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Nachrichten

25.09.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der UN-Sicherheitsrat steckt mit seinen Bemühungen um eine Beilegung des blutigen Bürgerkriegs in Syrien fest. Der neue Sondergesandte Lakhdar Brahimi räumte ein, noch kein Konzept zur Lösung des Konflikts zu haben. Bei seinem ersten Besuch im UN-Sicherheitsrat zeichnete der algerische Diplomat ein bedrückendes Bild der Lage. Brutale Gewalt und Misshandlungen seien in Syrien an der Tagesordnung. Die Krise sei eine Bedrohung für die gesamte Region und auch für den Frieden der Welt. Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle sprach nach einem Treffen mit Brahimi von einer "frustrierenden Situation" in Syrien. Es werde keine schnelle Lösung geben, sagte der deutsche Außenminister mit Blick auf die anhaltende Blockade von Resolutionen gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad durch Russland und China im Sicherheitsrat. Deutschland hat in diesem Monat den Vorsitz im mächtigsten UN-Gremium. Auch in der an diesem Dienstag beginnenden Generaldebatte der UN-Vollversammlung wird es um die Zukunft Syriens gehen.

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Ganze Regionen im Norden Syriens nahe der türkischen Grenze unterliegen nach Beobachtungen von Reportern der Nachrichtenagentur AFP nicht mehr der Kontrolle der Regierung in Damaskus. Die von der oppositionellen Freien Syrischen Armee (FSA) kontrollierten Bereiche erstrecken sich den Angaben zufolge über hunderte Kilometer. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte im Londoner Exil erklärte, knapp 80 Prozent der Städte und Dörfer an der Grenze zur Türkei würden nicht mehr von der Regierung in Damaskus kontrolliert. Bei heftigen Kämpfen sollen am Montag mehr als 70 Menschen getötet worden sein, berichteten Aktivisten. Bei Luftangriffen auf Damaskus, Aleppo und die Provinzen Homs und Daraa gab es mindestens 24 Tote.

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Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat den Weg für die Auslieferung des radikalen Imams Abu Hamsa al-Masri und vier Gefolgsleuten von Großbritannien an die USA freigemacht. Die Große Kammer des Gerichts verwarf damit einen Einspruch al-Masris gegen ein entsprechendes Urteil der ersten Instanz. Die USA werfen dem 54-Jährigen elf verschiedene Straftaten vor, darunter die Beteiligung an einer Geiselnahme im Jemen im Jahre 1998 und die Errichtung eines Trainingcamps für Terroristen im US-Bundesstat Oregon. Derzeit sitzt er eine siebenjährige Haftstrafe wegen Volksverhetzung ab. Den übrigen Islamisten wird vorgeworfen, Attentate in den USA geplant zu haben. Zwei von ihnen sollen an den Anschlägen auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam im Jahre 1998 beteiligt gewesen sein. Großbritanniens Innenministerin Theresa May kündigte an, die fünf würden so schnell wie möglich an die USA überstellt.

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In den Territorialstreit um eine umstrittene Inselgruppe im Ostchinesischen Meer hat nun auch Taiwan eingegriffen. Die japanische Küstenwache habe etwa 40 Fischerboote und acht Schiffe der taiwanesischen Küstenwache mit Wasserwerfern aus den japanischen Hoheitsgewässern rund um die Insel vertrieben, melden japanische Medien. Taiwan erhebt wie die Volksrepublik China ebenfalls Ansprüche auf die Inselgruppe, die in China Diaoyu und in Japan Senkaku genannt wird. In dem Gebiet gibt es reiche Fischgründe. Außerdem werden dort große Öl- und Erdgasvorkommen vermutet. Unterdessen nahm der japanische Vize-Außenminister Chikao Kawai in Peking Gespräche mit seinem chinesischen Kollegen Zhang Zhijun zur friedlichen Beilegung des Konflikts auf. Dabei stellte Zhang klar, dass sein Land keine Verletzung seiner territorialen Souveränität dulden werde. China und Taiwan werfen Tokio vor, die Inselgruppe 1885 illegal besetzt zu haben.

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Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, hat die Regierungen in Europa und den USA zu einem entschlosseneren Vorgehen gegen die Finanzkrise aufgerufen. Die Entscheidungsträger müssten ihre Zusagen einhalten und die vereinbarten Maßnahmen umsetzen, um die Wirtschaft im Kampf gegen die Krise wieder auf die richtige Spur zu bringen. Jede aufkommende Unsicherheit würde eine Erholung der Weltwirtschaft ausbremsen. Die IWF-Chefin bezeichnete die Eurozone als "Epizentrum" der Krise, allerdings belasteten auch die drohenden Einschnitte im US-Haushalt und die Abkühlung der Konjunktur in den Schwellenländern die Lage. Weiter nannte Lagarde die Explosion der Lebensmittelpreise sowie die Unruhen in Nahost als Risikofaktoren für die Weltwirtschaft.

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