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Nachrichten

25.07.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In Nordspanien sind bei einem schweren Zugunglück mindestens 77 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 130 wurden verletzt. Es sei nicht auszuschließen, dass noch weitere Tote und Verletzte gefunden würden, teilten die Behörden mit. Das Unglück ereignete sich in der autonomen Provinz Galicien. Der Schnellzug kam aus Madrid und war kurz vor dem Bahnhof von Santiago de Compostela entgleist. Laut ersten Informationen soll er zu schnell in eine Kurve eingebogen sein. Mehrere der Waggons hatten sich ineinander verkeilt und wurden völlig zerstört. Ministerpräsident Mariano Rajoy zeigte sich tief betroffen und kündigte an, sich direkt am Unfallort ein Bild der Lage zu machen. In Berlin sprach Außenminister Guido Westerwelle den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus.

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Die USA liefern Ägypten wegen der Unruhen seit dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi vorerst keine weiteren Kampfjets. Angesichts der gegenwärtigen Lage in Ägypten sei es derzeit nicht angemessen, mit der Lieferung von F-16-Kampfflugzeugen fortzufahren, sagte ein Pentagon-Sprecher in Washington. Verteidigungsminister Chuck Hagel habe Armeechef Abdel Fattah al-Sisi von der Entscheidung unterrichtet, hieß es. Vorgesehen war die Lieferung vier weiterer Kampfjets. Unklar ist, was aus den 1,3 Milliarden US-Dollar an Militärhilfe wird, die Washington jedes Jahr nach Kairo schickt. Die USA dürfen eigentlich Machthabern, die eine demokratische Regierung zu Fall bringen, keine Unterstützung gewähren. Washington vermeidet es bisher, von einem Staatsstreich in Ägypten zu sprechen.

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Papst Franziskus hat die Gesellschaft zum Kampf gegen die Drogen-Kartelle aufgerufen und vor einer Legalisierung von Rauschgift gewarnt. Das Kirchenoberhaupt besuchte in Brasilien eine Suchtklinik. In dem Hospital São Francisco de Assis informierte er sich bei Drogenkranken und Ärzten über deren Probleme. Eine Liberalisierung des Drogenkonsums, wie in Teilen Lateinamerikas diskutiert, sei kein geeignetes Mittel gegen die Sucht. Man müsse die dahinter liegenden Probleme angehen, indem man sich etwa für mehr Gerechtigkeit einsetze, erklärte der Papst.

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In der Spähaffäre steht die Bundesregierung weiter unter Druck. Zur Aufklärung der Praktiken soll an diesem Donnerstag Kanzleramtsminister Ronald Pofalla im Parlamentarischen Kontrollgremium in Berlin beitragen. Der CDU-Politiker ist Koordinator der Geheimdienste und damit auch zuständig für die Frage, inwieweit es eine Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA beim Abhören gegeben hat. Unterdessen hat das Repräsentantenhaus in Washington entschieden, dass der amerikanische Geheimdienst NSA auch künftig Telefongespräche von US-Bürgern im großen Stil überwachen darf. Die Parlamentskammer stimmte mit 217 zu 205 Stimmen gegen einen Antrag des Republikaners Justin Amash, der dem Programm straffere Zügel anlegen wollte.

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US-Präsident Barack Obama will mit einem Investitionsprogramm die Mittelschicht im Land stärken. Er sprach sich in einer Grundsatzrede in der Kleinstadt Galesburg in seinem Heimatstaat Illinois für einen Ausbau von Infrastruktur und Bildungssystem aus. Einzelheiten zur Frage, wie die Industrie in den USA gestärkt werden solle, werde er in den kommenden Wochen vorlegen, fügte der Präsident hinzu. Obama sagte weiter, er wolle den Aufbau der Altersvorsorge mit neuen Steuervergünstigungen fördern. Zudem versprach er eine "aggressive" Strategie, um das Bildungssystem auf Vordermann zu bringen. Im Herbst stehen die nächsten Verhandlungen zwischen Obamas Demokraten und den Republikanern über den Haushalt an, zudem geht es um die Anhebung der Schulden-Obergrenze. Bislang haben die Republikaner Reformvorhaben des Präsidenten blockiert.

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