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Nachrichten

25.11.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der mit Atommüll beladene Castor-Zug soll bald Richtung Deutschland rollen. Nach einem 24-stündigen Stopp im französischen Lothrigen laufen nach Agenturangaben die Vorbereitungen zur Weiterfahrt des Sonderzuges. Zwei Tage nach seinem Start von der Wiederaufbereitungsanlage im französischen La Hague soll der Castor-Transport an diesem Freitag die deutsche Grenze passieren. Im niedersächsischen Wendland - dem Ziel des Transports - löste die Polizei inzwischen eine Versammlung von mehr als 500 Protestierenden auf einer Bundesstraße gewaltsam auf. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. In der Region um das Zwischenlager Gorleben bereiten sich die Atomkraftgegner auf weitere Aktionen zur Behinderung des Castor-Sonderzugs vor.

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Die Bundesregierung sieht es als dringliche Aufgabe, mögliche Pannen und Fehler bei den Ermittlungen zur Mordserie der Zwickauer Neonazi-Zelle aufzuklären. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich sagte im ZDF, dazu gehöre, Sicherheitsstrukturen neu zu ordnen und den Informationsfluss zwischen Polizei und Verfassungsschutz zu verbessern. SPD-Chef Sigmar Gabriel erklärte, Grundproblem sei eine Verankerung rechten Gedankengutes in der Gesellschaft. Hier müsse es ein Umdenken geben. Zuvor hatte die Polizei einen weiteren mutmaßlichen Helfer der Zwickauer Neonazi-Zelle verhaftet. Der 32-jährige Andre E. aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark hat nach Erkenntnissen der Ermittler ein Propaganda-Video produziert, in dem sich das Zwickauer Trio zu den Morden an neun Migranten und einer Polizistin bekannte.

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Der umstrittenen syrischen Führung unter Staatspräsident Baschar al-Assad drohen Sanktionen der Arabischen Liga. Falls Assad an diesem Freitag nicht verbindlich einer internationalen Beobachtermission zustimmen sollte, wollen die arabischen Nachbarländer Strafmaßnahmen beschließen und einen neuen Vorstoß bei den Vereinten Nationen gegen Syrien unternehmen. Im Gespräch sind bei der Arabischen Liga die Aussetzung von Flügen, der Stopp von Finanz- und Handelstransaktionen sowie das Einfrieren von Vermögen der Regierung in Damaskus. Wegen der gewaltsamen Unterdrückung der oppositionellen Protestbewegung ist die syrische Führung zunehmend von der Internationalen Gemeinschaft isoliert. Die Europäische Union und die USA haben bereits Wirtschaftssanktionen verhängt.

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Mit neuerlichen Massendemonstrationen will die Protestbewegung in Ägypten den herrschenden Militärrat zur sofortigen Abdankung zwingen. Aktivisten in der Hauptstadt Kairo haben unter dem Motto "Freitag der letzten Chance" zu einem Marsch zum zentralen Tahrir-Platz aufgerufen. Auch ägyptische Gewerkschaften haben ihre Mitglieder zur Teilnahme aufgefordert und wollen die Demonstration mit einem Generalstreik unterstützen. Nach tagelangen gewaltsamen Auseinandersetzungen in Kairo und anderen Städten des Landes mit rund 40 Toten hat sich die Protestbewegung mit der Polizei darauf geeinigt, ihre Aktionen auf das Zentrum der Hauptstadt zu beschränken. Der umstrittene Militärrat berief unterdessen mit dem 78-jährigen Kamal al-Gansuri einen neuen Regierungschef. Er soll möglichst noch vor der ab Montag geplanten Parlamentswahl ein neues Kabinett präsentieren.

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In Marokko wird ein neues Parlament gewählt. Mehr als 13 Millionen Bürger sind aufgerufen, über die Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses in Rabat zu bestimmen. Den gemäßigen Islamisten und den Monarchisten wurden im Vorfeld die besten Chancen eingeräumt. Boykottiert wird die Stimmabgabe von der im Sog des so genannten "Arabischen Frühlings" entstandenen Protestbewegung und den radikalen Islamisten im Land. Die Wahl findet elf Monate früher statt als geplant, damit Änderungen einer im Juli verabschiedeten Verfassungsreform wirksam werden können. Danach wird König Mohammed VI. dem Parlament und der Regierung einige Befugnisse abtreten, aber entscheidenden Einfluss auf die marokkanische Politik behalten.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wieder eine Mischung aus Sonnenschein, Nebel und Hochnebel. Von Norden etwas Regen. Maximal ein bis zwölf Grad. Die weiteren Aussichten: Am Samstag wechselnd bewölkt mit Aufheiterungen, im Norden und Süden etwas Regen. Höchsttemperaturen fünf bis zehn Grad.

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