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Nachrichten

26.01.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:25

Nachrichten von Montag, 26. Januar 2015 – langsam gesprochen als MP3

Griechische Linke plant nach Wahlsieg rasche Regierungsbildung:

Die Linkspartei Syriza hat die Parlamentswahl in Griechenland gewonnen, zugleich aber die absolute Mehrheit verfehlt. Nach Auszählung nahezu aller Stimmen kam die Partei auf 36,4 Prozent. Das reicht voraussichtlich für 149 der 300 Sitze im neuen Parlament. Syriza-Chef Alexis Tsipras erklärte, das Ergebnis sei ein klares Mandat für ein Ende des zerstörerischen Sparprogramms. Die Zeit der Troika aus Europäischer Zentralbank, EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds sei vorbei. Tsipras strebt nun eine rasche Regierungsbildung an. Für diesen Montag sind nach Medienberichten erste Sondierungsgespräche mit der Partei "Unabhängige Griechen" geplant. Mit den Rechtspopulisten bestehen inhaltliche Überschneidungen, etwa in der Frage über mögliche Änderungen bei Sparauflagen und einem weiteren Schuldenschnitt. - Abgestraft wurde die bislang regierende Nea Demokratia. Als zweitstärkste Kraft konnte sie 76 Sitze auf sich vereinen.

USA und Indien räumen Hindernisse für Atomkooperation aus dem Weg:

US-Präsident Barack Obama und Indiens Regierungschef Narendra Modi haben den Weg für eine engere Zusammenarbeit ihrer Länder im zivilen Atomsektor frei gemacht. Beide Seiten unterzeichneten ein Abkommen, das einen jahrelangen Stillstand der Zusammenarbeit bei der zivilen Nutzung der Atomenergie überwindet. Obama und Modi sprachen in der Hauptstadt Neu Delhi auch über den Klimaschutz. Die bilaterale Kooperation in diesem Bereich werde ausgebaut, um bei der UN-Klimakonferenz Ende des Jahres ein Abkommen zur Reduzierung der Treibhausgase zu erreichen. Indien gehört zu den weltweit größten CO2-Emittenten. Obama und Modi unterzeichneten außerdem eine Erklärung, in der häufigere Treffen beider Länder auf höchster Ebene vereinbart wurden. - Am Montag nimmt Obama als erster US-Präsident an der Abnahme der Militärparade zum indischen Nationalfeiertag teil.

Philippinen: 37 Polizisten bei Gefechten mit Rebellen getötet:

Bei Kämpfen zwischen Polizisten und muslimischen Rebellen im Süden der Philippinen sind mindestens 37 Polizisten getötet worden. Sechs Rebellen seien ums Leben gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizisten wollten zwei mutmaßliche Terroristen der Jemaah Islamiyah festnehmen, als es zu den Kämpfen in der Stadt Mamasapano auf der Insel Mindanao kam. Bei den Rebellen soll es sich um Mitglieder einer Splittergruppe der Moro Islamischen Befreiungsfront (MILF) handeln. Die MILF ist die größte muslimische Rebellenorganisation der Philippinen. Sie hatte im März vergangenen Jahres ein Friedensabkommen mit der Regierung unterzeichnet, das weitreichende Autonomierechte für die muslimische Bevölkerung auf Mindanao vorsieht. Nach dem jüngsten Zwischenfall hat die Regierung eine geplante Anhörung über die Umsetzung des Friedensplans im Parlament in Manila ausgesetzt.

Boko-Haram-Kämpfer greifen Millionenstadt Maiduguri an:

Überschattet von schweren Kämpfen der Armee mit der Extremistengruppe Boko Haram im Nordosten Nigerias hat US-Außenminister John Kerry das westafrikanische Land besucht. Kerry traf in der Wirtschaftsmetropole Lagos zu Gesprächen mit Präsident Goodluck Jonathan und Oppositionsführer Muhammadu Buhari ein. Die Armee konnte eine Offensive von Boko Haram auf die Millionenstadt Maiduguri abwehren, musste aber den Fall der strategisch wichtigen Stadt Monguno einräumen. Kerry kam drei Wochen vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen ins ölreiche Nigeria. Die Lage ist angesichts der Brutalität der islamistischen Aufständischen im Nordosten angespannt. -- Der nationale Sicherheitsberater Nigerias, Sambo Dasuki, hatte eine Verschiebung der Wahl gefordert, weil 30 Millionen Stimmscheine noch nicht verteilt seien.

Merkel telefoniert mit Poroschenko und Putin:

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in Telefonaten mit den Präsidenten der Ukraine und Russlands, Petro Poroschenko und Wladimir Putin, erneut für eine Beilegung des Konflikts um die Ostukraine eingesetzt. Den Angriff auf die Stadt Mariupol, der nach Einschätzung der OSZE-Beobachter durch die von Russland unterstützten Separatisten ausgeführt wurde, sei ein eindeutiger Bruch der vereinbarten Waffenruhe und durch nichts zu rechtfertigen. Bei dem Angriff waren mindestens 30 Zivilisten getötet und 100 verletzt worden. Den Angaben zufolge forderte die Kanzlerin Putin auf, eine neue Eskalation zu vermeiden und auf die Separatisten einzuwirken, um eine Umsetzung der Minsker Vereinbarungen vom September zu erreichen. Diese müssten sich an das von ihnen unterzeichnete Abkommen halten. Es sieht als ersten Schritt die Einhaltung einer Waffenruhe und den Rückzug schwerer Geschütze entlang einer Demarkationslinie vor.

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