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Langsam gesprochene Nachrichten

25.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:02

Nachrichten von Freitag, 25. November 2016 – langsam gesprochen als MP3

De Mistura fürchtet baldige Zerstörung Ost-Aleppos:

Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, hat vor einer völligen Zerstörung des von Rebellen gehaltenen Teils von Aleppo gewarnt. Wenn das Bombardement so weitergehe wie derzeit, dann werde es bis Weihnachten kein Ost-Aleppo mehr geben, sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Er forderte den syrischen Machthaber Baschar al-Assad auf, eine politische Lösung des Konflikts zu suchen. Selbst wenn es der Regierung gelänge, Ost-Aleppo zurückzuerobern, würde dies einen Guerillakrieg auf dem Land und Autobomben in den Städten bedeuten, so de Mistura. Daran könne niemand ein Interesse haben, auch Russland nicht. Aktivisten zufolge wurden bei neuen Luftangriffen auf den von Aufständischen kontrollierten Teil der Stadt mindestens 32 Zivilisten getötet, darunter fünf Kinder. Damit seien seit dem Beginn der neuen Armeeoffensive auf Ost-Aleppo Mitte November 188 Zivilisten getötet worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien mit.

 

FARC und Kolumbien unterzeichnen neues Friedensabkommen:

Kolumbiens Regierung und die FARC-Guerilla haben einen neuen Friedensvertrag unterzeichnet. Nachdem der erste Entwurf in einer Volksabstimmung vor knapp zwei Monaten abgelehnt worden war, soll nun ein überarbeitetes Abkommen den Frieden bringen. Der kolumbianische Staatspräsident Juan Manuel Santos und der FARC-Kommandeur Rodrigo Londoño besiegelten den Vertrag in der Hauptstadt Bogotá. Er soll in der kommenden Woche dem Kongress zur Ratifizierung vorgelegt werden. Anders als beim letzten Mal will der Präsident das Volk nicht über das Friedensabkommen abstimmen lassen. Die Gegner des Vertrags kritisieren, dass den FARC-Kommandeuren zu große Strafnachlässe gewährt würden.

 

Lufthansa-Piloten wollen auch am Samstag streiken:

Passagiere der Lufthansa müssen sich noch bis mindestens Samstag auf Flugausfälle und Verspätungen einstellen. Die Pilotengewerkschaft Cockpit hat angekündigt, den Streik um einen weiteren Tag zu verlängern. Am Samstag sollen laut der Gewerkschaft alle Langstreckenflüge aus Deutschland ausfallen. Lufthansa teilte aber mit, dass ein Sonderflugplan erarbeitet werde, um einzelne Strecken anbieten zu können. An diesem Freitag sind nahezu ausschließlich Kurz- und Mittelstrecken von dem Ausstand betroffen. Die Piloten streiken seit Mittwoch, mehr als 2600 Flüge mussten bisher gestrichen werden. In dem festgefahrenen Tarifstreit liegen die Positionen weit auseinander. Cockpit verlangt rückwirkend zwischen Mai 2012 und April 2017 jährlich 3,7 Prozent mehr Gehalt. Lufthansa hatte den Piloten zuletzt 2,5 Prozent mehr geboten, allerdings nicht für jedes Jahr.

 

Frankreichs Konservative Fillon und Juppé streiten in TV-Duell:

Die beiden konservativen Präsidentschaftsanwärter in Frankreich haben in einem Fernsehduell um den richtigen Reformkurs gestritten. Der Überraschungssieger aus der ersten Wahlrunde, François Fillon, verteidigte seine umfangreichen Sparpläne. Unter anderem will er in den nächsten fünf Jahren eine halbe Million Stellen im öffentlichen Dienst streichen. Juppé bezeichnete das Vorhaben als unrealistisch und kündigte an, bei den Reformen weniger "brutal" vorgehen zu wollen. Auch mit Blick auf die Außenpolitik gab es harte Diskussionen. Fillon gilt als russlandfreundlich und wirbt für ein Ende der europäischen Sanktionen. Juppé, der an den Strafmaßnahmen festhalten will, kritisierte seinen Gegner für dessen Nähe zu Russland. Die Stichwahl der Konservativen findet am Sonntag statt. Der Gewinner tritt im Frühjahr bei der Präsidentenwahl an.

 

Hurrikan "Otto" und Erdbeben treffen Mittelamerika:

Hurrikan "Otto" fegt weiter über Mittelamerika hinweg und ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Kilometern pro Stunde auf die Karibikküste von Nicaragua getroffen. Das Hurrikan-Zentrum von Miami warnte vor Springfluten bis zu zwei Metern Höhe und Erdrutschen. Die Meteorologen erwarten, dass der Wirbelsturm über El Salvador und Costa Rica hinwegzieht und dann die Pazifikküste erreicht. Kurz nach dem Eintreffen des Hurrikans wurden die beiden Länder außerdem von einem schweren Erdbeben erschüttert. Der Erdstoß der Stärke 7,0 ereignete sich rund 120 Kilometer vor der Küste El Salvadors. Die Behörden warnten vor bis zu einem Meter hohen Flutwellen.

 

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