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Nachrichten

26.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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US-Präsident Barack Obama hat eine weitere Reduzierung des amerikanischen Atomwaffen-Arsenals in Aussicht gestellt. Darüber wolle er mit dem designierten russischen Präsidenten Wladimir Putin im Mai auf dem Gipfel der acht führenden Industriestaaten (G-8) in Camp David sprechen, sagte Obama in Seoul. In der südkoreanischen Hauptstadt beginnt an diesem Montag ein zweitägiges Gipfel-Treffen zur Nuklearsicherheit. Dabei geht es um die Frage, wie der Missbrauch von radioaktivem Material für terroristische und kriminelle Zwecke verhindert werden kann. An den Beratungen nehmen hochrangige Vertreter von mehr als 50 Ländern und internationalen Organisationen teil, darunter etwa 30 Staats- und Regierungschefs. Deutschland wird von Außenminister Guido Westerwelle vertreten.

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Einen Tag nach der Saarland-Wahl kommen am heutigen Montag die Spitzengremien der Parteien in Berlin zur Analyse des Wahlausgangs zusammen. Auch die Landtagsfraktionen in Saarbrücken beraten das Ergebnis. Klarer Wahlsieger ist nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis die CDU mit 35,2 Prozent der Stimmen. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer plant nun eine Koalition mit den Sozialdemokraten, die sich auf 30,6 Prozent verbessern konnten und damit zweitstärkste Kraft sind. Die Linke musste Verluste hinnehmen und erreichte 16,1 Prozent. Den Piraten gelang mit 7,4 Prozent auf Anhieb der Sprung in den Landtag in Saarbrücken, während die Grünen mit 5,0 Prozent nur knapp den Wiedereinzug schafften. Die FDP stürzte auf 1,2 Prozent ab.

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Die erste Auslandsreise nach seiner Wahl führt Bundespräsident Joachim Gauck an diesem Montag nach Polen. Am Abend wird der polnische Präsident Bronislaw Komorowski seinen deutschen Kollegen und dessen Lebensgefährtin Daniela Schadt in Warschau empfangen. Für Dienstag ist ein gemeinsamer Presseauftritt von Gauck und Komorowski geplant, danach steht zum Abschluss ein Treffen mit Regierungschef Donald Tusk auf dem Programm. Bereits unmittelbar nach seiner Wahl hatte Gauck den Wunsch geäußert, als erstes Ziel im Ausland Polen anzusteuern. Die weitere Aussöhnung mit dem östlichen Nachbarland liegt ihm nach eigenen Worten besonders am Herzen.

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Mit eindringlichen Appellen zur Beendigung der Gewalt ist der Mexiko-Besuch von Papst Benedikt XVI. zu Ende gegangen. Zum Abschluss feierte der Papst eine Messe mit Hunderttausenden Gläubigen im Bicentenario-Park von León. Dort rief er dazu auf, "Ermüdungserscheinungen" im Glauben zu überwinden. Die Antwort auf Armut, Korruption und Drogenkriege sei eine brüderliche Gesellschaft. An dem Gottesdienst nahmen rund 250 Kardinäle und Bischöfe aus ganz Lateinamerika teil. An diesem Montag beginnt das römisch-katholische Kirchenoberhaupt seinen mit Spannung erwarteten Besuch im kommunistischen Kuba. In Santiago de Cuba und in der Hauptstadt Havanna will er jeweils eine Messe feiern. Ein Treffen mit Präsident Raul Castro ist geplant, eine Begegnung mit dessen Bruder Fidel nicht ausgeschlossen.

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Im Senegal ist der frühere Regierungschef Macky Sall zum neuen Staatspräsidenten gewählt worden. Das ergaben erste Ergebnisse der Stichwahl vom Sonntag. Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy hat Sall zu seinem Erfolg gratuliert. Salls Sieg sei eine sehr gute Nachricht für Afrika im Allgemeinen und für Senegal im Besonderen, sagte Sarkozy dem französischen Sender France Info. Offizielle Wahlergebnisse werden jedoch erst am Dienstag oder Mittwoch erwartet. Sall lag in den meisten Wahllokalen deutlich vor Amtsinhaber Abdoulaye Wade. Die Kandidatur Wades war äußerst umstritten: Nach Ansicht der Opposition durfte er sich gemäß der Verfassung nicht ein drittes Mal bewerben. Die einstige Kolonialmacht Frankreich und auch die USA hatten an Wade appelliert, nicht erneut anzutreten. Das oberste Gericht des Senegal genehmigte dennoch dessen Kandidatur.

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In Slowenien haben sich die Bürger gegen eine Ausweitung der Rechte homosexueller Paare ausgesprochen. Bei einem Referendum lehnten gut 55 Prozent ein neues Gesetz ab, das gleichgeschlechtlichen Partnerschaften denselben Rechtsstatus wie heterosexuellen Ehen gewähren sollte. Damit kann das 2011 verabschiedete Gesetz vorerst nicht in Kraft treten. Nach diesem sollten Homosexuelle die leiblichen Kinder ihrer Lebensgefährten adoptieren dürfen. Zudem sollte schwulen oder lesbischen Paaren in den Bereichen Eigentum und Erbe dieselben Rechte zugestanden werden wie Verheirateten. Gegen die Reform hatten sich konservative Gruppierungen und die katholische Kirche stark gemacht. Auch die konservative "Slowenische Demokratische Partei" des neuen Ministerpräsidenten Janez Jansa lehnt das Gesetz ab.

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