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Nachrichten

25.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In Libyen dauern die Kämpfe zwischen Aufständischen und Truppen des untergetauchten Diktators Muammar al-Gaddafi an. In der Hauptstadt Tripolis kommt es am Internationalen Flughafen immer wieder zu schweren Gefechten. Auch außerhalb der Hauptstadt sind noch weitere Gebiete, etwa Gaddafis Heimatort Sirte, in der Hand der Regierungstruppen. Wegen der hohen Opferzahlen werden in den Krankenhäusern die Medikamente knapp. Ärzte sprechen von teils chaotischen Zuständen. Von Gaddafi selbst fehlt nach wie vor jede Spur. Die von den Aufständischen gebildete Übergangsregierung setzte ein Kopfgeld auf ihn aus und versprach jedem Straffreiheit aus dem näheren Umfeld des Diktators, der diesen töte oder ausliefere. Unterdessen bemüht sich die Regierung in Rom um die Freilassung von vier in Libyen entführten italienischen Journalisten. Vermutlich hätten Gaddafi-Milizen die Männer auf dem Weg nach Tripolis angehalten und ihren Fahrer erschossen, heißt es.

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Nach der Machtübernahme in der Hauptstadt Tripolis haben die libyschen Freiheitskämpfer die internationale Gemeinschaft zur Freigabe von fünf Milliarden Dollar, umgerechnet rund 3,5 Milliarden Euro für humanitäre Zwecke aufgefordert. Diese Summe könne aus den in aller Welt eingefrorenen libyschen Staatsgeldern bestritten werden, sagte ein Vertreter der Aufständischen bei einem Treffen der sogenannten Libyen-Kontaktgruppe. An der Konferenz im Emirat Katar nahmen unter anderem Vertreter Deutschlands, der USA, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens und der Türkei teil.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Kritik von Alt-Kanzler Helmut Kohl an fehlender Orientierung in der deutschen Außenpolitik zurückgewiesen. Jede Zeit habe ihre besonderen Bedingungen, sagte sie der "Süddeutschen Zeitung". Ihre Regierung arbeite daran, diese zusammen mit den Partnern in Europa und der Welt zu meistern. Ohne Merkel direkt zu erwähnen, hatte Kohl in einem Interview beklagt, der Regierungskoalition aus Union und FDP fehle der politische Kompass. Deutschland laufe Gefahr, "beliebig und unberechenbar zu werden", kritisierte der 81-Jährige CDU-Politiker. Dabei erwähnte er besonders die deutsche Enthaltung im UN-Sicherheitsrat beim Libyen-Einsatz der NATO. Vor Merkel hatte auch Außenminister Guido Westerwelle die Kritik Kohls zurückgewiesen.

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Wegen der Hungersnot am Horn von Afrika sind die Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union -AU- zu einer Geberkonferenz zusammengekommen. Internationale Hilfsorganisationen hatten zuletzt eine niedrige Spendenbereitschaft der afrikanischen Staaten beklagt. In der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba wird AU-Präsident Jean Ping die Teilnehmer zu Nothilfe für mehr als zwölf Millionen Betroffene in Somalia, Kenia, Äthiopien, Eritrea und Dschibuti auffordern. Die Europäische Union ist durch Kommissarin Kristalina Georgieva vertreten. Nach Angaben der Vereinten Nationen werden noch mehr als eine Milliarde Dollar benötigt. Besonders dramatisch sei die Lage in Somalia, wo fast 400.000 Kindern der Hungertod drohe. Die Region wird von der schwersten Dürre seit 60 Jahren heimgesucht.

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Die israelische Armee hat ihre Luftangriffe auf den Gazastreifen fortgesetzt. Bei zwei Angriffen sollen insgesamt drei Palästinenser getötet worden sein. Das berichten Ärzte nahe der Stadt Beit Lahija im Norden des Gazastreifens. Israel fliegt seit Ende vergangener Woche Luftangriffe in der Region. Die Armee reagiert damit auf Anschläge nahe dem Badeort Eilat am Roten Meer, bei denen acht Menschen getötet wurden. Durch die Luftangriffe starben bereits 20 Palästinenser, durch palästinensische Raketenangriffe kam ein Israeli ums Leben. Der Beschuss Israels durch palästinensische Extremisten dauert unterdessen an. Mörsergranaten gingen unter anderem am Grenzübergang Kissufim nieder.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Norden und Westen Schauer und Gewitter, örtlich auch Unwetter möglich. In der Südosthälfte meist sonnig. Höchstwerte 22 bis 33 Grad.

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