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Nachrichten

26.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TRIPOLIS: Im Osten Libyens ist die umkämpfte Stadt Adschdabija nach Korrespondentenberichten wieder unter Kontrolle der Rebellen. In den vergangenen Tagen hatten französische und britische Kampfflugzeuge die Truppen des libyschen Machthabers Gaddafi nahe der strategisch wichtigen Öl-Stadt attackiert. Adschdabija liegt etwa 160 Kilometer südlich der Rebellenhochburg Bengasi. Auch aus Vororten der Hauptstadt Tripolis wurden schwere Explosionen gemeldet. Dort griff die internationale Allianz eine Militäranlage der libyschen Armee an.

KABUL: Nach drei Wochen im Amt ist Verteidigungsminister de Maizière zu einem nicht angekündigten Besuch in Afghanistan eingetroffen. In der Hauptstadt Kabul stehen Treffen mit Präsident Karsai und dem Kommandeur der Internationalen Schutztruppe, US-General Petraeus, auf dem Programm. - Der Bundestag hatte den Afghanistan-Einsatz ausgeweitet: Bis zu 300 deutsche Soldaten sollen sich künftig an der Luftüberwachung durch Awacs-Flugzeuge der NATO beteiligen. So will die Bundesregierung die Verbündeten im Libyen-Konflikt entlasten.

BERLIN: Mit Blick auf die Reaktor-Katastrophe in Japan werden Zehntausende Menschen am heutigen Samstag zu Anti-Atomkraft-Protesten in Berlin, Hamburg, München und Köln erwartet. Die Teilnehmer wollen am Tag vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz den Druck auf die Bundesregierung für eine grundlegende Kehrtwende in der Atompolitik erhöhen. Gewerkschaften, Oppositionsparteien und Kirchen unterstützen die Proteste. Im Rahmen der Demonstrationszüge wird es bundesweit eine Schweigeminute für die Erdbeben-Opfer in Japan geben.

TOKIO: Am havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima lässt eine deutlich angestiegene Strahlenbelastung die Lage immer bedrohlicher erscheinen. Die Betreiberfirma befürchtet, dass Reaktor 3 der Anlage beschädigt ist. Die wahrscheinlichste Folge wäre eine Vergiftung des Grundwassers, hieß es. In Meerwasser außerhalb der Anlagen liege die Konzentration von radioaktivem Jod 131 jetzt um das 1250-fache über dem zulässigen Höchstwert. Um eine Salzverkrustung der Anlagen zu verhindern, solle mindestens einer der Reaktorblöcke nun mit Süßwasser gekühlt werden.

LISSABON: Nach dem Rücktritt von Portugals Regierungschef Sócrates haben sich alle Parteien im Parlament für schnelle Neuwahlen ausgesprochen. Das ergaben die Sondierungsgespräche von Präsident Cavaco Silva in Lissabon. Vor der Ausrufung von Neuwahlen muss er gemäß Verfassung das Parlament auflösen. Sócrates war als Ministerpräsident zurückgetreten, nachdem seine Minderheitsregierung im Parlament keine Mehrheit für das jüngste Sparpaket gefunden hatte.

PEKING: Internationale Menschenrechtsgruppen haben die hohe Haftstrafe für den chinesischen Bürgerrechtler Liu Xianbin scharf kritisiert. "Amnesty International" erklärte, zehn Jahre Gefängnis für das Schreiben von Artikeln sei eine Verhöhnung der Gerechtigkeit. Der 42-Jährige habe sich keines Verbrechens schuldig gemacht. Nach Ansicht der Gruppe "Human Rights in China" zeigt die hohe Strafe, dass die Führung in Peking aus Angst vor Volksaufständen wie in der arabischen Welt die Zügel noch straffer anziehe. Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" sprach von einem Scheinprozess. - Nach Angaben seiner Frau wurde Liu wegen sogenannter Aufstachelung zur Untergrabung der Staatsgewalt schuldig gesprochen.

ZUM SPORT: Formel 1-Weltmeister Vettel hat sich beim Großen Preis von Australien in Melbourne die Pole-Position gesichert. Neben dem Titelverteidiger im Red Bull-Renault startet der Brite Hamilton auf McLaren-Mercedes. Die Mercedes-Werksfahrer Rosberg und Schumacher gehen von Platz sieben und elf ins Rennen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem in der Mitte und im Süden etwas Regen. Im Norden heiter und durchweg trocken. Höchstwerte zwischen drei Grad im Norden und bis zu 18 Grad am Oberrhein. Zuletzt meldeten: Hamburg: 3 Grad, leicht bewölkt; Berlin: 4 Grad, regnerisch; Dresden: 5 Grad, regnerisch; Köln/Bonn: 7 Grad, stark bewölkt; Frankfurt am Main: 9 Grad, bedeckt sowie München: 11 Grad, stark bewölkt.

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