registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der Asylgesuche um 45 Prozent gestiegen. Grund dafür seien vor allem die Kriege in Syrien und im Irak sowie die vielerorts schlechter werdenden humanitären Bedingungen. Das UNHCR weist darauf hin, dass die Asylbewerber nur einen kleinen Teil der Flüchtlinge ausmachten. Anfang letzten Jahres waren demnach mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht, davon 33 Millionen als Vertriebene im eigenen Land.

US-Armee fliegt Luftangriffe gegen IS-Miliz in Tikrit:

Die USA haben erstmals die irakischen Streitkräfte bei ihrem Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" in der Stadt Tikrit mit Luftangriffen unterstützt. Die Bombardements hätten auf Bitten des irakischen Regierungschefs Haidar al-Abadi begonnen, teilte das Pentagon mit. Sie richteten sich gegen insgesamt zwölf Stellungen der Dschihadisten. Der "Islamische Staat" hatte Tikrit zu Beginn seiner Offensive im Juni vergangenen Jahres besetzt. Seit vier Wochen versuchen irakische Einheiten, die strategisch wichtige Stadt zu befreien.

US-Deserteur Bergdahl wegen Fahnenflucht angeklagt:

In den USA ist der in Afghanistan bei einem umstrittenen Gefangenenaustausch freigelassene US-Soldat Bowe Bergdahl der Fahnenflucht angeklagt worden. Laut Armee-Angaben muss sich der 28-Jährige außerdem wegen "Fehlverhaltens vor dem Feind" verantworten. Bei einem Schuldspruch droht ihm lebenslange Haft. Bergdahl hatte sich im Juni 2009 unter ungeklärten Umständen von seinem Armeeposten in der afghanischen Provinz Paktika entfernt und wurde danach von einer den Taliban nahestehenden Gruppe entführt. Nach fünf Jahren Geiselhaft gelang der US-Regierung im Austausch gegen fünf inhaftierte Taliban aus dem Gefangenenlager Guantanamo die Freilassung Bergdahls. Der Fall hatte damals zu einer großen Kontroverse geführt. Die oppositionellen Republikaner warfen US-Präsident Barack Obama vor, mit Terroristen verhandelt und einen gefährlichen Präzedenzfall geschaffen zu haben.

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