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Nachrichten

25.10.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In Tunesien haben sich die gemäßigten Islamisten zum Wahlsieger erklärt und zugleich beteuert, die Rechte von Frauen und von Minderheiten zu achten. Alle Tunesier würden gleich behandelt, unabhängig von Religion, Geschlecht oder sozialer Herkunft, versicherten Führungsmitglieder der Ennahda-Bewegung in Tunis. Nach der Wahl zur Verfassungsgebenden Versammlung vom Sonntag - der ersten Wahl nach dem so genannten "arabischen Frühling" - zeichnete sich eine Mehrheit für die Islamisten ab. Sowohl in Tunesien als auch im Ausland wurde die Abstimmung als wichtige Bewährungsprobe für eine Demokratisierung in der arabischen Welt gewertet. Das deutsche Außenministerium sprach von einem "wahrhaft historischen Schritt". Jetzt sei es entscheidend, dass sich die Wahlsieger zu Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechten verpflichteten.

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Der getötete frühere libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi soll nach Angaben der Übergangsregierung an einem geheimen Ort in der Wüste beigesetzt werden. Das Begräbnis sei für diesen Dienstag geplant, sagte ein Vertreter der Übergangsregierung, der nicht namentlich genannt werden wollte. Gaddafi werde gemeinsam mit seinem Sohn Mutassim begraben. Mit dem Stamm des Ex-Diktators habe keine Einigung über eine Überstellung der Leichname erzielt werden können, hieß es weiter. Zuvor hatte der Übergangsrat versichert, die genauen Todesumstände Gaddafis untersuchen zu lassen. Bisher ist nicht geklärt, ob der libysche Ex-Machthaber bei einem Feuergefecht ums Leben kam oder gezielt getötet wurde.

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Nach dem verheerenden Erdbeben im Osten der Türkei haben die Rettungskräfte die zweite Nacht in Folge nach Verschütteten gesucht. Unter Flutlicht wurde fieberhaft versucht, unter den Trümmerbergen doch noch Überlebende zu finden. Tausende Bewohner verbrachten aus Angst vor Nachbeben eine weitere Nacht im Freien, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Bislang wurden in der mehrheitlich von Kurden bewohnten Provinz Van nahe der Grenze zum Iran rund 280 Tote geborgen, wie die Behörden mitteilten. Die Zahl der Verletzten wurde mit mehr als 1300 angegeben. Um Obdachlose unterzubringen, will die Hilfsorganisation Roter Halbmond mehr als 10.000 Zelte im Katastrophengebiet errichten. Die Türkische Gemeinde in Deutschland rief zu Spenden für die Erdbebenopfer auf.

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Im Kampf gegen kurdische Rebellen ist die türkische Armee erneut in den Irak eingedrungen. Am Montagabend seien 20 Panzer und 30 Militär-Lastwagen über die Grenze vorgestoßen, berichteten lokale Sicherheitskräfte. Zudem bombardierten Kampfflugzeuge demnach die nordirakische Region Haftanin, in der Hunderte Rebellen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK vermutet werden. Der Militäreinsatz ist eine Reaktion der Türkei auf PKK-Angriffe, bei denen in der vergangenen Woche 24 türkische Soldaten getötet worden waren.

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Im Deutschen Bundestag setzen die Fraktionen der Koalition und der Opposition die Beratungen über die Ausgestaltung des Euro-Rettungsschirms EFSF fort. Seine Kapazität zur Kreditvergabe an kriselnde Euro-Staaten und möglicherweise auch Banken soll durch einen sogenannten Hebel von derzeit 440 Milliarden Euro auf über eine Billion Euro erhöht werden. Das Parlament wird darüber am Mittwoch nach einer Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel entscheiden. Die Kanzlerin will ein klares Mandat des Bundestages für die anstehenden Entscheidungen auf europäischer Ebene. Denn die Hebelung des EFSF gilt als wichtiger Teil des Gesamtpakets gegen die Euro-Krise, das Gipfel der EU und der Euro-Staaten am Mittwoch in Brüssel beschließen wollen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Nebelauflösung vielerorts heiter, nur im Westen gelegentlich etwas Regen. Höchsttemperaturen neun bis 16 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch in der Osthälfte Regen, in der Westhälfte freundlich und überwiegend trocken bei elf bis 15 Grad.

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