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Nachrichten

25.08.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nach seinem Deutschland-Besuch setzt Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras an diesem Samstag seine Gespräche über das Euro-Sparpaket in Paris fort. Im Élyséepalast wird er von Frankreichs Präsident François Hollande empfangen. Thema ist unter anderem der Zeitraum, in dem Griechenland das Sparziel erreichen soll. Samaras will zwei Jahre Aufschub. In Berlin war der griechische Regierungschef am Freitag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammengekommen. Dabei hatte Merkel gefordert, die mit den Geldgebern vereinbarten Zusagen einzuhalten. Bei den von Samaras gewünschten Lockerungen hielt sich die Kanzlerin bedeckt.

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20 Jahre nach den ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen wird in der Hansestadt am Wochenende an die Krawalle erinnert und für Toleranz geworben. Ein bundesweites Bündnis von linken Gruppen hat für diesen Samstag in der Hansestadt zu Kundgebungen aufgerufen. Am Sonntag ist von der Stadt eine Gedenkveranstaltung am sogenannten Sonnenblumenhaus im Stadtteil Lichtenhagen mit Bundespräsident Joachim Gauck geplant. Vom 22. bis 26. August 1992 kam es dort zu schweren fremdenfeindlichen Ausschreitungen. Am 24. August hatten Hunderte Jugendliche und Erwachsene, darunter viele Rechtsradikale, die kurz zuvor geräumte Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber im Sonnenblumenhaus sowie ein benachbartes Wohnheim für Vietnamesen belagert und aus der Menge heraus Steine und Brandsätze geworfen. Mehr als 100 Vietnamesen und einige Deutsche konnten sich nur durch Flucht auf das Dach des Hauses vor dem Feuer retten.

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Ecuador ist bereit, den diplomatischen Dialog mit Großbritannien über den Fall von Wikileaks-Gründer Julian Assange wiederaufzunehmen. Präsident Rafael Correa erklärte in einer Fernsehansprache, die britische Regierung habe in einer formellen Note zugesichert, die Immunität der ecuadorianischen Botschaft in London nicht zu verletzen. London hatte nach Darstellung der ecuadorianischen Regierung gedroht, in die Botschaft Ecuadors einzudringen, um Assange festzunehmen. Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) unterstrich auf einer Sondersitzung die Unantastbarkeit der diplomatischen Vertretungen, ohne jedoch Großbritannien wegen der von Ecuador kritisierten Drohung zu verurteilen. Der britische Beobachter bei der OAS, Philip Barton, versicherte, Großbritannien habe keineswegs die ecuadorianische Botschaft bedroht. Assange hält sich seit mehr als zwei Monaten in der Londoner Botschaft Ecuadors auf, das ihm am 16. August Asyl gewährt hat. Der 41-jährige Australier wird von der schwedischen Justiz wegen mutmaßlicher Sexualdelikte per EU-weitem Haftbefehl gesucht. Er befürchtet, von dort in die USA ausgeliefert zu werden, wo er wegen Geheimnisverrats verurteilt werden könne.

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Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung ist im Patentstreit mit seinem US-Konkurrenten Apple zu einer Milliardenstrafe verurteilt worden. Samsung müsse an den iPhone- und iPad-Hersteller wegen Patentverletzungen 1,05 Milliarden Dollar Schadenersatz zahlen, entschied ein US-Geschworenengericht in San Jose. Beschwerden von Samsung, Apple habe Patente verletzt, wurden abgewiesen. Apple hatte Samsung vorgeworfen, das Design seines iPads und seines iPhones nachzuahmen. Samsung wiederum hatte geklagt, Apple verstoße gegen Patente bei der Wireless-Kommunikation. Zusammen verkaufen die beiden Konzerne mehr als die Hälfte aller Smartphones in der Welt.

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Bei einem NATO-Luftangriff auf eine Rebellengruppe im Osten Afghanistans sind mindestens zwölf Extremisten getötet worden. Wie ein NATO-Sprecher mitteilte, ereignete sich die Offensive am Freitagabend in der nahe der Grenze zu Pakistan gelegenen Provinz Kunar. Aus pakistanischen Geheimdienstkreisen und von afghanischen Behörden verlautete, unter den Todesopfern sei der selbst ernannte Führer der pakistanischen Taliban in der Stammesregion Bajur, Mullah Dadullah. Ein Sprecher der Provinz Kunar gab die Zahl der Toten allerdings mit 20 an.

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