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Nachrichten

25.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Türkei will ihre Grenze zu Syrien von diesem Mittwoch an schließen. Dies geschehe aus Sicherheitsgründen, teilten Regierungsvertreter in Ankara mit. In den vergangenen Tagen hatten Kämpfer der Aufständischen gegen das autoritäre syrische Regime von Präsident Baschar al-Assad mehrere Grenzübergänge unter ihre Kontrolle gebracht. Flüchtlinge, die seit Beginn des Aufstands gegen Assad vor 16 Monaten zu tausenden in die Türkei gekommen sind, verlassen Syrien meist über Schmugglerrouten und nicht offizielle Grenzübergänge.

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Aus Syrien werden weiter heftige Kämpfe zwischen der Armee von Präsident Baschar al-Assad und Aufständischen gemeldet. Nach Angaben der Rebellen hat das Regime rund 2000 Soldaten in Richtung auf die umkämpfte Stadt Aleppo in Marsch gesetzt. Die Konvois würden von Aufständischen angegriffen, teilte die Freie Syrische Armee der Regime-Gegner mit. Gleichzeitig nahmen Regierungstruppen offenbar eine Vorstadt von Damaskus schwer unter Beschuss. Unter den Bewohnern sei Panik ausgebrochen, hunderte Familien aus al-Tel seien auf der Flucht, berichteten Assad-Gegner. Bei einem Angriff auf eine Moschee in der Nähe der Stadt Hama haben Soldaten nach Darstellung der Opposition bis zu 30 Menschen getötet. Von unabhängiger Seite können diese Berichte nicht bestätigt werden.

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Die US-Ratingagentur Moody's hat wegen der Euro-Krise Zweifel an der künftigen Kreditwürdigkeit mehrerer Bundesländer, unter ihnen Nordrhein-Westfalen und Bayern, geäußert. Der Ausblick auf ihre Bonität wurde von stabil auf negativ gesenkt. Eine solche Herabstufung hat Moody's bereits für Deutschland insgesamt vorgenommen. Auch für den Euro-Rettungsschirm EFSF senkten die Experten der Agentur den Ausblick für die Kreditwürdigkeit von stabil auf negativ.

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Angesichts der Krise der französischen Autoindustrie will die Regierung in Paris den Absatz von Hybrid- und Elektroautos nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP stärker fördern. Für den Kauf eines Elektroautos werde die Prämie von 5000 auf 7000 Euro erhöht, für den Kauf eines Hybridautos auf 4000 Euro verdoppelt, meldete AFP vor einer Sitzung des Kabinetts. Wie der angeschlagene Autohersteller PSA Peugeot Citroën gleichzeitig mitteilte, machte das Unternehmen im ersten Halbjahr einen Verlust von 819 Millionen Euro. Peugeot will in Frankreich gegen den Widerstand der sozialistischen Regierung 8000 Stellen streichen.

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Wenige Stunden nach dem plötzlichen Tod des Präsidenten von Ghana, John Evans Atta Mills, ist dessen Stellvertreter John Dramani Mahama als neues Staatsoberhaupt vereidigt worden. Bei der Zeremonie im Parlament in Accra versprach der 53-jährige Historiker, er wolle weiter für stabile, demokratische Verhältnisse sorgen. Im Dezember wird ein neuer Präsident gewählt. - US-Präsident Barack Obama würdigte Mills als einen Mann, der unermüdlich daran gearbeitet habe, das Leben des ghanaischen Volkes zu verbessern. Der 68-Jährige war laut Medienberichten an Herzversagen gestorben. Allerdings litt der Jurist, der sein Land seit 2009 führte, seit längerem an einer Krebserkrankung.

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Das Bundesverfassungsgericht entscheidet an diesem Mittwoch, ob das neue Wahlrecht für den Bundestag mit dem Grundgesetz in Einklang steht oder nicht. 2008 hatten die Richter in Karlsruhe geurteilt, dass das komplizierte Wahlrecht teilweise gegen die Verfassung verstößt und eine Reform verlangt. Die Regierungskoalition von Union und FDP hatte daraufhin 2011 eine Neuregelung beschlossen. SPD und Grüne sowie tausende Bürger erhoben auch gegen dieses neue Wahlrecht Verfassungsbeschwerde. Zentraler Streitpunkt sind die sogenannten Überhangmandate. Sie entstehen, wenn eine Partei mit den Erststimmen mehr Direktmandate in den Wahlkreisen gewinnt, als ihr nach dem Ergebnis der Zweitstimmen an Sitzen zusteht. Von Überhangmandaten profitieren in der Regel die großen Parteien. So hatte die Union bei der Wahl 2009 24 zusätzliche Sitze gewonnen.

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Die Zahl der Einwohner in Deutschland ist 2011 erstmals seit neun Jahren wieder leicht gestiegen. Im vergangenen Jahr habe sich die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen um 92.000 oder 0,1 Prozent auf mehr als 81,8 Millionen erhöht, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Hauptgrund war eine starke Zuwanderung. Nach vorläufigen Angaben der Statistiker wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 663.000 Kinder geboren, 15.000 weniger als 2010. Die Zahl der Sterbefälle belief sich auf 852.000. Somit starben im Jahr 2011 rund 190.000 Menschen mehr als geboren wurden. Gleichzeitig gab es jedoch 958.000 Zuzüge nach Deutschland und lediglich 679.000 Fortzüge. Daraus ergibt sich für 2011 ein Wanderungsüberschuss von 279.000, der das Geburtendefizit mehr als ausgleicht.

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