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Nachrichten

26.01.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:11

Nachrichten von Dienstag, 26. Januar 2016 – langsam gesprochen als MP3

Rohani besiegelt in Rom Irans Rückkehr auf den Weltmarkt:

Mit dem Abschluss milliardenschwerer Wirtschaftsverträge auf der ersten Station seiner Europareise in Italien hat der iranische Präsident Hassan Rohani die Rückkehr seines Landes auf den Weltmarkt besiegelt. Die Islamische Republik gebe europäischen Investoren Zugang zur gesamten Region, warb Rohani am Montag in Rom nach einem Treffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi. Dieser sagte, die jetzt, nach der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen Iran geschlossenen Verträge seien "nur der Anfang auf einem langen Weg". An diesem Dienstag wird Rohani von Papst Franziskus im Vatikan empfangen. Anschließend reist er nach Paris, wo er Präsident Francois Hollande treffen wird.

Merkel und Cameron hoffen auf Einigung über EU-Reformen im Februar:

Im Ringen um einen Verbleib Großbritanniens in der EU halten Premierminister David Cameron und Bundeskanzlerin Angela Merkel weitere Anstrengungen für notwendig. Nach einem Telefonat der beiden sagte ein Sprecher Camerons, die Regierungschefs seien sich einig, dass trotz einiger Fortschritte vor dem EU-Gipfel Mitte Februar noch mehr Arbeit zu leisten sei, um die passenden Lösungen zu finden. Cameron dringt auf eine Reform der Beziehungen Großbritanniens zur Europäischen Union. Der britische Premier ist zwar für einen Verbleib seines Landes in der EU, fordert dafür aber weitreichende Zugeständnisse. Einer der umstrittensten Punkte ist, dass Einwanderer aus EU-Staaten mindestens vier Jahre lang in Großbritannien leben sollen, um einen Anspruch auf Sozialleistungen zu bekommen. Sollte es beim EU-Gipfel im kommenden Monat zu einer Einigung kommen, könnte das Referendum in Großbritannien bereits im Juni dieses Jahres stattfinden. Der späteste Termin ist Ende 2017.

UN-Sicherheitsrat beschließt Beobachtermission für Kolumbien:

Der UN-Sicherheitsrat hat eine Beobachtermission für Kolumbien beschlossen. Die 15 Mitglieder des höchsten Gremiums der Vereinten Nationen stimmten geschlossen für den zunächst auf zwölf Monate angelegten Einsatz. An ihm sollen vor allem Mitglieder der "Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten" (CELAC) teilnehmen. Die Resolution sieht vor, dass UN-Generalsekretär Ban Ki Moon spätestens 30 Tage nach der für Ende März vorgesehenen Unterzeichnung des Friedensabkommens dem Sicherheitsrat konkrete Vorschläge zu Umfang und Mandat der Mission macht. Um eine solche internationale Unterstützung hatten sowohl die kolumbianische Regierung als auch die Farc-Guerilla gebeten. Beide Seiten verhandeln seit mehr als drei Jahren in der kubanischen Hauptstadt Havanna über ein Friedensabkommen. In dem seit mehr als 50 Jahren andauernden Bürgerkrieg sind mindestens 220.000 Menschen getötet worden. Mehr als 5,3 Millionen Menschen mussten vor der Gewalt aus ihren Heimatorten fliehen.

China lässt schwedischen Menschenrechtler frei:

China hat einen schwedischen Menschenrechtler nach drei Wochen wieder freigelassen und des Landes verwiesen. Das bestätigte ein Sprecher der schwedischen Botschaft am Dienstag in Peking. Der 35-jährige Peter Dahlin war Anfang Januar unmittelbar vor seinem Abflug nach Thailand verschwunden. Ihm wurde von chinesischen Behörden vorgeworfen, er sei ins Land eingeschleust worden, um negative Informationen für Verleumdungskampagnen gegen China zu sammeln. Dahlin war für die Organisation "China Urgent Action Working Group" tätig. Die Gruppe unterstützt unter anderem Anwälte, die gegen Menschenrechtsverletzungen vorgehen und sich für Rechtsstaatlichkeit in China einsetzen.

Israels Botschafter: Judenhass nicht nur bei Rechtsextremen:

Israels Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, zeigt sich besorgt über zunehmenden Antisemitismus in Europa. Vor dem Holocaust-Gedenktag am Mittwoch sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung", das Phänomen gebe es "in allen Schichten der Gesellschaft". Judenhass sei nicht auf Rechtsextreme beschränkt. Vor allem in Westeuropa sei die Zahl der Übergriffe gegen Juden in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Der Zuzug von Asylbewerbern aus israelkritischen Regionen könnte das Problem noch verstärken, so der Botschafter. Derzeit kämen viele Flüchtlinge aus Ländern nach Deutschland, in denen Juden verbreitet als Feinde betrachtet würden, sagte Hadas-Handelsman.

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