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Nachrichten

25.12.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Zur traditionellen Weihnachtsbotschaft von Papst Benedikt XVI. werden an diesem Sonntag auf dem Petersplatz in Rom Zehntausende Gläubige erwartet. Im Anschluss an die Weihnachtsbotschaft erteilt der Papst alljährlich den Segen Urbi et Orbi, der Stadt und dem Erdkreis. Am Heiligen Abend hatte der Papst in seiner traditionellen Christmette im Petersdom in Rom die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes beklagt. Er rief die Gläubigen auf, durch die glänzenden Fassaden dieser Zeit hindurchzuschauen, um so das Kind im Stall von Bethlehem und mit diesem die wahre Freude und das wirkliche Licht zu erkennen.

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Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Fouad Twal, hat in der Weihnachtsmesse in Bethlehem zum Ende von Gewalt und Ungerechtigkeit aufgerufen. Ausdrücklich dankte Twal dem anwesenden Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas für dessen Bemühungen um einen Frieden im Nahen Osten und die Schaffung eines Palästinenserstaates. Nach offiziellen Angaben werden über die Weihnachtstage bis zu 120.000 Besucher in Bethlehem erwartet. Das sind deutlich mehr als die 70.000 im Vorjahr.

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Als Konsequenz aus der beispiellosen Mordserie von Neonazis hat Bundespräsident Christian Wulff zur entschlossenen Verteidigung der Demokratie und zu einer offenen Gesellschaft in Deutschland aufgerufen. Alle in Deutschland lebenden Bürger müssten in Sicherheit leben können. Es dürfe keinen Platz für Fremdenhass, Gewalt oder politischen Extremismus geben. Der Präsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, lobte die Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten. Es sei absolut richtig gewesen, dass Wulff dem Thema Rechtsterrorismus besonders großen Raum eingeräumt habe, sagte Graumann dem "Handelsblatt Online". Es sei immer noch "schockierend", dass ein "faschistisches Killerkommando" jahrelang nahezu unbehindert in Deutschland wüten konnte, so Graumann. Die Ansprache des Bundespräsidenten wird an diesem Sonntag ausgestrahlt.

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Zu Weihnachten haben die beiden großen Kirchen in Deutschland an die Bedeutung des christlichen Festes erinnert. Weihnachten dürfe nicht auf Geschenke und Konsum reduziert werden, warnte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch. Mit dem Fest antworte Gott auf die Sehnsucht jedes Menschen nach Annahme, Liebe und Frieden, sagte der Freiburger Erzbischof weiter. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider, sagte, Weihnachten zeige, dass Gott die Menschen in der Dunkelheit ihres Lebens nicht allein lasse. Schneider forderte auch mehr Anstrengungen im Kampf gegen Rechtsextremismus in Deutschland. Straftäter müssten intensiver verfolgt und die NPD auf ihre Verfassungsmäßigkeit hin überprüft werden, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Beim Rechtsextremismus handele es sich um eine offensichtlich unterschätzte Gefahr.

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Die Vereinten Nationen senken ihre Ausgaben für die Haushaltsperiode 2012/2013. Nach langen Verhandlungen verabschiedete die UN-Vollversammlung einen Etat von umgerechnet 3,9 Milliarden Euro. Das sind fünf Prozent weniger als im laufenden Haushaltsjahr. Es war das zweite Mal in ihrer 50-jährigen Geschichte, dass die UN einen kleineren Haushalt beschlossen. Zuletzt war das 1998 gelungen. Besonders die USA, aber auch viele europäische Staaten hatten auf eine sparsamere Haushaltsführung gedrängt. In dem von den 193 Staaten beschlossenen Kernhaushalt sind die Kosten für die UN-Friedenstruppen nicht enthalten. Sie belaufen sich auf über sieben Milliarden Dollar pro Jahr. Hinzu kommen auch die freiwilligen Zahlungen an mehrere UN-Organisationen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Am ersten Weihnachtstag im Norden leichter Regen, im Süden eher trocken. In höheren Lagen auch Schnee. Tageshöchsttemperaturen zwei bis elf Grad Celsius. Die weiteren Aussichten: Am zweiten Weihnachtsfeiertag weiterhin sehr milde Temperaturen. Im Norden erneut wolkenreich. Nach Südosten hin Aufheiterungen.

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