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Langsam gesprochene Nachrichten

25.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:48

Nachrichten von Freitag, 25. August 2017 – langsam gesprochen als MP3

Thailand erlässt Haftbefehl gegen Ex-Regierungschefin Yingluck:

Thailands angeklagte Ex-Regierungschefin Yingluck Shinawatra hat möglicherweise das Land verlassen. Nachdem Yingluck nicht zu einem angesetzten Gerichtstermin erschien, ordnete der Chef der Militärjunta, Prayut Chan-O-Cha, an, die Grenzposten zu verstärken. Der Chef der Einwanderungsbehörde, Natorn Prohsuntorn, sagte, es gebe keine Aufzeichnungen darüber, dass Yingluck das Land über einen offiziellen Grenzübergang verlassen habe. Die Ex-Regierungschefin steht wegen vermuteter Steuerverschwendung in Milliardenhöhe vor Gericht. Am heutigen Freitag sollte das Urteil gefällt werden. Yingluck hatte zuvor aus Krankheitsgründen um eine Verschiebung des Urteils gebeten. Das Oberste Gericht glaubt dieser Begründung nicht und erließ Haftbefehl. Bei einem Schuldspruch drohen der ehemaligen Regierungschefin bis zu zehn Jahre Haft. In dem Fall werden Ausschreitungen befürchtet, da Yingluck in Thailand immer noch eine große Anhängerschaft hat. Yingluck war 2011 zur ersten Ministerpräsidentin Thailands gewählt worden. Im Mai 2014 setzte das Verfassungsgericht sie ab. Kurz darauf putschte sich das Militär an die Macht, das bis heute regiert.

 

Myanmar: Tote bei Angriffen auf Sicherheitskräfte:

Bei Ausschreitungen in Myanmar sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Regierung mitteilte, gab es koordinierte Angriffe auf 24 Polizeiwachen sowie den Versuch, in einen Armeestützpunkt einzudringen. Dabei seien zehn Polizisten, ein Soldat sowie 21 Angreifer getötet worden. Die Kämpfe dauerten noch an. Die Arakan Rohingya Salvation Army (ARSA), eine neugebildete militante Gruppe der muslimischen Minderheit Rohingya, beanspruchte die Angriffe für sich und warnte vor weiteren Attacken. Damit hat sich der seit Oktober vor allem im Bundesstaat Rakhine ausgetragene Konflikt in Myanmar nochmals verschärft. Damals wurden bei ähnlichen Ausschreitungen neun Polizisten getötet. Die schätzungsweise 800.000 Rohingyas in Myanmar gelten offiziell als staatenlos. Die Regierung betrachtet sie als illegale Einwanderer aus Bangladesch. Die Vereinten Nationen (UN) haben die Rohingyas als eine besonders stark verfolgte Volksgruppe eingestuft.

 

Gabriel rät von Reisen in die Türkei ab:

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel empfiehlt den Deutschen, sich genau zu überlegen, ob sie momentan in die Türkei reisen wollen. Aus seiner Sicht könne man das derzeit "nicht mit gutem Gewissen" tun, sagte der SPD-Politiker der "Bild"-Zeitung. So könne es beispielsweise passieren, dass ein Hotelbesitzer verdächtigt werde, Anhänger der von den türkischen Behörden als terroristisch eingestuften Gülen-Bewegung zu sein, und dadurch auch sein deutscher Gast ins Visier der Behörden gerate. Gabriel fügte hinzu, für die türkische Regierung gelte jeder als Terrorist, der nicht mit der Politik von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan einverstanden sei. Die Beziehungen zwischen Berlin und Ankara werden zurzeit unter anderem dadurch belastet, dass der Korrespondent der Zeitung "Die Welt", Deniz Yücel, die Journalistin Meşale Tolu und der Menschenrechtsaktivist Peter Steudtner in der Türkei inhaftiert sind.

 

Wieder Asylentscheidungen über Afghanen:

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) entscheidet wieder über Asylanträge von Afghanen, wie Innenminister Thomas de Maizière der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Behörde hatte Asylanträge afghanischer Antragsteller zuletzt zwar bearbeitet, die Entscheidungen wegen der unklaren Sicherheitslage aber zum Großteil ausgesetzt. Daran hielt das BAMF bis zu einer neuen Lagebewertung des Außenamts zu Afghanistan fest. Inzwischen liegt diese Lagebewertung vor. Aus dem Innenministerium heißt es, die Kernaussage des Berichts sei, dass die Sicherheitslage stark von individuellen Faktoren abhänge. Das werde bei der Einzelfallprüfung umfassend gewürdigt. De Maizière sagte, die Regierung verfolge weiter ihren Kurs zu Abschiebungen in das Land. Er wisse, dass „die Lage in Afghanistan kompliziert ist“. In begrenztem Rahmen seien Abschiebungen dorthin aber verantwortbar.

 

Waffenruhe in der Ostukraine in Kraft getreten:

Im Kriegsgebiet im Osten der Ukraine ist in der Nacht zum Freitag ein weiterer Anlauf für eine Waffenruhe unternommen worden. Die Feuergefechte zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten sollten um Mitternacht Ortszeit eingestellt werden. Aus dem Kampfgebiet gab es zunächst keine Informationen, ob die Feuerpause eingehalten wird. Sie war am Mittwoch von Vertretern der ukrainischen Regierung, Russlands und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit Blick auf den bevorstehenden Schulbeginn beschlossen worden. Die Beobachtermission der OSZE hoffte darauf, beide Seiten zum Abzug schwerer Waffen von der Frontlinie bewegen zu können. Nach UN-Schätzungen sind im Ukraine-Konflikt seit 2014 etwa 10.000 Menschen getötet worden.

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