1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

25.08.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:39

Nachrichten von Montag, 25. August 2014 – langsam gesprochen als MP3

Mehr als 500 Tote bei Kampf um syrischen Militärflughafen Tabka:

Nach heftigen Gefechten hat die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) den Militärflughafen Tabka in der nordsyrischen Provinz Raka und damit die letzte Bastion der syrischen Armee in der Region eingenommen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London teilte mit, es gebe weiterhin Gefechte rund um den Flughafen, dieser sei aber inzwischen unter Kontrolle der IS-Miliz. Bei den Kämpfen seien mehr als 500 Menschen getötet worden. Die Regierungstruppen hatten zuvor mehrere Angriffe mit Bodentruppen und der Luftwaffe abgewehrt. Das syrische Staatsfernsehen bestätigte, dass die Armee den Militärflughafen geräumt habe. Sie habe sich im Umland jedoch neu formiert und setze den Kampf gegen die Dschihadisten fort.

Entführter US-Journalist in Syrien freigelassen:

Ein entführter US-Journalist ist nach fast zweijähriger Geiselhaft in Syrien freigelassen worden. Wie die Vereinten Nationen in New York bestätigten, wurde der Reporter Theo Curtis in einem Dorf auf den Golan-Höhen an UN-Blauhelmsoldaten übergeben. Nach Angaben von US-Außenminister John Kerry war Curtis in der Hand der Terrorgruppe Al-Nusra-Front, des syrischen Al-Kaida-Ablegers. Er wurde im Oktober 2012 an der syrisch-türkischen Grenze verschleppt. Kerry sagte, besonders nach der schrecklichen Tragödie in der vergangenen Woche sei man dankbar und erleichtert, dass Curtis zurückkehre. Der Minister bezog sich damit auf die Ermordung des US-Journalisten James Foley durch die Terrormiliz "Islamischer Staat" vor einigen Tagen.

Merkel: keine deutschen Soldaten für den Nordirak:

Einen bewaffneten Einsatz der Bundeswehr im Nordirak wird es laut Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht geben. Deutschland werde auf keinen Fall Kampftruppen in den Irak schicken, sagte die Kanzlerin in einem Interview im deutschen Fernsehen. Die Entsendung von Militärberatern schloss sie dagegen nicht aus. Konkrete Pläne dazu gebe es jedoch nicht. Mit Blick auf die geplanten deutschen Waffenlieferungen in den Nordirak erklärte Merkel, es handele sich um einen Ausnahmefall. Dort werde ein Völkermord vor aller Augen verübt. Es sei keine Option für die Bundesregierung gewesen, sich einfach abseits zu stellen. Die Bundeskanzlerin betonte allerdings, dass es keine Waffenlieferungen an die Kurdenorganisation PKK geben werde. Die Peschmerga, die PKK und weitere kurdische Gruppierungen versuchen mit ihren Kämpfern, die Terrormiliz "Islamischer Staat" zurückzudrängen.

Großer Ansturm zu Trauerfeier in Ferguson erwartet:

In der US-Stadt Ferguson wird an diesem Montag der von einem Polizisten erschossene Michael Brown beerdigt. Der Tod des schwarzen Jugendlichen am 9. August hatte tagelang für Proteste in der Kleinstadt im Bundesstaat Missouri gesorgt. Zu der Trauerfeier in einer Baptistenkirche werden mehr als 5000 Menschen erwartet. Dabei soll der Bürgerrechtler Al Sharpton die Hauptrede halten. US-Präsident Barack Obama entsendet eine Delegation. Die Polizei hat sich nach Medienberichten auf den Ansturm vieler Menschen vorbereitet, will sich aber im Hintergrund halten. Der Vater des Jugendlichen hat dazu aufgerufen, am Tag der Beerdigung auf Proteste zu verzichten. Eine Anklagekammer prüft zurzeit, ob der weiße Polizist, der den unbewaffneten Brown erschossen hat, vor Gericht gestellt werden soll.

Netanjahu droht mit Angriffen auch auf Libanon und Syrien:

Nach dem Tod eines israelischen Kleinkindes durch Granatsplitter hat die israelische Armee ihre Militärangriffe auf den Gazastreifen nochmals verstärkt. Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärte jeden Ort in dem Palästinensergebiet zum unmittelbaren Angriffsziel, von dem aus Raketen oder Mörsergranaten abgefeuert werden. Israel werde seine Militäroffensive fortsetzen, bis aus dem von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gebiet kein Beschuss mehr zu erwarten sei. Nachdem auch aus dem Libanon und Syrien Raketen Richtung Israel geschossen wurden, drohte Netanjahu zudem mit Angriffen auf deren Territorium. Am Sonntag flog die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben 27 Angriffe, bei denen nach Angaben palästinensischer Rettungsdienste mindestens 14 Palästinenser getötet wurden.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema